Archiv für Januar, 2004

sinnlos 2004

Meine Mutter glaubt, ich würde zu viel arbeiten. *lol* Um diese unberechtigten Vorwürfe zu zerstreuen, hier das, was ich heute produktives geschrieben habe, zwischen “mit meinem scheinbar total unterbeschäftigten Supervisor schnacken”, “11Freunde lesen” und “debile PowerPoint Animationen ausprobieren”.
(btw: nein, sie liest das hier nicht, das war nur eine Einleitung…)
Args, es ist wirklich völlig unmöglich für mich, auch nur einmal einen komplett ernsthaften Text (bzw. ppt- Präsentation) zu erstellen. Spätestens nach zwei Seiten driftet das in totalen Schwachsinn ab (siehe auch Studienarbeit). Nun ja, um diesen “Kreativkräften” (*ähem*) freien Lauf zu lassen, also folgender Text:

Dies ist ein Liebeslied

Meine geliebte schwarze Fleece-Jacke!

Ich weiß noch ganz genau, wie wir uns das erste Mal begegneten. Es war im September 2000, etwa der 12. Es war Sonnabend Mittag und das H&M im AEZ war voll wie immer. Ich brauchte noch etwas wärmendes für meine anstehende Schottlandreise und Du hingst direkt links am Eingang im 1. Stock. Du strahltest mich mit Deinem schwarzen Reißverschluss an und ich konnte gar nicht anders, als Dich zur Kasse zu tragen. Es war Liebe auf den ersten Blick.
Unsere Beziehung wurde schon früh auf die Probe gestellt. Du erinnerst Dich sicher an das Smashing Pumpkins- Konzert (18.9.2000) in der Alsterdorfer Sporthalle, wo Du mich erst bei ca. 10°C ca. 6 Stunden lang warm gehalten hast und Dich dann panisch an mich geklammert hast, um ja nicht im Moshpit verloren zu gehen. Die ca. 100 Leute, die sich an Dir festklammerten, bevor sie von den Ordnern rausgezogen wurden, hast Du still ertragen (ganz im Gegensatz zu meinem Nacken, der immer noch rummotzt).
Unvergessen auch das Fish&Chips-Essen am Hafen von Mallaig bei 13°C. In Deiner Tasche mein MD-Player mit Catatonia. Vor uns das weite Meer und die Isle of Skye. Über uns die Sonne und ein paar Möwen. Von keiner Menschenseele eine Spur, nicht mal von Bonnie Prince Charlie. Doch was haben wir uns dann erschreckt, als jäh eine Thüringer Reisegruppe (aus Apolda genauer gesagt) auftauchte, die nach Bräteln krähte. Trotzdem hast Du es Thüringen nicht übel genommen, nein, ganz im Gegenteil, treu hast Du mich auf meinen Wegen in Ilmenau begleitet.
Bei fast allen Konzerten warst Du dabei, immer in der ersten Reihe und ohne Anzeichen von Müdigkeit. Dreck und Schmutz haben Dich nie sonderlich gestört. Ich bin doch bei 40°C waschbar, hast Du immer gesagt, und natürlich hattest Du recht.
Besonders dankbar bin ich Dir auch immer noch für den 2.12.2002, als Du mich beim Spiel St. Pauli- Karlsruhe, auf das ich gar nicht vorbereitet war (siehe Tagebucheintrag), vor dem sicheren Erfrieren gerettet hast.
Auch nicht zu vergessen unsere Spanien/Portugalreise. Was wäre ich in Bilbao ohne Dich gewesen. Kalt, definitiv. Und im Zug nach Barcelona hast Du mir als Kopfkissen gedient. Im Zug nach Lisboa als Decke. In Madrid sind wir gemeinsam zu Fuß den schier unendlichen Weg vom Bernabeu- Stadion zurück zum Hotel gepilgert, weil für 70.000 Menschen leider nur ein einziger Bus fuhr. Und an der Atlantikküste warst Du sowohl Sonnenschutz als auch Picknickdecke. Was ich in Porto ohne Dich gemacht hätte, will ich mir gar nicht ausmalen (wahrscheinlich hätte ich mir etwas kaufen müssen, wie schrecklich!).
Und jetzt hältst Du mich in Hong Kong warm. Tag für Tag in meinem ungeheizten Büro. Auf zugigen Schiffen. Überall dort, wo die Klimaanlagen mal wieder zu kalt eingestellt sind (d.h. überall).
Und dafür kann ich Dir nur von ganzem Herzen danken.

Deine C.

Dieser Text befindet sich zusammen mit noch viel größerem Mist (Studienarbeit Beta-Version) in meinem Ordner “My insane Geschreibsel”. Warum kann ich bloß so was in 30 Minuten runterschreiben, brauche aber für eine LabView-Programm-Doku ca. 3 Tage? D’oh!

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Ni dong ma?

[Verstehst Du? - Darauf den Satz, den ich am aller-überzeugesten auf Chinesisch sagen kann: Bu dong! Nein, ich verstehe nichts. *g*]

Dieses zu Ehren der Sprachverwirrungen, die jetzt in meiner WG herrschen, nachdem heute die neue Mitbewohnerin eingetroffen ist, die zwar aus Guangdong (Kanton) kommt und daher eigentlich Kantonesisch können müsste, allerdings erst vor 7 Jahren dorthin gezogen ist und daher kein Kantonesisch sprechen kann (das macht mir ja sehr große Hoffnungen, diese Sprache jemals zu lernen). Schade nur, dass meine andere Mitbewohnerin noch schlechter Mandarin als ich kann, so dass jetzt alle Englisch sprechen müssen *lol* Juhu! Was für ein Chaos.

