Archiv für November, 2003

Hallo Deutschland!

Liebes Tagebuch,

ich glaube, ich habe bisher noch nie meine Einträge mit “Liebes Tagebuch” begonnen, andererseits habe ich auch noch nie (bis vor drei Stunden) dubiose deutsche Volkslieder Karaoke gesungen. Das heißt, nicht richtig Karaoke, sondern zu Keyboard mit Textzetteln. All in all, mighty abgewrackt, und deshalb beginnen wir nochmal von vorn.

Alles begann damit, dass ich von den DAAD- Beauftragten hier (obwohl mein Praktikum nicht über den DAAD läuft, aber fast) zu einem DAAD- Alumni- Treffen/Stammtisch (ok, da hätte man hellhörig werden können…) eingeladen wurde, im Goethe- Institut in Wan Chai, was auf Hong Kong Island ist und immer ‘ne nette Abwechslung (= viele Lichter, Hafen, Hochhäuser) zur Clear Water Bay (= grüne Wiese, Strand, Uni) darstellt. Zumal dieser DAAD- Typ wie Quentin Tarantino aussieht, was allein schon faszinierend genug ist *lol*
Nach einem kurzen Besuch im Goethe- Institut, das unter anderem einen Sammelband mit Abrafaxe- Comics in seiner Bibliothek hat und zu unser aller Freude “Sagaland”, das 80er Jahre Kultspiel, leider keinen Kicker oder zumindest SportBild, btw: ich brauche einen Fernseher, verdammte Axt, ich bin so verzweifelt, dass ich plane, zuj Weihnachten nach Shenzhen zu fahren(special economic zone, das ist schon Mainland, und dort gibt viel Schrott viel billig, also auch el-cheapo Fernseher), hm, Schalke spielt heute, ich will Fussball, aaargh, Entzugserscheinungen, ganz mächtig, hier gibt’s übrigens einen offiziellen ManU- Pub, better dead than red, sach ich nur, und Uwe Seeler ist endlich Hamburger Ehrenbürger (Frage: War er das nicht immer schon? Und was macht eigentlich Inge Meysel?), also wo war ich? Karaoke? Ach ja, also im Goethe- Institut war außerdem eine Hannah Arendt- Ausstellung und Werbung für Goodbye, Lenin. Danach ging’s einige Stockwerke runter zum Restaurant mit Harbour View, sooo nice.
Dort tobte bereits der Stammtisch. Hauptsächlich, also von der UST- Fraktion abgesehen, nur HK- Chinesen, die mit Inbrunst mir unbekannte deutsche Volkslieder zu Keyboard”untermalung” schmetterten. Im Übrigen gab’s kostenloses Bier (Löwenbräu vom Fass), allerdings nicht in ausreichenden Mengen, zumindest für Europüäer nicht ausreichend. Toll, dass die Leute hier nach zwei Bier schon total besoffen sind und kaum noch gerade gehen können. Geschweige denn singen *lol*
Nach drei Flüssigbrot beschlossen wir (d.h. die drei Deutschen von der UST) doch auch mal was zu essen, da Fotos mit Katharina Witt (btw: besonders *lol* Chinesen, die in der DDR waren, und jetzt auf die Scheiß- Wessis schimpfen, ja, da hab’ ich mich gleich wieder zuhause gefühlt :-) ) angucken, auf Dauer wenig Substanz hatte. Und es waren viele Fotos, ca. ein Kilogramm? Die anderen hielten sich an Bier, so dass der Gesang, der die Gespräche ohnehin schon erschwerte, immer lauter wurde. Schließlich wurde ich zum Mikro gezerrt, aber da ich weder “Mein Vater war ein Wandersmann” noch das textlich etwas zweifelhafte (euphemistisch formuliert) “In einem Polenstädtchen” kannte, und einer der Sänger ständig wieder “My Way” auf Deutsch sang (Thank god for Feedback! Noch nie klangen Rückkopplungen so süss, mal von Jesus and Mary Chain- Songs abgesehen, music nerd alert), wurde ich zum Tanzen aufgefordert/gezwungen. Oh Dear…Da allerdings der Sänger kein Taktgefühl hatte, das Keyboard eh irgendwas plärte und mein Tanzpartner sich mehr an mir festklammerte als führte (wg. Bierkonsum, siehe oben), war das also eine echt würdevolle Angelegenheit. *lol* Regrets? I had a few… harhar.
Alles in allem, echte deutsche Lebensart. Und auch schön, dass alle immer nur von Hamburg die Reeperbahn kennen- und die ist bekanntermassen so ziemlich das hässlichte Stück in HH, mal von Mümabe oder Steili abgesehen. Vier Bier waren allerdings echt zu wenig. Oh, und Visitenkarten habe ich dann auch noch abgestaubt.

