Archiv für September, 2006

Musik-Nerd Freude des Tages

Nach dem Sparklehorse-Desaster nach Hause getrottet, Briefkasten geöffnet und meine Spearmint-Bestellung gefunden. Hurra! Am Montag in Großbritannien bestellt (beim Label, richtig indie), am Freitag bei mir in Deutschland, das ist mal schnell. Da kann ich es noch weniger begreifen, dass Zeitschriften im Allgemeinen um die 10 Tage für dieselbe Strecke brauchen.

Jedenfalls bin ich jetzt im Besitz des neuen Spearmint-Albums, drei bunten 7″ Singles, des Akustik-Albums von der Mini-Deutschland-Tour und noch einer weiteren Single. Hach, wie fein. “My Girlfriend Is A Killer”, yippie!

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Musiknerd-Tragik des Tages

Kontostand begutachtet, zwischen dem Kauf von Essen oder Musik geschwankt, für das neue Sparklehorse (die Band, die nun gar nicht so klingt, wie der Name vermuten lässt)-Album und ein Wochenende mit Spaghetti mit Tomatensauce und Reis mit “Stuff” entschieden und freudig in der örtlichen Laden gelaufen.  Alles unter “S” mehrfach durchwühlt (bis auf “Deutscher Schlager” und “Weltmusik”, vielleicht war das ein Fehler?) und nichts gefunden. Wääääh. Aus Protest auch keine Lebensmittel gekauft.

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Oh Nein! Maskottchen!

Die Europameisterschaft 2008 naht und endlich sind auch die Maskottchen bekannt gegeben worden. Und sie sind hässlich! Hurra! Zwar mit Hose, aber ansonsten sehr bizarr. Die sehen aus, als hätten sich die beiden Pickel-Fratzen von 1974 im Lager Spheriks-Masken (diese Dinger von 2002) entdeckt und die übergezogen. Vielleicht war aber auch ein schlechtes Wortspiel mit “Haaren” und “Bergen” geplant. Jedenfalls haben die beiden (die entweder “Zagi und Zigi”, “Flitz und Bitz” oder “Trix und Flix” heißen werden, warum nicht “Sepp und Blatter” oder “Ue und Fa”?) schon viele neue Freunde. Selbst Andreas Herzog findet sie richtig schön.

Gut gemacht!

Mein Lieblingsbild, weil es so viele bizarre Details enthält.

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Relaunch

Überraschung des Tages: Der Rewe heißt in Wirklichkeit die Rewe. Äh? Shocking. Und dank des neuen Corporate Designs tragen die Kassierinnen jetzt weite, rote Rewe-T-Shirts. Außerdem springen vor dem Laden übermotivierte junge Männer rum (auch in Rewe-Shirts), die einem einen Eimer Äpfel andrehen wollen (gegen Geld natürlich), obwohl doch jeder weiß, dass man davon 50% wegschmeißen kann. Da hilft auch die billige Schlager-Untermalung nicht. Außerdem gibt es 250g Butter für 50 Cent, was sämtliche Menschen vor mir an der Kasse zu Hamsterkäufen animierte. Aber was macht man bloß mit 1,5 kg Butter? Brioche mit Buttercreme-Füllung?

Ich hingegen habe erstmal Gurken-Kimchi auf dem Balkon aufgesetzt. Meine Nachbarn freuen sich bestimmt schon. Die Sonnenblume, die ich zum Beschweren auf die Schüssel gestellt habe, lebt allerdings noch. Ich bin sehr gespannt, angeblich soll das Zeug schon morgen “reif” sein, aber ich warte wegen der Knoblauch-Mengen lieber bis zum Wochenende. Außerdem kann ich dann auf die musikalischen Ausbrüche meines Nachbarn mit einer Kimchi-Duftwolke antworten. Hoffentlich steht der Wind dann richtig.