Praktischerweise gerät auch alles andere irgendwie ausser Kontrolle. Angefangen damit, dass ich gestern irgendwie sinnlos bis 4 Uhr wach war (verdammter iPod *g*), nicht weil ich nicht schlafen konnte, sondern weil ich die Zeit vergessen hatte (?) . Kleinkind- Style, wenn Mami nicht ruft, dann geh’ ich auch nicht ins Bett, bääh. Ich bin nicht müde *gähn* *lol*
Dann heute morgen erstmal diesen tollen neuen Wurm im Briefkasten gefunden, dann eine Nachricht, dass irgendwelche Unix- Server über Nacht abgeschmiert seien bzw. seit Stunden repariert würden oder was auch immer. Schön. Völlig verpennt zur Arbeit gelaufen. Innerhalb der ersten 30 Minuten zweimal vor’m Computer eingepennt. Da es aber immer noch so eisig-kalt ist und ja nirgendwo auch nur ansatzweise geheizt wird, hatte ich recht bald so kalte Füsse (trotz 2 Paar dicker Socken), dass ich nicht mehr schlafen konnte. Irgendwie durch den Tag gequält, Kaffee sei dank. Dann eine Mail gekriegt, die das einzig wichtige Lab- Experiment von Mittwoch auf Donnerstag verschob. Dann eine Mail bekommen, das sei ganz gecancelt, weil die wichtigste Person bis auf unbestimmt krank sei. Dann eine Mail bekommen, dass das super-wichtige Meeting heute kurzfristig wegen einwöchiger Japan-”Forschungs”-Reise ausfallen würde (Last Minute- Urlaub, I presume). Dann im Treppenhaus auf-und-ab gelaufen, um meine Füsse aufzuwärmen. Umgeknickt. Zurückgehumpelt. Früh (d.h. um 20 Uhr, nachdem ich um 11 Uhr angefangen habe zu arbeiten)Feierabend gemacht. Mir vorgenommen, heute mal vor Mitternacht schlafen zu gehen. Harhar.

Musikalische Abwechslung: David Bowie kommt nach HK (scheinbar muss man ein Mindestalter haben, um hier aufzutreten, oder zu mindest “old beyond the years” sein, so wie Starsailor). Mal sehen, wie teuer die Karten sind.

Mitternächtliche Vermutung: “Radio#1″ von Air klingt wie “Attack #1″, der japanische (also eher atakku oder so) Themesong von Mila Superstar, dieser super-tollen 70er Jahre Volleyball- Animeserie. *lol* jaja, und die Ostereier bringt der Weihnachtsmann.

Apropos Ostern: Habe mch breitschlagen lassen, ein Osterfest für meine Arbeitsgruppe auszurichten. Äh, ja… Ostereier suchen auf dem Sportplatz? Immerhin macht es nichts, wenn man die nicht gleich findet, man kann die immer noch als schwarze Eier weiterverwenden…
MUSSJETZTSCHLAFENGEHENMUSSJETZTSCHLAFENGEHEN *args*

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me monkey

Liebes Tagebuch,

Nun bin ich auch endlich im neuen Jahr angekommen, und diesmal ohne Probleme (mal abgesehen davon, dass es saukalt ist). Ich bin doch nicht in die Tropen geflohen (und der tägliche Blick auf die Asienkarte beweist es immer wieder, ich BIN in den Tropen), um hier 13°C und Nieselregen zu erleben. Das kann ich ja nun auch wirklich in Deutschland haben. Und da gibt es zumindest Heizungen und Isolierglas und Glühwein (dem ich ja eigentlich abgeschworen hatte, aber so langsam…). Motzmotzmotz… angeblich der kälteste Winter seit 50 Jahren, was für eine Freude. Nach meinem Australien- Highlight mit Regen in der Wüste (einmal in 10 Jahren, toll, könnte ich stattdessen im Lotto gewinnen? Ok, dazu müsste ich erstmal Lotto spielen, aber trotzdem..) wieder ein Wetterwunder, das echt überflüssig ist.
Aber es ist ja nicht alles schlecht, es hat immerhin während des Feuerwerks aufgehört zu regnen, und beim Fussball (FUSSBALL!!! FUSSBALL!!! *lol*) schien die Sonne. Und Fussballgucken in der Kälte kenne ich ja nur zu gut- sei es Frieren im Menschen-leeren C-Rang beim HSV oder Boden-unter-den-Füssen-Wegtauen in der Nordkurve bei Pauli.