Ansonsten hätte ich eigentlich echt jetzt mal so arbeiten sollen ‘n’stuff, naja, die Nacht ist jung, ich habe meine Kauigummi- Vorräte aufgestockt (auch sehr geil- Wrigley’s Extra Erdbeere) und Instant Milo 3-1 gekauft. Allerdings nicht so gut wie Marshmallow Chocolate, aber trotzdem super. Und auch gut: Sprite Ginger, selbst für Sprite- Hasser wie mich trinkbar. Und es schmeckt anders als Ginger Ale… amazing. Nicht so gut (curiosity killed the cat- stuff): Carrot- Chestnut- Drink. Wie, das hättet ihr auch schon vorher sagen können? Hey… Und noch widerlicher: irgendso’n Zeugs mit Lakritz (an sich lecker) und Pey-vine oder so… don’t buy it again, und wenn die Packung noch so schön ist. Nevertheless werde ich garantiert wieder draufreinfallen. Oh, und nicht zu vergessen, die Japan- Import- Frosties mit super- künstlichen Erdbeer- Dings- Stückchen drin (in Helly Kitty!- Pink). Allerdings mit sehr wenig Zucker… btw: Mein Frosties- Tiger- Segelflieger fliegt nicht, grr… Thermodynamik?

Ansonsten haben wir mal wieder beim Netball verloren, 25:39 gegen das Aussie B- Team (naja, Sweet Chariot, harhar), am Sonnabend war ich mit den Exhange Students “Paardie machen”, *lol* enthemmte englische Rugby- Fans *lol*, das war alles jenseits von rekonstruierbar, wieso ich jetzt im Besitz einer weißen Federboa bin, ist da nur eine der offenen Fragen. Apropos weiß (Delling- Time!), ich habe mir auch endlich einen- Achtung!- weißen mp3- Player gekauft, so dass ich gestern zu “Sillium” von Fünf Sterne Deluxe um den den Sportplatz joggen konnte. Wie geil is das denn? Ziemlich…

Now I return to plentiful bad English that needs to be corrected, like, very dringend. Baibaai!

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Reconstruction of the Fables

Adventures in HK, Part 6: Wird hier auch mal gearbeitet?

Aber holla die Waldfee (wer hat eigentlich diese Redewendung erfunden? Bitte melden!)!

