Und dabei wohne ich doch in der Fußgängerzone! *lol* Huuuuuuuuuuuuuuup!
Archiv für Juni, 2006
Neues von den Nachbarn
Irgendwer hier scheint in einer Grunz-Metal-Band zu singen, anders sind die Geräusche in der Verlängerung nicht zu erklären. Vielleicht ist mein Lieblingsnachbar deswegen so taub. Hm…
Im Übrigen: Einen neuen Satz Nerven, bitte! Und Beckmann weg. Der Ösi-Kommentator war auch dämlich, aber immerhin hat er “Coooarnaä” statt “Ecke” gesagt.
English for Runaways
Das automatische Übersetzer Spaß machen, ist ja schon länger bekannt. Dass Leute die ernsthaft benutzen, um Blogs zu lesen, ist mir neu, aber das Dashboard lügt (wohl) nicht. Und es finden sich echte Perlen wie hier:
A note to the meal: In true refectory Style contained everyone of the mad dose courts the same red Sauce with bits. No matter whether Currywursttopf or Hamburg ones with potatoes were. I would have carried Tabasco forward nevertheless!
“mad dose courts” sind übrigens “tolle Dosengerichte”. Yummy! Vielleicht sollte ich mir das zusammen mit einem Bild vom Fleischklößchentopf auf ein T-Shirt drucken lassen…
Hurricane-Bericht Teil 1: Das Drumherum
Zu einem wirklich legendären Festival gehört, dass der Abschluß so überragend großartig und wahnsinnig ist, dass er in der Erinnerung alles andere verblassen lässt. So wie zum Beispiel der Auftritt von Primal Scream bei V-Festival 2004 oder Radiohead beim Hurricane 2003.
Und wahnsinnig waren Platzregen und Gewitter am Sonntag Abend auf jeden Fall. Obwohl Muse das wohl auch gewesen wären. Die Kombination von beidem wäre wahrscheinlich “sublime” und damit unfassbar gewesen. “Apocalypse Please”, aber hallo! Matt Bellamy hätte sich z.B. wie Kaiser Nero auf einen Hügel (ok, in der Lüneburger Heide gibt es keine Hügel, aber jetzt mal theoretisch) stellen können, und das Inferno mit Harfenklängen untermalen. So gab’s dann nur die Flucht durch knietiefe Pfützen ins trockene Zelt (aus der Reihe: Investitionen, die sich gelohnt haben), wo man dann den Menschen lauschen konnte, die draußen durch den “See” stapften. Gemütlich, wenn auch etwas bizarr.
Wunderschön anzusehen war auch das anziehende Gewitter, dass zunächst den Horizont erleuchtete (und das von einigen für die “Within Temptation”-Bühnenshow gehalten wurde), dann innerhalb von vielleicht 15 Minuten zum dem Gelände wanderte und dort auch hängen blieb. Kleine Kalkulation: Wenn der Blitz jetzt in den Soundturm einschlägt und die Spannung durch die Eisenstäbe zum mit Wasser bedeckten Boden leitet, wieviel Volt leitet dann das Wasser zu mir weiter? Egal. Viel wichtiger sind Fragen wie: Wann schwimmen die Dixies? Und wieso habe ich kein Kanu dabei? Im Nachhinein sehr amüsant, obwohl es mir wahnsinnig leid für meine Schwester tut, die nur wegen Muse da war. Auch dass mein Handy jetzt einen Wasserschaden hat und merkwürdiges Zeug macht, ist blöd, aber mein Fehler: Zum Hurricane eine nur halb-wasserfeste Tasche mit zunehmen ist schwer fahrlässig. (Das Gleiche gilt für Leute mit nicht-so-richtig regenfesten Zelten: Hallo, das ist das Hurricane! Es regnet immer!). Glücklicherweise sind die Euro-Scheine nicht so leicht wasserlöslich. Und glücklicherweise hatte ich “Gravity’s Rainbow” dabei, was hervorragend zum Trocknen des Papier-Gedings aus meinem Portemonnaie eignete. Schade nur, dass ich die Rückfahrkarte in den 700-something Seiten nicht mehr wieder fand und deswegen vor dem Schaffner in Hamburg-Harburg fliehen musste. Naja, wozu gibt’s die S3. Und da der Bahnhof unterirdisch ist, wird man beim Warten auf die S-Bahn auch nicht mit dem Anblick Harburgs belästigt. Beim Auspacken war die Karte natürlich das erste, was mir in die Hände fiel. War ja klar. Trotzdem: Lieber mit der überfüllten Bahn gefahren als mit dem Auto im Matsch steckengeblieben.
Eine Anmerkung zum Essen: Im true Mensa-Style enthielt jedes der tollen Dosengerichte die gleiche rote Sauce mit Stückchen. Egal, ob es Currywursttopf oder Hamburger mit Kartoffeln waren. Hätte ich doch Tabasco mitgenommen!