Aber nun von vorn. Vier freie Tage, an denen die Geschäfte geschlossen (!!!) hatten (also, alle bis auf die 24h-Läden natürlich und die Geschäfte, die offen hatten, aber das waren nicht so viele), so dass ich folgendes gemacht habe:

1. zum Fussball gepilgert: Nach Causeway Bay zum Hong Kong Stadium, um mein Idol Bora “Toupet” Milutinovic zu bewundern und der Frage nachzugehen, ob Hong Kong am 31.3. eine Chance gegen PR China hat (äh, vielleicht). Bedauerlicherweise (? sehr freundlich heute wieder, tztz) sieht Bora in Wirklichkeit gar nicht so grotesk aus wie auf den Fotos. Sehr ungewohnt: kaum Polizei auf dem Weg zum Stadion, und wenn, nur welche zur Verkehrsregelung, niemand mit Schlagstöcken oder Schilden, keine Wasserwerfer… so geht’s auch? Andererseits habe ich auch noch nie so friedliche Fans (möchte fast sagen, desinteressierte Fans) gesehen. Nur beim ersten Spiel HKs gegen Honduras merkte man überhaupt, welches die Gastmannschaft war. Beim zweiten Spiel gegen Schweden waren die größeren Sympathien für Schweden, was auch daran lag, dass die HK Mannschaft ungefähr so gut wie St. Pauli in der letzten Saison spielt, d.h. jede erdenkliche Gelegenheit, mal wieder den Ball zum Gegner zu spielen, wurde genutzt und vor dem Tor wurde konsequent jede noch so sichere Chance versiebt (Stichwort: aus 5m Entfernung drüber, aargh). Immerhin fielen dadurch viele Tore, auch schön. Und die Schweden hatten ja auch nach der 0:3 Klatsche gegen Norwegen (das beste Spiel, was ich seit langem gesehen habe, aber nun ja, das letzte Spiel, was ich live gesehen habe, war Hertha BSC- SC Freiburg 0:0 “Fussball ist Leiden”) was gut zu machen. Souvenirs: Hunderte Digi- Fotos, aufblasbare Knallstäbe (oder wie man das beschrieben kann, offizieller Name ist laut Packung “Pong Bong Sticks”, was ziemlich aussagekräftig ist), Stadionzeitung (die hauptsächlich zum Papierflieger-Basteln genutzt wurde *lol*), HK Trikot und eine elegante Carlsberg- Einkaufstüte, die sehr gut zu meinen nicht-vorhandenen flaschengrünen Jaguar passt, äh, nein. Jedenfalls danke ich der HKFA von ganzem Herzen für dieses wunderbare Turnier, wie habe ich es vermisst, an einem sonnigen Nachmittag in einer Menschenmenge zum Stadion zu pilgern. btw: Es gab keine Bratwürste, aber dafür McDonald’s, KFC und ca. 5 weitere Fast Food-”Outlets” (freier Markt auch hier *lol*). Bier gab es nur von Carlsberg und sogar in 1 Liter Jugs, die allerdings eher spärlich gekauft wurden. Im Gegensatz zu Japan wird hier echt wenig Alkohol getrunken.
Und ich habe 20 Seiten Notizen, die ich eigentlich in einen Spielbericht verwandeln wollte, vielleicht morgen (harhar); ich komme diese Woche eh nicht ins Labor, da meine komplette Arbeitsgruppe im Urlaub ist, das einzige Meeting gecancelt wurde und irgendwie alles gerade so in der Luft hängt. Jedenfalls liegt dieses Projekt zusammen mit meinem unvollständigen Essay “Wieviel ist gutes Design wert- Mein iPod und ich” irgendwo auf meiner Festplatte rum.

2. Meilenstein erreicht: Endlich über 1000 DigiCam- Fotos gemacht. *brav* Flo lacht sich wahrscheinlich halb tot bei dieser lächerlich kleinen Zahl. *nach Brasilien rüberwink*

3. Feuerwerk von einem Boot aus betrachtet: Dank meiner Netball- Connections )(*lol* dämlicher Ausdruck) durfte ich mich unter die Biochemistry-Students mischen und das legendäre Feuerwerk über dem Hafen betrachten, was in der Tat sehr beeindruckend war. Ich sach mal, Mario Kart 64, Rainbow Road, aber ca. 40 Minuten lang. Sehr psychedelisch, auch ohne Alkohol oder andere böse Drogen. Aber noch viel besser war danach mit einigen Leuten in einem winzigen Restaurant großartige Süßspeisen zu essen, Sesamsuppe, Reisnudeln mit Erdnuss- Pflaumensauce, Reisbällchen (a.k.a. Laser Rice Balls, wie mir “erklärt” wurde, begriffen habe ich es nicht, egal) *hach* Und Kwun Tong nachts im Regen mit den ganzen Garküchen- willkommen bei Bladerunner. Wenn am Nebentisch Harrison Ford gesessen hätte, hätte ich mich auch nicht gewundert. An dieser Stelle: Bitte dringend das Buch lesen, das ist noch viel besser als der Film!

4. geschlafen: äh, uninteressant

5. die Stimmung in der Stadt genossen: Für zwei Tage war alles so ruhig und entspannt, richtig weihnachtlich (d.h. so wie es an Weihnachten sein sollte, nicht wie es an Weihnachten dann tatsächlich ist). Lauter Kinder in typisch chinesischer Kleidung (was man sonst nicht so sieht), Massen von Menschen mit Geschenken und alles geschmückt. Sehr spirituelle Stimmung (kann man das so sagen? Jedenfalls das Gefühl, dass das, was gefeiert wird wichtig ist, richtig ist, Halt gibt, Hoffnung gibt und sich für einen winzigen Moment die Welt etwas langsamer dreht, man weiß, wo man hingehört, auch wenn nicht wirklich dazu gehört. “… und ich weiß, was für ein Wetter über der Stadt lag, in der Nacht, in der wir nicht wussten vorher wir kommen, wohin wir gehen, die Schönheit der Chance, dass wie unser Leben lieben, so schwer es auch ist…”, sowas in der Art.)