Mein Tag heute:
8.45: Mein deutsches Handy (mein Weckerersatz) klingelt
9.15: Ich beschließe, mich minimal zu bewegen und meinen Computer anzuschalten
9.16: Mist, keine interessanten Mails, nur UST- Spam wie den Library- Newsletter, das neueste zum Thema Budget Cuts (jaja, auch hier) und drei Aufforderungen, bei den Kommunalwahlen zu wählen- D’oh!
9.17: Eigentlich könnte ich jetzt ja wieder einschlafen…
9.30: Naja, doch mal aufstehen
10.15: Mmh, Frühstück in der Cafeteria
10.30: War eine Millisekunde schneller und habe die South China Morning Post abgegriffen, oh, heute keine “der Dalai Lama ist ein Terrorist”- Artikel, dafür neues über das Krokodil, das irgendwo in der Kanalisation rumschwimmt und mittlerweile von einem australischen Krokodilfarmer gejagt wird (Crocodile Dundee IV).
11.00: Mal ins Labor gucken… Oh, der Thermocycler ist bis 16 Uhr belegt, naja…
11.05: Chemical Engineering Staff Office, wo ich einen 4/5 Schreibtisch und Computer habe (i.e. 5 Leute teilen sich 4 Schreibtische)
12.00: Kampf gegen die Müdigkeit, Paper lesen ist soo anstrengend
13.00: Etwas Webrecherche- gaulomat, diese Uni hat ja sogar alle möglichen Zeitschriften online verfügbar und generell etwas mehr Zeitschriften als meine geliebte alma mater, naja, diese Uni wird ja auch vom HK Jockey Club gesponsert (siehe Fotos)
13.30: pdfs ausdrucken
13.40: In bewerter Draufzeige- Technik Essen in der Mensa bestellen (lecker: Japanische Nudelsuppe mit Fischbällchen, meine neue Leidenschaft)
14.00: Grüne Bohnen- Eis zum Nachtisch, äh, nun ja, die Roten Bohnen sind besser (hallo Cordelia!)
14.10: Handy aus, auf in die Bibliothek
14.30: Mit einer Hand Bibliotheklstür öffnen, mit der anderen Handy anschalten, puh, wieder am Leben *g*
15.00: Nach vergeblicher Raumsuche Rückkehr zur Staff Office(hallo? room 5597? where??? und wieso gibt es zwar LG3 und LG1, aber nicht LG2? Und warum haben die Labors keinen 5. Stock? Und warum ist Lift 19 so langsam? Fragen ohne Antworten…)
15.30: Ab ins Labor
15.31: Erstmal telefonieren (Wo sind die Chemikalien?)
15.32: Ok, jetzt beginnt die eigentliche Arbeit… PCR
15.45: Lauter Knall- nicht ich, einer der PhDs hat den Fermenter geschrottet.
16.00: Ok, fertig pipettiert (falls jemand mal Mengen zwischen 0,5 Mikroliter und 30 Mikroliter pipettiert, weiß er/sie/es, warum das so lange gedauert hat)
16.05: Rein in den Thermocycler
16.06: Däumchen drehen
16.50: Erstmal wieder raus aus dem Labor
17.00: Klavierspielen! Man kann sich nämlich die Klavierräume der Uni über’s Internet buchen- geilomagic, ein echtes Klavier und kein debiles Keyboard, wie das in meiner WG rumsteht…
17.01: Aaaah, ich kann GAR NICHTS mehr!
17.03: Und wer auch immer im Nachbarraum spielt (Schallisolierung sub-optimal), spielt asozial gut, *grr*
18.00: I’ll be back…
18.10: Zurück im Labor, Gel-Electrophorese vorbereiten
18.12: Agarose- Lösung gemicrowellt und gegossen
18.17: Fuck! Vergessen, den Kamm reinzustecken! D’oh! Egal.., vielleicht geht’s noch… naja…
18.18: Lösungen vorbereiten, Gesamtmenge pro Eppendorf- Tube: 6 Mikroliter, da macht das Pipettieren Spaß
18.45: Gel ist abgekühlt
18.46: Und jetzt mein Lieblingspart- die Lösungen ins Gel pipettieren *grummel*
18.47: Ok, die Sache mit dem Kamm war doch schlimmer als gedacht, egal, keinen Bock noch ‘ne halbe Stunde zu verschwenden
18.48: Electrophorese Start
18.49: Und wieder langweilen… Zeit für Spider Solitaire und ICQ- Gespame (sorry, Martin)
20.00: Electrophorese fertig, jetzt der ekelhafte Teil- das Gel in die Ethidium Bromid- Lösung transferieren (mmh, krebserregend)
20.10: Zeit für’s Abendessen, zur Abwechslung Chinesische Nudelsuppe mit Wan Tan und Pak Choi- yummy!
21.00: Gel unter UV und dokumentieren- ok, das Gel sieht ziemlich besch****n aus, naja, immerhin hat die PCR gut funktioniert
21.20: Zeit für ein Mango- Eis im Coffeeshop und ab in Wohnheim

Morgen allerdings muss ich *schon* um 9.30 im Labor sein… Und ab nächster Woche kann ich hoffentlich was besseres als Pipettieren für Fortsgeschrittene machen… chip-chip-chip!!!

Heute gehe ich früher schlafen! Gute Nacht!