Ansonsten war es dieses Jahr recht friedlich und ruhig (im Vergleich zu den Vorjahren), auch wenn die Anzahl der Gag-T-Shirts enorm hoch war. Die lustigen Hüte wurden meist nur zum Deutschland-Spiel rausgeholt, das viel leiser als befürchtet gefeiert wurde, was wahrscheinlich an der Kombination aus Hitze und Bier (Beck’s! *schauder*) lag.
Und im nächsten Post geht es dann endlich um die Musik…
Entscheidung abgenommen
Die Lightning Seeds haben spontan beim Hurricane abgesagt und werden durch "Die Ohrbooten" ersetzt, die schon einen so beschissenen Namen haben, dass ich mich leichten Herzens für Maximo Park zur selben Zeit entscheiden kann. Und jetzt geht's los, schalalala!
Festival-Cuisine Deluxe
Nur gutes Zeug für 12,45 Euro bei Aldi:
Aus der Kategorie "5-Minuten-Terrine"-Klon:
2x Pasta Tomate Mozzarella
1x Huhn-Nudel-Eintopf
1x Asia-Nudel-Eintopf
Aus der Kategorie "Fast ewig haltbares Zeug in Aluschalen" von der vielversprechenden Marke "Schlemmer-Zeit":
1x Currywursttopf mit Spirelli-Nudeln
1x 2 Hamburger mit Kartoffeln
1x 3 Geflügel-Sticks mit Curry-Reis
Dazu noch "Fleischbällchen-Topf Tomate-Nudel" mit 200g Fleischbällchen (!!!), Instant-Buchstabensuppe, Instant-Hühnersuppe mit Nudeln, Toastbrot, Müsli-Riegel, H-Milch, Wasser und 4 Klon-Bifis (es waren mal 6, aber ich hatte Hunger…). Ein bisschen habe ich mich ja doch geschämt beim Einkaufen. Jetzt muss das ganze Zeug nur noch eingepackt werden und es kann losgehen.
Juhu! Hurricane, ich komme!
WM-Notizen und ähnliches
1. Reinhold Beckmanns Abmoderation aus dem Berliner Olympiastadion erinnerte stark an Bob Ross’ Geseier über “happy little trees in a happy little world”. Warum blendet ORF1 auch so früh ab, dass ich umschalte.
2. Mein Lieblings-Nachbar ist außer Haus, und es ist still. Unglaublich.
3. Dafür telefoniert natürlich die Frau vom Lieblings-Nachbarn. “Ja, ja, hm. Oh ja”
4. Das erste Auto-Korso meldet sich.
5. Ich weiß immer noch nicht, ob ich lieber England-Schweden sehen oder “Die blaue Grenze” oder doch schon nach Hamburg fahren sollte.
6. Die meisten Besucher ergooglen meinen Blog mit “Fernando Torres girlfriend”. Warum? Ich habe keine Ahnung. Ist die irgendwie nackig, so wie die von Luis Figo?
7. Irgendwie hatte ich bei dem Geheimfavoriten-Post zu wenig über Frankreich geschimpft. Also, merde! Alternde Stars und Fabian “Butterfinger” Barthez. Hahaha!
8. Möchte jemand einen Arne Friedrich-Hanuta-Sticker? Ich habe ungefähr 10 davon. Dang! Und dann auch noch ein Hertha-Spieler.
9. Neues Line-Up fürs Hurricane: Pale statt Snow Patrol (oh toll, deutschen Jammer-Indie für britischen Jammer-Indie) und Eagles Of Death Metal statt Coheed & Cambria. Turbonegro hatten wohl kurzfristig keine Zeit.
10. Äh, vergessen.
Gardening At Night
War ja klar: Sobald ich meine Balkonpflanzen endlich mal wieder gegossen habe, fängt es zum ersten Mal seit Tagen an zu regnen…
(Guter R.E.M. Song übrigens, Gardening At Night. Vor allem, weil der Text unverständlich ist und die Produktion so schön lo-fi. Mmh, Chronic Town als Einschlafmusik.)
Juhu! Gewitter! Noch besser!
Fanpost
Mein Fundstück des Tages: Fanpost ans Kaufland, geschrieben von Bernd aus Limburg, Elvira aus Duisburg und anderen. Ein Traum in Schwachsinnigkeit, insbesondere wenn man häufiger mal einen Kaufland-Supermarkt besucht (momentan der einzige Supermarkt hier mit Hanuta 12er Packs mit Team-Stickern) und die Realität kennt.
Kurze Notiz an mich selber
Nie wieder Mayonnaise mit Five-Spices-Gewürz kombinieren und dann Fischstäbchen reintunken. Nicht lecker, obwohl Mayonnaise und Fischstäbchen und Fisch und Five-Spices jeweils sehr lecker sind.
Auch nur so semi-lecker: Glasnudeln al dente.