6. doch noch was gekauft: Nämlich den NME und Love is Hell Pt. 1 und 2 von Ryan Adams, da HMV nach zwei Tagen dann doch wieder offen hatte… Auf der verzweifelten Suche nach Musik “to save my soul”, weil keine der CDs, die ich eigentlich haben wollte, bisher in HK veröffentlicht wurden (i.e. Air, Franz Ferdinand, The Coral…) und auch ansonsten ich nichts fand, was mein Indie- Herz erfreute (ich vermisse die Plattenläden HHs), so dass ich endlich meine eh völlig unbegründeten Bedenken Ryan Adams gegenüber ablegte (hängt irgendwie mit zu hohen Erwartungen an “Demolition” zusammen, immerhin nicht “Democrazy”). Gute Entscheidung, Selbstmitleid für alle und meine Seele gerettet (und am nächsten Tag war ja auch wieder Fussball).

7. extreme Late Night- Wäsche washing: nachdem ich zu viel Zeit im ICQ verdaddelt hatte, fiel mir um ca. 3 Uhr morgens ein, dass ich ja noch Wäsche waschen wollte. Vorteil: Um diese Uhrzeit sind fast alle Waschmaschinen leer (Betonung liegt auf “fast”). Nachteil: Die Wachleute gucken komisch, wenn man mit einer großen Tasche um die Blöcke schleicht.

Was fehlt mir noch zu meinem Glück (außer einem großem Coffee Mocha, of course, und/oder mehr Schlaf)? Feine Tanzmusik abseits von Trance und Hip-Hop (tolle Kombi *lol*), also alles, was man “indie” schimpfen könnte. Und: Meine Gebete wurden erhört, nach 2 Monaten(!!!) endlich wieder ein Party dieser Art in HK. Ja, die Musikszene in HK ist “etwas” einseitig… nichts gegen Hip-Hop oder Techno, aber trotzdem…

Und jetzt werde ich 11Freunde lesen, da mir Martin (dankedankedanke, dankedankedanke, dankedankedanke) ein paar Ausgaben geschickt hat. Schlafen? Vielleicht morgen. Ist auch erst 2 Uhr.

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Shuffle Mode

Aaargh, warum sehen bloß alle Europäer hier gleich aus, zumindest von hinten? D’oh! Sehr peinliche Verwechslung heute: Ich dachte, ich würde den SMCP- lesenden Typen kennen, der auf “meinem” Platz mit “meiner” Zeitung im Cafe saß, nun ja, nachdem ich ihn mit den Worten “Hi Jan, how come that you always sit on MY seat reading MY newspaper when I come to the cafe? And I bet you got the last chocolate muffin again, too!” begrüßte hatte, stellte sich heraus, dass ich mich geirrt hatte, und der Typ auch nicht kapierte, dass diese Begrüßung ironisch gemeint war. Schade. Stattdessen fiel es ihm sichtlich schwer, seine Wut über meine Ansprüche zu verbergen: “So you think this is your newspaper, well, I tell you what, this is for everyone in the cafe… And as you can see I’m eating a sandwich, not a muffin” Like, d’oh, dude, I know. S-o-r-r-y. Aargh. Nun, nach vielen Entschuldigungen meinerseits war er dann so genervt, dass er sein Sandwich nahm und ging, so dass ich Platz und Zeitung hatte. *lol* Was lernen wir daraus? Nichts.

Und aus der Serie “Industrie- Abfälle als Nahrungsmittel” heute: Wrigley’s Extra Winterfresh- schmeckt nicht nur wie Fensterreiniger, sondern hat auch diese appetitliche hellblau- grelle Farbe. Yum yum!

Talking of cold dishes (das ist mal ein Übergang, harhar, das ist schon jenseits von Delling und co.)- Kill, kill, kill: Warum nur bloß verschiebt sich der Release- Termin von Kill Bill 2 um zwei Monate? (<– Rhetorische Frage) Nein!!! Es ist schon schlimm genug, auf den zweiten Teil der Twin Peaks- DVD Edition zu warten (die wohl nie rauskommt *verzweifel*), aber jetzt auch noch das.
*nägelkau* I need a sword…

Immerhin ist die Luftverschmutzung heute nur LOW, jawohl, LOW!!! *freudentanz* Breathe!!! Danke, Regen.
Wenn jetzt noch irgendwie in der Uni geheizt würde, so dass ich nicht die ganze Zeit mit dicker Jacke rumsitze müsste, wäre es echt perfekt. *bibber* Draußen 10°C und drinnen 11°C, oder so. Wenn zumindest mehr Leute im Büro wären…

Und Mega- Highlight: Bora Milutinovic, der tollste Fussball- Trainer der Welt (bei jeder WM wieder ein Highlight, 2002 mit China, 1998 mit Nigeria, und zuvor auch eigentlich immer mit ‘ner anderen Mannschaft am Start, nur das Hammer-Über- Mega- Toupet ist immer dabei) weilt momentan für den Carlsberg Cup mit Honduras in der Stadt. Falls irgendjemandem dieses Weltereignis entgangen ist, dabei handelt es sich um ein 4 “Länder”- Turnier mit Norwegen, Schweden, Honduras und Hong Kong, dessen Bedeutung man gar nicht überbewerten kann. Man erinnere schließlich an das legendäre Schottland- Hong Kong Spiel, was lange Zeit das einzige Spiel war, dass McBerti mit den Schotten gewonnen hatte. Und da die Karten ermäßigt nur 8 Euro kosten (fast wie bei Pauli und die Spielqualität und das Wetter sind ähnlich), bin ich sehr am Überlegen, mir das anzugucken. *lol* Entzugserscheinungen? Aber nicht doch… Ansonsten 31.3. Hong Kong vs. China World Cup 2006 Quali!!! Das wird bestimmt super.