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Monster

Adventures in HK, Part 5

Reader’s Digest Version, da zu faul, ich meine natürlich, zu beschäftigt, um mehr zu schreiben

1. yet another crushing defeat, 7:40 gegen ein rein-australisches Netball- Team, naja, wacker geschlagen und jedes Goal enthusiatisch gefeiert, wie sich das gehört *lol*
und danach: das Hot Pot- all you can eat- Massaker, 8 zarte Chinesinnen und ein robust gebauter gwaailo (also ich *g*), die innerhalb von 2 1/2 Stunden so viel Essen vertilgt haben, wie ich es noch nie erlebt habe (und ich war bei all you can eat- Sessions von Ruderern dabei!). Absolutely hardcore… ich habe nach der Hälfte aufgegeben, und wenn nicht am nächsten Tag Uni gewesen wäre, hätten wohl einige noch mehr gegessen- HILFE!
Um aus dem Über- Film “Absolute Giganten” zu zitieren: “Dreimal alles bitte!”
Zumal man bestellte, in dem man auf chinese-only Zetteln Nummern eintrug (i.e. 10x Fischbälle oder 2x fritierte Hühnerknorpel <— btw: nun ja, *interessant*)

2. Apropos Essen (Delling! Dringdring!), meine neuen Faves:
- Fanta Starfruit und Fanta Cucumber&Melon (bitte genau hinsehen, ja, das heißt Gurke UND Melone, dieses Getränk schmeckt zunächst nach Gurke und dann nach Melone, ultra-süss natürlich)
-Cube Vitamin Water Green Apple
Vitamin C + B6 + B12 + Calcium + Dietary Fibre + 100% pure green apple essence = Lotsa verve, lotsa bright smiles [sic!]
(wobei eigentlich die Lemon- Variante besser ist, nicht nur wegen der lotsa ringing laughter)
- Chinese Custard Apples (schmecken unreif wie Tannenzapfen und reif, äh, süß? Jedenfalls nicht nach Custard und Äpfeln, aber naja…)
- Wrigley’s Extra Blueberry, das leckerste Kaugummi der Welt
- Freitag: Free Food Day- erst Group Lunch mit Bergen von Chinesischem Essen (wichtige Lektion gelernt: nie, nie, nie alles aufessen bzw. Teller leer essen, das ist sehr unhöflich!) und dann Sandwiches (mit Kruste/Rand dran, tztztz, Britain ist auch nicht mehr das, was es mal war, o tempore, o mores!) beim British Council, wo ich- Achtung, Überleitung supreme-
… zu einem Vortrag von Prof. Kevin Warwick ( www.kevinwarwick.com )war, der eine *etwas* andere Art von Robotik als Zimmamän vermittelt. Und er ist evt. etwas insane, aber sehr unterhaltsam.
Zurück zum Essen: - Papayas und philipinische Mangos (kleiner, süsser und hundertmilliardenmal leckerer als alles, was sich in Deutschland Mango schimpft). Apropos Papaya (ja, es ist eine weitere Power- Überleitung), meine erste, auf dem Strassenmarkt gekaufte Papaya habe ich ausversehen in der Strassenbahn liegen gelassen, da ich von zwei Mormoninnen belabert wurde, die allerdings nicht versucht haben, mich zu bekehren (mal von einem Jesus- Flyer abgesehen, aber der ist wohl obligat), ich nehme an, ich hatte zu viele Einkaufstüten (fünf, eine riesige von HMV- noch 23 Stempel bis zur Bonus-CD - und dann noch so Zeugs, shopping, shopping, shopping). Jedenfalls war ich so irritiert, dass ich meine Station verpasste, was an sich kein Problem ist, da die Strassenbahn immer im Kreis fährt und man irgendwann wieder dort ist, wo man hin wollte, aber das kann *ein wenig* dauern. Daher also mein hastiges Aufspringen, und *schnief* meine wundervolle, duftende Papaya dreht wahrscheinlich immer noch ihre Runden (inzwischen verfault oder als Bombe identifiziert und gesprengt, who knows). Anyway *lol*@ Mormoninnen (Sister Parker und Sister Smith)- Pleased to meet you, hope you can guess my name…