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Schwerer Rückfall

Ich bin wieder Sudoku-abhängig. 10 Monate “clean” gewesen, doch jetzt wieder voll “druff”. 5 Stück pro Tag, sonst werde ich zitterig und bekomme Entzugserscheinungen. Wenn ich also E-Mails nicht beantworte oder im ICQ vor mich hin schweige, dann liegt das daran, dass ich gerade wieder ein Sudoku-Rätsel lösen muss.

Verdammt, warum muss auch bei “Dr. Kawashimas Gehirntraining” Sudoku enthalten sein. Args. Immerhin: Heute zum ersten Mal beim Alterstest 30 von 30 Wörtern gemerkt. Hurra!

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Mein Wochenende ‘n’ Stuff

1. Website des Tages: gepaeck.lufthansa.com
Fast so schön wie Pakete tracken. Nur wo ist denn jetzt meine Tasche?

2. Ekelerregendester Anblick des Jahres: Mann Mitte 50, mit Jeans-Hotpants und Tennissocken in den Sandalen UND einem XXL-Achselshirt, unter dem der Bauch hervorquoll. Noch ekliger als nackt. Auch hardcore: 3 Thüringer Touristen, bei denen man leider wegen der Fettmassen nicht mehr erkennen konnte, ob es Männer oder Frauen waren, natürlich mit Radlerhose und gigantischem weißen T-Shirt gekleidet. In dieser Hinsicht ist Winter doch angenehmer.

3. Horror pur: Wenn AIDA-Clubschiff-Touristen in den Ort einfallen. Da kann man nur schnell in eine dunkle Bar flüchten und sich betrinken. Oder halt leiden und sich wünschen, man würde jetzt in einer dunkler Bar sitzen.

4. Ganz fein: Hubschrauber-Flüge. Jetzt beneide ich Beckenbauer noch ein kleines bisschen mehr.

5. Überhaupt total beneidenswert: Mittelmeerländer, in denen einfach so leckere Tomaten, tolle Kräuter und Oliven überall wachsen. Mal Artischoken auf dem Markt kaufen können, wie wäre das schön. Und dazu richtige, echte Tomaten mit Geschmack und so.

6. Und die Sonne und das Meer, das allerdings auch AIDA-Clubschiffe ranbringt, was wiederum sehr unerfreulich ist.

7. Dude, wo ist mein Parkplatz? Warum wurde der weggebaggert, als ich nicht da war?

Update: Meine Tasche ist wieder da! Hurra! Frankfurt-München-Erfurt, warum auch nicht.

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Erkenntnis des Abends: Streifenhörnchen-Frisuren sind der offizielle Vokuhila-Nachfolger.

Schönster österreichischer Fußball-Ausdruck des Abends: Einser-Leiberl

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Happy! Little! Trees!

OMG!!!! Bob Ross bei youtube!!! Und so viele verschiedene Bilder! Wegen der Beschreibung (”Bob Ross paints water and trees. A shocking departure from his usual paintings!“) und der Tags (bob ross happy little trees) meine Lieblingsclips: Bob malt Shadows’n'Trees (dreiteilig).

Über A shocking departure from his usual paintings! könnte ich noch stundenlang lachen.

Even trees need friend! Happy little trees!

Auch ganz groß: Bob malt eine radioaktive Wolke. Unabsichtlich natürlich.

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Test Pattern

1. Das wäre fast ein Eintrag nur über meine Verletzungen vom Bügel-Marathon am Wochenende geworden, aber das kam mir dann doch zu armselig vor. Puh! Nochmal Glück gehabt. Das will doch niemand lesen. Deswegen nur das Fazit: Der Griff meines Bügeleisen ist nicht ergonomisch geformt und nach einigen Stunden scheuert man sich die Handinnenfläche rot (im Bordelski-Übertreibungs-Sprech: Blutblase!). Außerdem sind Bügelbretter zu niedrig! Rückenschmerzen galore.

2. Dringend notwendig: Die Ü-Ei-Figuren-Serie “Nervige Nachbarn” mit Superschlager-Siggi, Telefonterror-Trude, Akkordion-Axel, Kiffer-Klaus und anderen Figuren.