Und an der Konzertfront gibt’s auch neues (aber mehr aus der Reihe “so verzweifelt bin ich dann doch nicht”): Korn spielen in HK *lol* und Brian Ferry und The Pretenders. Passender Song dazu “Bought For A Song” von Fountains of Wayne. *lol*
Das Album ist doch besser, als ich dachte- trotz der abschreckenden Grammy- Nominierung. “Bright Future in Sales” ist angesichts der ganzen, sehr anstrengenden MBA- Studenten hier auch sehr aufbauend.

Back to LabView…

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…schneuzfest

Kleiner Tip vorab an alle Paranoia- Groupies: Die Trendgrippe totally hip’n'new from Vietnam heißt H5N1 und ist -falls sie denn nun richtig ausbrechen sollte, bislang nur von Hühnern zu Menschen übertragen- bestimmt ungefähr 10mal schlimmer als SARS und aaargh, run run run, Panik!!! *lol*

Und mit diesem erfreulichen Einstieg gleich zur Erkenntnis der Woche: Warum Tempo der Marktführer bei Taschentüchern in HK ist- weil nämlich alle (zumindest alle, die ich bisher getestet habe) anderen Taschentücher nicht schneuzfest sind. Mmh, lecker, Rotz und Schnodder an den Händen.

Und es ist so verdammt kalt hier, args. (Nein, eigentlich ist Ilmenauer Standardwetter, 11°C und Regen, aber ich habe ja auch schon bei 18°C gefroren).Und meine Klimaanlage suckt total, von wegen “warmer”, eher weniger kalt. *bibber* Erstmal einen elektrischen Heizlüfter gekauft, der gleichzeitig auch mal endlich mein Zimmer etwas trocknen kann, denn das einzige, was hier momentan tropisch ist, ist die Luftfeuchtigkeit. Zurecht eine Cold Weather Warning vom HK Observatory (die immer bei Temperaturen unter 13°C ausgegeben wird):
“As Hong Kong is being affected by a cold winter monsoon,
people are advised to put on warm clothes and be aware of
low body temperature due to the cold weather.”
Richtig so, schließlich habe ich mich die ganze Zeit gefragt, warum ich in meinem Bikini so friere… der deutsche Wetterdienst sollte diese Warnung auch ausgeben.
Und was auch wichtig ist, bei Regen Schilder mit “Wet Surface” aufstellen. Genauso wie im 7. Stock Zettel ans Fenster zu kleben mit “Do not climb out- Construction site below”- d.h. wenn diese Bauarbeiten nicht wären, dürfte ich?

Immerhin, Hong Kong im Regen sieht noch mehr nach Bladerunner aus als ohnehin schon. Mong Kok im Speziellen. Wobei sich wieder die Hamburger OpenAir- Weisheit bestätigt, dass große Menschenmengen und Regenschirme eine sehr ungünstige Kombination bilden. Zumindest ist es in den ShoppingMalls trocken…

Totaler Computer Mall Overkill gestern, auf der Suche nach einem pinken Soft Case für meinen iPod (Hymnen folgen). Ich war in der Videogame- Mall (*lol* gefälschte Gameboy- Spiele), der eigentlich- nur- noch-Porno- und- ganz- wenig- Computerzeugs- Mall, der wow- ist- das -hier- sauber- Mall, der keine- Ahnung- was- hier- verkauft- wird- denn- vor- lauter- Menschen- sehe- ich- nichts- Mall und der total- abgewrackt- aber- super- Mall. Faszinierend, was es für Computergehäuse gibt, ich würde da innerhalb von 5 Sekunden einen Nervenzusammenbruch bekommen, aber man kann sich ja eins passend zum psychopathischen Xmas- Tree kaufen. blinkblinkbleepbleep…

Und da ja bei solchem bedrückendem Wetter die beste Ablenkung ein netter Film ist, habe ich endlich “Requiem for a Dream” gesehen, was im Nachhinein vielleicht nicht sooo ‘ne gute Idee war (obwohl 6 Minuten rausgeschnitten waren, laut imdb). Zumindest sollte man diesen Film nicht alleine gucken. Sehr guter Film, anyway. Habe mir danach vorgenommen, nur noch moralisch- wertvolle, gewalt-, drogen- und sex- freie Familienfilme zu kaufen/gucken, was genau 12 Stunden gehalten hat, da ich am nächsten Tag Battle Royale und Happiness gekauft habe. Ah, 3 Euro DVDs, ick liebe dir.
Battle Royale habe ich noch gesehen, da ich mich frage, ob ich erst Reservoir Dogs, dann Battle Royale und dann Kill Bill 1 sehen sollte, oder erst Battle Royale und dann Reservoir Dogs und Kill Bill. Hm… Habe zumindest endlich Zeit dazu, da diese Woche ist ja endlich CNY (Chinese new year) ist, und ich somit ein sehr langes Wochenende habe.