3. (Ich glaube, ich hatte mal ‘ne Formatierung beabsichtigt… Absätze, wer braucht Absätze? Immerhin schreibe ich mit Punkt und Komma (und zu vielen () ;-) ) .) Also, drittens, DVD- Paradise:
As you probably know, ist das mit dem Copyright hier etwas anders als anderswo, und deshalb kann man hier auch bei HMV DVDs und VCDs kaufen, die “For sale in HK and Macao ONLY” sind, etwas *anderes* Englisch auf der Verpackung featuren und dafür nur 2- 4 Euro kosten. Falls einem das nun zu teuer ist, kann man ganz illegale Kopien erwerben, dafür muss man nur nach den Schildern mit Telefonnummern suchen, die neben kaputten DVD-Playern postiert sind (subtil!) und dann da anrufen, was ich aber noch nicht gemacht habe. Allerdings, wenn nicht bald die 2. Twin Peaks- Staffel auf DVD rauskommt, grrr, *fingernägel abkau*
Jedenfalls habe ich jetzt für weniger als meine monatlichen GEZ- Gebühren eine passable Filmsammlung- wenn man schon keinen Fernseher hat…

4. Oh, und gearbeitet habe ich jetzt auch… nur bevor ich nicht was vorzeigbares hinkriege, gibt’s dazu nichts neues. Und you don’t really want to know about the ultra-bad English papers I corrected… nicht, dass jemand in Ilmenau Englisch könnte, ich will jetzt gar nicht mörgeln, außerdem werde ich ja bezahlt *lol*
Faszinierend übrigens, dass Chinesen ganz andere Fehler im Englischen machen als Deutsche, was natürlich an der unterschiedlichen Grammatik liegt, aber trotzdem faszinierend.

5. Und noch was faszinierendes zum Abschluss:
Exportwirtschaft ist, wenn in Chinesischen Labors Deutsche Geräte verwendet werden, und in Deutschen Labors Chinesische Geräte.
For Christmas I want a cute, little Eppendorf Centrifuge… oh so gorgeous!

P.S.: Guckt bloß nicht alle Teile von Matrix am Stück, guckt stattdessen lieber “Fight back to school”- keine animierten Tintenfische, kein pseudophilosophisches Gelaber, ok, auch schlechte Schauspieler, aber trotzdem sehr *lol* und immerhin 7.2 Punkte auf www.imdb.com (gegen 6.5 für Matrix Revolutions).

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Monster

Adventures in HK, Part 5

Reader’s Digest Version, da zu faul, ich meine natürlich, zu beschäftigt, um mehr zu schreiben

1. yet another crushing defeat, 7:40 gegen ein rein-australisches Netball- Team, naja, wacker geschlagen und jedes Goal enthusiatisch gefeiert, wie sich das gehört *lol*
und danach: das Hot Pot- all you can eat- Massaker, 8 zarte Chinesinnen und ein robust gebauter gwaailo (also ich *g*), die innerhalb von 2 1/2 Stunden so viel Essen vertilgt haben, wie ich es noch nie erlebt habe (und ich war bei all you can eat- Sessions von Ruderern dabei!). Absolutely hardcore… ich habe nach der Hälfte aufgegeben, und wenn nicht am nächsten Tag Uni gewesen wäre, hätten wohl einige noch mehr gegessen- HILFE!
Um aus dem Über- Film “Absolute Giganten” zu zitieren: “Dreimal alles bitte!”
Zumal man bestellte, in dem man auf chinese-only Zetteln Nummern eintrug (i.e. 10x Fischbälle oder 2x fritierte Hühnerknorpel <— btw: nun ja, *interessant*)