3. Sehr fein: Nightmare Before Christmas als 3D-Bilder. Rot-Cyan-Brille auf die Glozzn und los! (Mit Dank an Herrn F. für die Entdeckung)

4. Warum sehe ich eigentlich auf jedem neuen Personalausweisbild jünger aus als auf dem vorherigen? Und was haben die bloß mit dem ursprünglichen Bild gemacht? Ich sehe aus, als hätte ich kaum Haare. Bizarr.

5. “The Body, The Blood, The Machine” von den Thermals ist übrigens ein sehr, sehr gutes Album, nicht mehr ganz so auf die Fresse wie die beiden Alben davor, dafür mit super Texten und dem phänomenalen Song “Test Pattern”.

6. Außerdem bin ich etwas sauer, dass Hertha BSC nicht wie von mir prognostiziert 0:6 gegen Darmstadt verloren hat, sondern unfairerweise sogar 1:0 gewonnen hat. Menno!

7. Und dann frage ich mich noch, was aus dem Handwerker geworden ist, der den halben Morgen “Die Scheiße funktioniert immer noch nicht” durch’s Haus krakeelt hat. Funktioniert’s jetzt? Oder erstmal ‘ne Bratwurst gezogen?

8. Faszinierende Erkenntnis des Tages: Das Wort “krakeelen”, dessen Schreibweise ich im Duden nachschlagen musste (*hüstel*), kommt vom französischen Wort “Craquelé” und bezeichnet eigentlich Haarrisse in der Glasur von Porzellan. Nutzloses Halbwissen deluxe!

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Platten-Ticker: Cerys Matthews - Never Said Goodbye

Platten-Tickern ist wohl die einzig gute Erfindung des ansonsten unlesbaren Spex-Forums. Funktioniert wie das Tickern eines Fußball-Spiels, und hier mal in abgewandelter Form nicht als Thread, sondern als Eintrag. Das Album habe ich jetzt schon zweimal gehört, konnte mir da bisher aber keine rechte Meinung bilden. Deswegen mein erster Ticker-Versuch, here we go:

Minute 1: Streets Of New York fängt mit mit einer seltsamen Orgel an. Dann Gitarre, Schlagzeug. Sonst nichts.
Minute 2: Endlich Gesang. Cerys gleich zweistimmig. Erinnert irgendwie an “Arabian Derby” vom letzten Catatonia-Album. Oder an “Apple Core”.

Minute 3: Hm. Der Chorus geht irgendwie nicht so recht ins Ohr. Aber die Stimme ist wie immer toll. “I want to rescue everything”. Die Hammond-Orgel klingt nach Richard von der Schulenburg (RvdS im folgenden Text), das passt eher nicht so.

Minute 4: Die Hammond-Orgel schweigt endlich. Hätte komplett fehlen können. Der Teil mit “Now when smoke lingers I won’t forget” ist sehr schön.

Minute 5: Der Chorus x-mal und Ende. Dann Lied 2- A Bird In The Hand. Schön pluckeriger Anfang.

Minute 6: Erinnert an das Titellied von Dawson’s Creek. Besonders der Chorus.

Minute 7: Ja, dieser Song schreit geradezu nach einer Teenie-Serie.

Minute 8: Sehr hübsch und wesentlich eingängiger als der erste Song. Die Harmonien erinnern an Catatonia. Schöne Akustik-Gitarre.

Minute 9: Song 3 - Oxygen. Ich hätte jetzt gern etwas Banjo vom letzten Album, gibt’s aber nicht. Dafür ein bisschen elektronisches Gewaber. Klingt aber stärker als die vorherigen Songs nach dem ersten Solo-Album.

Minute 10: Ui. Jetzt wird’s laut. Sie singt was von “fuel”. Catania-Assoziationen, again.
Minute 11: Oh, meine zweitliebste Cerys-Stimm-Pose, die betrunkene Cerys. Oh, Bläser. Und jetzt wieder “ah-ah-ah”-Chöre, die müssen wohl auf jeden Lied drauf.