CNY ist auch deshalb sehr schön, weil meine verschollenen geglaubte Mitbewohnerin wieder aufgetaucht ist, die Wohnung geputzt hat und wieder verschwunden ist. Brav. Etwas verstörend nur, dass sie behauptet, beim Putzen “rote Würmer” (nein, keine rote Bohnenpaste…) gefunden zu haben, die ich allerdings für Fusseln meiner roten Frottee- Hausschuhe halte. *lol*

Und jetzt muss ich mich wieder meiner unmöglichen Aufgabe widmen, eine interessante Präsentation über ein LabView- Programm zu halten. Da ich mich aber an meinem Idol Prof. W. orientieren werde, dürfte mir das nicht schwerfallen… *lol*Wenn ich mich bloß an diese LabView- Klausur erinnern könnte, selten so einen Filmriss gehabt.

now playing: Relaxed Muscle- A heavy night with…
Die beste Musik zum PowerPoint- Basteln.

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Einwurf

Dass Manchester United so erfolgreich in Asien ist, liegt nicht nur an David Beckham (der ja auch nun auch bei Real Madrid ist), sondern an den Farben des Vereinswappens. Nämlich rot- gold wie die chinesischen Glückfarben. Deshalb sieht man hier auch so häufig AS Roma- Trikots (ohne echte Idol- Spieler), denn auch AS hat rot- gold (oder gelb, meinetwegen).
Und wenn man wie 1860 München blau als Farbe hat, dann kann man noch so viele Chinesische Spieler kaufen, das wird nichts mit dem asiatischen Markt. Bayern München ist da mit roten Trikots schon besser dabei, und deshalb habe ich hier auch schon Stuttgart Trikots gesehen.

Ah, wieder ein Mysterium gelöst. Vielleicht sollte ich doch Unternehmensberatung machen?

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MyMobileSoft

[Diese Kolumne ist aus aktuellem Anlass, und ohne dass ich noch mal darauf Bezug nehmen würde, David Seaman, dem brilliantesten englischen Torwart gewidmet.]

Unproduktiver Tag heute. Deshalb noch was…

1. Ich habe Goodbye, Lenin im Kino gesehen (auf deutsch mit chinesisch/englischen Untertiteln). Dieser Film läuft nämlich seit zwei Monaten hier, mit großen Erfolg, das Kino war jedenfalls ausverkauft. Und das Publikum bestand zu 1/3 aus Gwaailos (anscheinend aber niemand außer mir, der Deutsch verstand, den Lachern nach zu schließen) und zu 2/3 aus HK Chinesen. Er-s-taunlich, wie man in HH zu sagen pflegt, oder vielleicht auch wieder nicht, da es ja doch einige zeitgeschichtliche Ähnlichkeiten zwischen HK/China und Deutschland gibt. Nur halt in anders. Und diese brilliante Formulierung ist dann auch genau der Grund, warum an dieser Stelle nicht mein ungeschriebenes, unausgegorenes Essay zum Thema “How the West was won and where it got us” folgt. Jedenfalls ist es interessant zu beobachten, dass sich die Ossi- Wessi- Konflikte sich hier genauso finden lassen zwischen HK Chinesen und Mainland Chinesen (vor allem solchen, die kein Kantonesisch können). Schon daran zu erkennen, ob jemand Hong Kong S.A.R. oder Hong Kong, P.R. China schreibt.

2. Ich habe das “no bags, PLEASE!!!”- Projekt gestartet, um mein ökologisches Gewissen zumindest etwas zu beruhigen. Man bekommt ja pro Einkauf im Supermarkt ca. 2 bis 6 Plastiktüten (mein Rekord waren mal 11, HILFE!!!), und soviel Verpackungen kann man gar nicht wegschmeißen (obwohl man schon sehr viele Verpackungen zum Wegschmeißen hat), dass man die ganzen Tüten als Mülltüten aufbrauchen kann. Jedenfalls habe ich schon zweimal erfolgreich meine Einkäufe in meinen Rucksack verstauen dürfen, unter dem schockierten Blick der Kassiererin und der Kunden hinter mir in der Schlange. Dabei gibt’s sogar ein paar Cent Rabatt *lol*

3. Apropos Ökologisches Gewissen(Delling! Delling!): Es wird gerade wieder saukalt hier. Brr, 15°C. Und am Wochenende soll es sogar nur 12°C (zurecht als COLD im Wetterbericht gekennzeichnet, mit coolem (*dring* Wortspielkasse) Symbol http://www.weather.gov.hk/contente.htm ). Hilfe! Bisher habe ich meine Klimaanlage noch nicht eingeschaltet, aber noch ‘ne Lage Kleidung geht echt nicht mehr. Und mit Handschuhen tippt es sich so schlecht. Und die ganze Zeit im Labor rumhängen muss auch nicht sein. Der Poll ist also noch offen…

3. Apropos Labor (jajaja… diese Überleitungen): meine Arbeitszeiten verschieben sich immer mehr gen Nacht. Momentan: Arbeitsbeginn 10.30 Uhr morgens, Arbeitsende 10.30 Uhr abends, mit Mittagessen und Abendessen, versteht sich. Allerdings kommt vor 10 Uhr höchstens die Laborantin ins Labor, und der Rest kommt irgendwann später. Sehr angenehm!!! Wie soll ich bloss je wieder mit 7 Uhr morgens zurecht kommen? <– Vorausgesetzt, dass das jemals der Fall war, harhar.