2. Apropos Essen (Delling! Dringdring!), meine neuen Faves:
- Fanta Starfruit und Fanta Cucumber&Melon (bitte genau hinsehen, ja, das heißt Gurke UND Melone, dieses Getränk schmeckt zunächst nach Gurke und dann nach Melone, ultra-süss natürlich)
-Cube Vitamin Water Green Apple
Vitamin C + B6 + B12 + Calcium + Dietary Fibre + 100% pure green apple essence = Lotsa verve, lotsa bright smiles [sic!]
(wobei eigentlich die Lemon- Variante besser ist, nicht nur wegen der lotsa ringing laughter)
- Chinese Custard Apples (schmecken unreif wie Tannenzapfen und reif, äh, süß? Jedenfalls nicht nach Custard und Äpfeln, aber naja…)
- Wrigley’s Extra Blueberry, das leckerste Kaugummi der Welt
- Freitag: Free Food Day- erst Group Lunch mit Bergen von Chinesischem Essen (wichtige Lektion gelernt: nie, nie, nie alles aufessen bzw. Teller leer essen, das ist sehr unhöflich!) und dann Sandwiches (mit Kruste/Rand dran, tztztz, Britain ist auch nicht mehr das, was es mal war, o tempore, o mores!) beim British Council, wo ich- Achtung, Überleitung supreme-
… zu einem Vortrag von Prof. Kevin Warwick ( www.kevinwarwick.com )war, der eine *etwas* andere Art von Robotik als Zimmamän vermittelt. Und er ist evt. etwas insane, aber sehr unterhaltsam.
Zurück zum Essen: - Papayas und philipinische Mangos (kleiner, süsser und hundertmilliardenmal leckerer als alles, was sich in Deutschland Mango schimpft). Apropos Papaya (ja, es ist eine weitere Power- Überleitung), meine erste, auf dem Strassenmarkt gekaufte Papaya habe ich ausversehen in der Strassenbahn liegen gelassen, da ich von zwei Mormoninnen belabert wurde, die allerdings nicht versucht haben, mich zu bekehren (mal von einem Jesus- Flyer abgesehen, aber der ist wohl obligat), ich nehme an, ich hatte zu viele Einkaufstüten (fünf, eine riesige von HMV- noch 23 Stempel bis zur Bonus-CD - und dann noch so Zeugs, shopping, shopping, shopping). Jedenfalls war ich so irritiert, dass ich meine Station verpasste, was an sich kein Problem ist, da die Strassenbahn immer im Kreis fährt und man irgendwann wieder dort ist, wo man hin wollte, aber das kann *ein wenig* dauern. Daher also mein hastiges Aufspringen, und *schnief* meine wundervolle, duftende Papaya dreht wahrscheinlich immer noch ihre Runden (inzwischen verfault oder als Bombe identifiziert und gesprengt, who knows). Anyway *lol*@ Mormoninnen (Sister Parker und Sister Smith)- Pleased to meet you, hope you can guess my name…

3. (Ich glaube, ich hatte mal ‘ne Formatierung beabsichtigt… Absätze, wer braucht Absätze? Immerhin schreibe ich mit Punkt und Komma (und zu vielen () ;-) ) .) Also, drittens, DVD- Paradise:
As you probably know, ist das mit dem Copyright hier etwas anders als anderswo, und deshalb kann man hier auch bei HMV DVDs und VCDs kaufen, die “For sale in HK and Macao ONLY” sind, etwas *anderes* Englisch auf der Verpackung featuren und dafür nur 2- 4 Euro kosten. Falls einem das nun zu teuer ist, kann man ganz illegale Kopien erwerben, dafür muss man nur nach den Schildern mit Telefonnummern suchen, die neben kaputten DVD-Playern postiert sind (subtil!) und dann da anrufen, was ich aber noch nicht gemacht habe. Allerdings, wenn nicht bald die 2. Twin Peaks- Staffel auf DVD rauskommt, grrr, *fingernägel abkau*
Jedenfalls habe ich jetzt für weniger als meine monatlichen GEZ- Gebühren eine passable Filmsammlung- wenn man schon keinen Fernseher hat…

4. Oh, und gearbeitet habe ich jetzt auch… nur bevor ich nicht was vorzeigbares hinkriege, gibt’s dazu nichts neues. Und you don’t really want to know about the ultra-bad English papers I corrected… nicht, dass jemand in Ilmenau Englisch könnte, ich will jetzt gar nicht mörgeln, außerdem werde ich ja bezahlt *lol*
Faszinierend übrigens, dass Chinesen ganz andere Fehler im Englischen machen als Deutsche, was natürlich an der unterschiedlichen Grammatik liegt, aber trotzdem faszinierend.

5. Und noch was faszinierendes zum Abschluss:
Exportwirtschaft ist, wenn in Chinesischen Labors Deutsche Geräte verwendet werden, und in Deutschen Labors Chinesische Geräte.
For Christmas I want a cute, little Eppendorf Centrifuge… oh so gorgeous!