Minute 12: Noch mehr Bläser. Weniger ist mehr war wohl nicht gerade die Devise. Jetzt so komisch abgehackte Background-Vocals, klingt als würde die Platte springen. Soll aber so.
Minute 13: Ui. Jetzt geht’s aber ab. Cerys ist sauer. Und abrupter Stop. Dann Lied 4- Open Roads, die erste Single. Nur Akustik-Gitarre.

Minute 14: Schon wieder RvdS-Orgel und Geigen. Hm. Hübsches Lied. Sehr traurig. Schlagzeug setzt ein. Und aus diesem Lied stammt also auch der Titel der Platte.

Minute 15: Guter Text. Gefällt mir bisher am Besten. Die Streicher sind etwas überflüssig.

Minute 16: Fast ein bisschen überproduziert, aber natürlich nichts im Vergleich zu Starsailor. Klingt live bestimmt total anders. Der Schluss wieder nur mit Akustik-Gitarre.

Minute 17: Das ist echt besser, nur so akustisch. Jetzt This endless rain, Song 5. Passt heute ausnahmsweise nicht zum Wetter. Klavier-Intro, fein.

Minute 18: Sehr langes Intro. Stimme zum Dahinschmelzen.

Minute 19: Endlich mal reduzierte Instrumentierung. Danke. Toller mehrstimmiger Gesang. Und jetzt Streicher, die passen sogar.

Minute 20: Oh, das Klavier hat eben eine sehr schöne Verzierung gespielt. Jetzt so Schellengeklimper und “uh-oh”-Chöre.  Es regnet überall.

Minute 21: Pling- und Ende. Der nächste Song Blue Light Alarm beginnt mit Glockenspiel.

Minute 22: Stimme mehr gehaucht als vorher. Klingt ein wenig nach “Bulimic Beats” mit Glockenspiel statt Harfe und nicht ganz so sparsamer Instrumentierung.

Minute 23: Stimme scheint mehr über dem Song zu schweben. Und wieder Streicher. Die Bridge ist wunderbar. “Hits me like a hurricane” ruft leider unpassenderweise die Scorpions ins Gedächtnis.
Minute 24: Oh,jetzt Chöre wie bei The Polyphonic Spree.

Minute 25: Der Schluss wieder in reduzierter Form. Bisher ist das immer das Beste an allen Liedern gewesen. Jetzt Morning Sunshine. Sehr Catatonia-mäßig.

Minute 26: “The darkest hour comes before the sunrise” ist leider sehr klischeehaft. Aber die Instrumentierung ist endgültig bei The Polyphonic Spree angekommen, was zu diesem Lied prima passt.

Minute 27: Ach, das ist eins der Lieder mit Gruff Rhys von Super Furry Animals, das erklärt warum, es mich an “Receptacle For The Respectable” erinnert. Tolles Lied. Bisheriges Highlight. Jetzt ein leicht schräges Klavier zu Beginn von Seed Song, Lied 8.

Minute 28: Klingt ein wenig nach Cabaret-Musik oder Muse light.

Minute 29: Und jetzt nach Phoenix. Tanzbar, beschwingt, soulig. Jetzt passt auch mal die RvdS-Orgel.

Minute 30: Viel besser als das aktuelle Phoenix-Album (file under: Indie-Enttäuschungen 2006). Oh, jetzt Rhythmuswechsel. Doch nicht komplett tanzbar.

Minute 31: Jetzt Harfe! Ich will endlich mal Banjo! Kommt aber nicht. Jetzt wieder der Phoenix-Teil. Phoenix meets Muse, gesungen von Cerys Matthews. Spitze! Da interessiert der etwas triviale Text nicht mehr.
Minute 32: Chöre, ganz viel Zeug, ein bisschen zu viel, Fade Out. Jetzt wieder “ehrlicher” Rock mit What Kind Of Man, Lied 9.

Minute 33: Die Stimme ist schön nach vorne gemischt und Cerys singt ihr Seele aus dem Leib. Ich mag Rockröhren-Cerys, auch wenn sie dann immer ein wenig an Bonnie Tyler erinnert.