4. Ah, und das Thema Essen: noch was ungenießbares *lol*
Getrocknete Salzpflaumen mit Essig und Zucker, dass sind mindestens zwei Geschmackseindrücke zu viel. Also, normale Pflaumen, in Salzlake eingelegt, dann getrocknet, dann mit Essig bepinselt und dann mit Zucker bestreut. Naja, immerhin die Konsistenz ist o.k. *lol*
Aber sehr lecker: Wheatgrass- Aloe Vera- Drink, wenn man erstmal die Verpackung aufbekommen hat (nach ca. 5 Minuten brutalster Gewalt)

5. iPod- Update: Bin immer noch am Überlegen… warum gibt’s den 40GB nicht in bunt? Args, das ist doch der einzige, den ich kaufen würde, die anderen sind definitiv zu klein. Andererseits kann man für das Geld sehr viele CDs kaufen (fast 2 Bonuskarten bei HMV voll!)… wie schön, dass ich so schwerwiegende Probleme habe.

6. Website der Woche: http://trifon.cska.net/ für Fans des in einem früheren Eintrag bereits erwähnten, hässlichsten Fussballspielers der Welt Trifon Ivanov (neben Ronaldinho, versteht sich). Mmh, Goldketten, Brustbehaarung und dann dieses Gesicht, für das “Hackfresse” noch zu nett ist. Und ja, ich leide unter Fussball- Entzug.

Und warum schreibe ich so einen Schrott? Weil ich seit ca. einer Stunde Dauerwelle vs. Minipli in der Dauerschleife höre *lol*
’nuff said.

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Good Appetite!

[ja, ich weiß, dass das falsches Englisch ist, das ist - Achtung- ironisch gemeint]

Liebes Tagebuch!

Ich hatte mir ja echt vorgenommen, alles zu essen, was mir hier so serviert wird (von den berühmten civet cats und Ratten mal abgesehen), denn an sich halte ich die chinesische Einstellung für richtig, dass man, wenn man schon Tiere schlachtet und isst, dann auch alles essen sollte und nicht nur das Filet. Und, liebes Tagebuch, ich habe mich auch echt bemüht, ich meine, ich habe Hühnermagen, Hühnerfüße, fritierte Hühnerknorpel, Reis mit Rinderblut, diverse andere inneren Organe (Niere, Lunge, Leber, Mägen <– Rind, deshalb Plural) und dubiose Fettstücke gegessen, ohne mich zu beschweren. Nein, im Gegenteil, ich habe mich gefreut, dass ich meine Anatomie- Kenntnisse sinnvoll anwenden konnte (Frage: Darf das in den Praktikumsbericht?). Aber gestern mittag war dann doch echt zu viel des Guten: Mein Essen bestand nur aus Rinder- Aorta (i.e. Herzschlagader) und einem Stückchen Herz (mit einer Herzklappe, dreizipflig). Uargs. Von der Konsistenz sind Blutgefäße auch nicht viel anders als total schlecht zubereiteter Tintenfisch (i.e. Gummistiefel) und Stäbchen eignen sich total gut zum Sezieren, aber wenn man schon von chinesischen Freunden (allerdings nicht aus Guangdong oder Hong Kong) mit sehr angeekeltem Blick gefragt wird “You are REALLY eating that?”, nun ja. Jedenfalls war mir noch Stunden später davon schlecht. Hätte man das nicht zerhacken und als Dim Sum servieren können? Oder zumindest die Gefäße aufschneiden können anstatt sie als Röhrenstücke zu servieren?

Um beim Thema zu bleiben, neben den civet cats wurde jetzt auch der Verzehr von Ratten in Guangdong verboten. Ansonsten ist nichts weiter von SARS zu vermelden, niemand trägt Atemmasken und die Überraschung hält sich sehr in Grenzen *hüstel* Ich habe kaum einen Artikel dazu in der SCMP gelesen, der nicht voller Sarkasmus war. Ah, die Freuden einer Britischen Ex- Kolonie.

Oh, und: Mein Netball- Team hat- Wunder, oh, Wunder- die letzten beiden Spiele gewonnen. Das letzte denkbar knapp mit 19:18 mit einem absoluten B- Team, weil sich nämlich die Hälfte des Teams spontan dafür entschied, nach Korea zum Skifahren zu fliegen (ohne irgendwem Bescheid zu sagen *lol*). Schade nur, dass darunter auch unser Team Captain war, die sich normalerweise um die Team- Klamotten (diese beknackten Netball- Röckchen und die Lätzchen mit den Positionen) kümmert.
Mangels Röcken spielten dann alle in hot pants (die man gewöhnlicherweise unter diesen Röcken trägt, da man sonst die Unterhose sieht- ja, Netball ist ein sehr beliebter spectator sport bei Hormon- gebeutelten männlichen Teenagern);und meine persönliche Theorie ist, dass wir gewonnen haben, weil das andere Team von unserem Ablick so irritiert war- insbesondere von meinem, ich hätte das der Welt ja gerne erspart, das sah bestimmt widerwärtiger aus als die oben beschriebenen Aorta- Stückchen. Nun ja, was tut man nicht alles um zu gewinnen. *lol*

Oh, und Lab News: Ich habe ein Experiment, was von anderen Leuten seit einem Monat erfolglos durchgeführt wurde, beim ersten Versuch erfolgreich hinbekommen, indem ich einfach mal der Anleitung gefolgt bin. *lol* Ein typischer Fall von “read the fucking manual”

Oh, und ich darf Anfang Februar allen beibringen, wie man LabView (aaaah…) benutzt. Wie schön.