P.S.: Guckt bloß nicht alle Teile von Matrix am Stück, guckt stattdessen lieber “Fight back to school”- keine animierten Tintenfische, kein pseudophilosophisches Gelaber, ok, auch schlechte Schauspieler, aber trotzdem sehr *lol* und immerhin 7.2 Punkte auf www.imdb.com (gegen 6.5 für Matrix Revolutions).

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New Adventures in Hi-Fi

Adventures in HK, Part 4

For The Love Of The Game:
Gestern im HK Football Club gewesen (nein, nicht zum Fussball gucken, zum Netball spielen)- wow! Die letzte Bation des Britischen Empire, absolutely fabulous. Mit Indoor Lawn Bowl Platz. Ich war nahe davor hysterisch loszuschreien ” I can’t believe it! Ohmygod, ohmygod!” Mind- blowing. Und dann das UST- Team mit lauter schnatternde, kleine Chinesinnen und mir *lol* so-out-of-place und natürlich total chancenlos gegen 30 jährige Engländerinnen, die seit ewigen Zeiten Netball spielten, naja, wir haben immer eine zweistellige Punktzahl erreicht, irgendwie so 30:13 für den HK FC am Ende.
UST = FC St. Pauli der Hong Kong Open Netball League (allerdings kann man nicht absteigen, puh!)
Trotzdem fantastisch, und dann noch nachts durch Causeway Bay wandern- *hach* Großstädte sind doch was schönes…

Habe auch endlich meinen supervising Professor und meine komplette Arbeitsgruppe kennengelernt- das Mädchen, mit dem ich zusammenarbeiten werde, kommt aus der inneren Mongolei- how cool is that? Und ich kriege einen HiWi- Job als Korrekturleserin für Paper (i.e. Bad English Checker *lol*)
Apropos Englisch: ACHTUNG WAHL- AUSTRALIER: Gewöhnt euch bloss nicht diese australische Unsitte an, am Ende jedes Satzes (egal, ob Frage oder nicht) die Stimme hochzuziehen, ihr werdet das nie wieder los, bei mir wird das nur immer schlimmer *grr*
Jedenfalls wurde ich am Ende des Meetings mit ca. 10kg Büchern beladen, da ich diese Woche mal so eben schnell die Biochemie nachlernen kann (oder so).
Naja, morgen ist erstmal Extrem- Matrix- Session mit den anderen Exchange Students mit Animatrix, Matrix 1+2 und dann Matrix 3 im Kino. Yeah! Und am Donnerstag abend ist dann Ladies Night in Tsim Sha Tsui (oder TST, wie wir qwaailos sagen), mir schwahnt dann schon fürchterliches.

Goile Einkäufe:
- Doraemon- Sitzkissen für meinen Schreibtisch- Stuhl, den Zweit- Unbequemsten Stuhl der Welt (ohne Kissen, und wer jemals bei meinen Eltern in HH war, weiß, was der Unbequemste Stuhl der Welt ist *lol*)
- Superkitschiger Handy- Anhänger in Schmetterlingsform (blau-glitzend) passend zu meinem superkitschigen Schmetterlingshandy in perlmutt- blau
- Cube Vitamin Water Lemon
Vitamin C + B6 + B 12 + Calcium + Dietary Fibre + 100% pure lemon essence = Lotsa good health, Lotsa brilliance, Lotsa ringing laughter [sic!]

Und ich habe mehr Dim Sum gegessen! Es gibt nichts besseres… *lol*

Und meine erste Kantonesisch- Stunde war auch sehr *lol* zumal wir nur so sinnvolle Sachen wie “Gibt’s hier eine Toilette”, “Hä, was hast Du gesagt?” und “Das will ich nicht! Zu teuer” lernen. Und viel schwerer als die Umstellung von Spanisch nach Portugiesisch ist die Umstellung von Mandarin nach Kantonesisch auch nicht. Zumal Kantonesisch einfacher auszusprechen ist, ohne die ewigen zhi, shi, si, ci, qi, zi- Laute, dafür mit mh, ng, ngh etc. also Lauten, die eh schon in meinem Wortschatz vorhanden sind *lol* Also, vielleicht verstehe ich meine Mailbox am Ende der Zeit…

Hoú Hoú!