Minute 34: Und schon vorbei. Jetzt wieder etwas elektro-pluckerig-ruhiger mit Lied 10 Ruby. Schlagzeug erinnert an die Smashing Pumpkins.

Minute 35: Auch dieses Lied besteht aus mindestens zwei Teilen. Eher drei. Zum Teil sehr eingängig, aber irgendwie zu viel auf einmal. Live-Version wäre interessant zum Vergleich.
Minute 36: Jetzt ein instrumentales Zwischenstück. Dieser Song ist komplett zerfasert. Irgendwie ganz geil, aber nichts für ein Mixtape. Ich hätte den im Tracklisting weiter nach vorn geschoben.
Minute 37: Dieser SmaPu-Schlagzeug-Teil ist super. Fade Out. Jetzt endlich ein Song auf Walisch: Elen, der letzte Song der Platte. Und endlich zeigt Cerys, was sie stimmlich noch so alles kann.
Minute 38: Und bisher nur Gitarre, Schlagzeug und Klavier. Wie angenehm sparsam. Und Gruff Rhys singt mit. Hach, ist das herrlich.
Minute 39: Jetzt so Geister-Background. Mit großem Abstand mein liebstes Stück auf der Platten. Oh, und walisisch klingt so toll. Ich muss gleich heulen, so toll ist Cerys’ Stimme.

Minute 40: Rollendes Klaviergedonner. Und jetzt wieder beide. Worum auch immer es in diesem Stück geht, es ist fantastisch. Nein, nein, es darf noch nicht zuende sein!
Minute 41: Puh, noch ein bisschen weiter. Singen die jetzt englisch? “Turn around”? Oder bilde ich mir das ein? Oh, und jetzt ist es vorbei.
Minute 42: Ein Knacken und Schluss. Jetzt Stille, es folgt also noch ein Hidden Track.

Minute 43: Stille. Zeit für eine Runde Spider Solitär? Ich lese mir lieber nochmal den Mist durch, den ich geschrieben habe.

Minute 44: Joah. Schweigen ist Gold, etc.

Minute 45: Eine Schweigeminute für Catatonia. Oh, doch nicht. Nach ca. 50 Sekunden ein Gebrumme und dann eine (Taiko?) Trommel. Eine Frau spricht.
Minute 46: Das ist japanisch? Ist das Cerys? Klingt jedenfalls besser als das Japanisch von Bernard Sumner. Habe ich zufällig die japanische Bonus-Version abgegriffen oder ist das überall drauf? Merkwürdig.

Fazit: Ich weiß immer noch nicht so recht, was ich von Never Said Goodbye halten soll. Es ist natürlich ein ganz fantastisches Album, weil es ein Cerys Matthews-Album ist, und sobald sie den Mund aufmacht, alles toll ist, selbst wenn Orgel und Streicher rumnerven. Allerdings hätte man auf den ganzen Kitschkram verzichten können, eben weil die Stimme schon alles mitbringt. In ihrer Phrasierung steckt doch so viel drin, dass man gar keine Effekte mehr braucht. Herausragende Stücke bisher: Elen, Morning Sunshine und Open Roads. Streets Of New York braucht ungefähr noch fünf Durchläufe, bis ich es mag, ebenso Oxygen und Blue Light Alarm. Bedauerlich außerdem, dass die Country-Instrumentierung des letzten Albums fehlt, ich hätte gern Steel Guitar und Banjo gehört.

Auch ist es schwer, dieses Album einzuordnen (was gut ist). Es ist nicht so abgedreht wie die Neo-Folk-Sachen von Devendra Banhart oder CocoRosie, aber auch nicht so Pop wie Nelly Furtados vorigen Alben. Nicht nur wegen A Bird In The Hand, was mich sehr an Paula Cole erinnert, klingt das Album sehr nach 90er Jahre-SingerSongwriter-Pop (irgendwo zwischen Vonda Shephard und Alanis Morissette, was jetzt nicht negativ gemeint ist). Erstaunlich. Das erste Mal, das ich etwas neues höre, was nach den 90er klingt.

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