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…noch 20 Tage

…bis zum “richtigen” Neujahr… mit “richtigem” Feuerwerk’n’stuff, denn Sylvester war doch eher mau (nun ja, warum auch zweimal so’n Aufwand treiben). Aber angesichts meines Neujahrs- Fun (siehe vorherigen Eintrag) ist ein zweiter Versuch vielleicht ganz gut :-)

News- Stuff:

Bin gut aus Sichuan zurückgekommen. Gesammelte Erkenntnisse:
1. Der Lonely Planet China braucht dringend ein Update und neigt zu Übertreibungen.
2. Es ist einfacher, auf Strassenmärkten zu essen als in Restaurants, wenn man nicht so richtig Chinesisch kann.
3. Die Chinesischen Zahlen- Handzeichen sind sehr hilfreich. Sehr sehr.
4. Ebenso schauspielerisches Talent.
5. Chengdu ist mit Abstand die nebligste Stadt, in der ich je war. Und es war wirklich (zum Teil) Nebel, was man merkte, als selbiger sich lichtete und der Smog übrig blieb.
6. Pandabären sind wirklich in jeder Hinsicht von der Natur benachteiligt worden. Die Vermehrungschancen liegen wahrscheinlich noch unter denen eines typischen Ilmenauer Informatikers/ Maschinenbauers/ Mechatroniker… nur baut niemand für diese Menschen Reservate, oder doch? Hm… wenn ich genau drüber nachdenke…
7. Sichuan ist im Winter nicht gerade von westlichen Touristen überlaufen: insgesamt 30 habe ich in 8 Tage gesehen.
8. Sichuan= Chili ist definitiv wahr. Juhu!!!!
9. Chili rules!!!
10. Sehr lustig: an einer Chinese- only- Sightseeing- Tour teilnehmen. Dazu siehe auch 3. und 4.
11. Der Weihnachtsterror in Chengdu war doch deutlich geringer.
12. Ich habe noch nie so viele Mobiltelefone gesehen. So habe ich mir immer den Goldrausch am Klondike vorgestellt.
13. Schrecklichstes Reiseerlebnis: unvermittelt mit Modern Talking bedröhnt zu werden
14. Bestes Reiseerlebnis: den Himalaya vom Flugzeug aus sehen- jetzt weiss ich, was diese ganzen Leute in Tibet und Nepal wollen.
15. Collected Reisehits (ohne Modern Talking):
- Belle & Sebastian: Dear Catastrophe Waitress
- The Cooper Temple Clause: CCTV (da das Chinesische Staatsfernsehen auch CCTV abgekürzt wird, sehr irritierend)
- R.E.M.: Gardening at Night (keine Idee, warum, aber ich hatte einen ganzen Tag davon einen Ohrwurm, well, whatever, nevermind)
- Q Special Edition: 1001 Best Songs Ever, ein schamloses iPod- Werbeheft (btw: Ich brauche ganz, ganz dringend einen iPod *args* Gehirnwäsche- Hilfe, ich bin Gadget- abhängig! Gibt’s dazu ‘ne Talkshow? Ich glaube, ich muss mal mit Beckmann reden)
16. Weihnachts- TV- Highlight: Die Filme zu Maos 110. Geburtstag (26.12.). Allesamt extreme *lol* Ostalgie, anyone?

Ach ja, und dieser SARS- Mist (ich hätte es echt nicht beschreien sollen) führte dazu, dass mehrfach meine Körpertemperatur gescannt wurde. Sehr schön, dieser erlöse Stempel “Körpertemperatur unter 37.5°C” auf dem VR China- Ausreiseformular. Und dann diese semi- spacigen Thermoscans in HK. Nur warum hat mich der Health- Official- Typ in HK nach einer Contact- Number in Germany gefragt? Hä? Hallo, ich werde frühstens Ende April nach Deutschland zurückkehren. Well, whatever, again.

Nachtrag zu Weihnachten: Wenn man dieses Fest einfach ignoriert, sind die Weihnachtstage echt entspannend. Und wenn man nur für sich selber Geschenke kauft, ist auch das nicht stressig (btw: Bonusstempel bei HMV erfolgreich gefüllt- yeah!), zumindest wenn man sein Geld hauptsächlich in CDs investiert *lol* Ja, ich bin der Traum aller Musikkonzerne. btw: Ich weiß nicht, was das für ein Klebstoff ist, der zum Kleben der Pet Shop Boys PopArt- Box verwendet wurde, aber das Zeug riecht echt gut. Fast schon allein deswegen hat sich der Kauf gelohnt *g*

Rock on! (um einen Delling zu produzieren, hätte ich jetzt Pop on! schreiben können, aber das klingt irgendwie etwas, erm, seltsam)

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