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Green

Adventures in HK, Part 3- Hiking auf Lantau

Mit vielen, “schönen” Bildern dokumentiert- jaja, Hong Kong hat eben nicht nur Hochhäuser, sondern auch richtig viel “Gegend”, wie man das so euphemistisch in Ilmenau ausdrückt (d.h. “Wie ist das Leben in Ilmenau denn so?”- “Oh, die GEGEND ist schön”)
Vor allem sind diese Berge verdammt steil. Muskelkater!!! Meine Beine= Schmerz. Außerdem habe ich immer noch einen Badminton- Arm von gestern. *lol* jaja, wenn so untrainierte, faule Säcke wie ich sich plötzlich mal bewegen… Also, die Berge auf Lantau sind sehr schön und man ist in einem Funkloch (zumindest ab und zu). Unfassbar! Und das, wo man doch hier selbst in der U-Bahn besten Empfang hat.
Aber das Beste ist natürlich, dass man dann von Gipfel aus auf’s Meer schauen kann… vorausgesetzt, der Smog ist nicht zu stark.

Erfolgserlebnis des Tages: Habe dank meiner lieben Mitbewohnerin meine Cantonese- only Mailbox gemeistert. *lol* Immerhin hatte ich richtig verstanden, dass ich irgendwas mit drei (san) drücken sollte. Allerdings nicht die Taste “3″, sondern 3 Ziffern. Da hätte ich ja noch etwas länger probieren können… Aber nun habe ich’s kapiert! Yeah!

Dubiose Sachen in der Suppe in der Mensa heute (leckere Suppe, echt! Das Mensaessen ist so gut hier! Aber das hatte ich schon erwähnt, aber diese Suppe, die es zum Essen immer dazu gibt ist etwas seltsam): Feigen, Mandeln, Schwammpilze, süß- schmeckende Würstchen- Keine Innereien, danke!!!

Ich kriege schon wieder Hunger…*g* Zeit, schlafen zu gehen…

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Reveal

Adventures in HK, Part 2- The Sports Issue

- Netball gespielt (Merke: Das ist ein Non- Contact- Sport, und im Gegensatz zu Australien hält man sich hier auch dran… Jürgen Kohler- Erinnerungs- Verteidigen ist also ein absolutes No- No. *hüstel* ich habe mich wie ein schottischer Fussball- Nationalspieler in der EM- Quali gefühlt… Ob damit dann auch die Kontrolle der Fingernägel wegfällt? Das war nämlich wirklich wichtig bei Spielen in Australien, wobei man mit kurzen Fingernägeln auch gut kratzen kann, aber egal… außerdem wichtig, das “I’ve GOT to tape my ankles”- Ritual, bei dem die Fussgelenke mit massenweise Tape umwickelt wurden, was irgendwie ziemlich sinnlos war, nevermind.)
Ach ja, und ich bin die einzige Nicht- Chinesin im Team *lol* Vor allem sprechen alle Kantonesisch, so dass ich wirklich gar nicht verstehe bis auch lalalalalalalalalaladefenselalalalalalalaattacklalalalalala oder so *lol* Naja, zumindest bis 10 zählen habe ich heute gelernt. Oh, und Montag abend ist das erste Spiel in Causeway Bay! Hoffentlich kein Ascheplatz, sonst sind meine Knie hin (da ich tendeziell eher Ollleeee Kahn- Style zum Ball gehe).

- Gleich geht’s zum Badminton, wo ich bitter, bitter, bitter verlieren werde, naja, was soll’s. —> Merke: ich betätige mich sportlich, ganz im Sinne der Uni, denn “The HKUST believes in total education”, ok, so I believe in total football (you know, like the way the Dutch played during the 70s, not, that they, like, you know, won any tournament, but…)… Klingt aber trotzdem sehr seltsam, das mit der totalen Erziehung, zumindest für Deutsche?

- Wo wir gerade vom Fussball sprechen (Delling! Dringdring!)
1. mit meinem Mobile kam eine VCD mit ausgewählten Szenen der Asia- Tour des Liverpool FC, sehr *lol*
2. Quest for today: einen Pub finden, in dem heute nacht live football läuft (denn mit 7 Stunden Zeitverschiebung laufen die Spiele hier so gegen 11 Uhr abends *freu*)

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