Archiv für Januar, 2007

Anmerkungen, die ich in ein paar Wochen mal brauche

1. Filmvorschläge von Leuten, die als Begründung Dinge wie “jugenddrama oder so, kann mich auch nicht mehr genau daran erinnern, hat sich aber mit sozialen problemen auseinander gesetzt” schreiben, sollte man generell nicht ernst nehmen,

2. vor allem nicht, wenn sie zu dumm sind, auf der imdb-Seite runter zu scrollen und so simple Informationen wie das Herkunftsland richtig abzuschreiben,

3. aber trotzdem noch ein paar Worte zu “Poem- Der Film“, mit dessen Trailern ich die letzte halbe Stunde verschwendet habe (Vorsicht, hinter dem Link verbirgt sich Kunstkacke!):

Warum müssen Gedichte immer mit salbungsvoller, bedächtiger Stimme vorgetragen werden? Warum müssen selbst kleinste Wörter wie “und”, “ist” oder “so” betont werden? Warum müssen zur Illustration schon x-mal gesehene “schöne” exotische Orte wie Geysire auf Island oder Fischerboote in Vietnam herangezogen werden? Warum müssen da so Leute wie Klaus Maria Brandauer, der spätestens nach dieser Campino-Kumpel-Aktion der personifizierte Brechreiz ist, auftauchen? Kann Meret Becker eigentlich noch was anderes außer mit riesigen Augen in die Kamera starren?

So weit ich das nach dem Anschauen sämtlicher Trailer beurteilen kann, werden alle Gedichte auf dieselbe unerträgliche Weise vorgetragen, so dass selbst traurig-schönen Wunderwerken wie “Kleines Solo” von Erich Kästner jede Anmut ausgetrieben wird. Noch schlimmer ist jedoch der allgegenwärtige Ethnokitsch, der selbst Alt-68er Studienräte beschämen sollte. In keinster Weise gelingt es den Bildern, die Aussage der Gedichte zu unterstützen- ganz im Gegenteil, ständig hat man das Gefühl, der Regisseur habe das Gedicht wohl nicht ganz verstanden oder zu oberflächlich gelesen. Es wirkt, als habe eine Schulklasse (ca. 10. Klasse) die Aufgabe bekommen, in einer Projektwoche zu Gedichten Filme zu erstellen, nachdem sie vorher mit “Club der toten Dichter” gequält worden waren.

Hätte ich diesen Film zu Schulzeiten gesehen, hätte ich wohl nie wieder ein Buch angefasst. Solche Filme führen nicht zum Lesen oder zur stärkeren Würdigung von Gedichten, sie bewirken bloß das Gegenteil.

Und da man es gar nicht häufig genug schreiben kann: “Club der toten Dichter” ist eins der größten Filmverbrechen der Menschheit. Es gibt wenige Filme, die in ihrer Verlogenheit so ekelhaft sind wie dieses widerwärtige Machwerk.

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WM-Notizen

Der größte Vorteil von Fußball gegenüber Handball ist, dass weniger Tore fallen und deswegen weniger häufig nervige Tor-Melodien eingespielt werden.

[Falls sich jemand über das World Cup-Tag wundert: Es ist gerade Handball-WM in Deutschland.]

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Aha!

Bitte klicken Sie hier und beantworten Sie diese beiden Fragen auf 9Live-Niveau. Aber Achtung, die Leitungen sind alle besetzt. Bitte nicht anrufen!

Ich sach mal: Nein und, äh, nein. Wobei ich empfehlen würde, bei der zweiten Frage den Schwerkraftvektor (kleiner Insider-Scherz) zu drehen. Kann einem aber mal leicht passieren.

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The Truth Is Out There…

 Meine liebste Verschwörungstheorie: Erich Mielke ist gar nicht tot, sondern lebt unter dem Namen “Günther Beckstein” weiter. Beweis ist in diesem Fall vor allem die Krawatte.

BecksteinMielke

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Bier! Stöckchen! Bei Fuß!

Eigentlich wollte ich ja nur bloggen, dass McCoy’s Pub Grub Crisps der Sorte “Ploughman’s Cheese & Pickle” in Kombination mit Köstritzer Edel-Pils original wie Kotze schmecken (selbst schuld, da trinkt man ja auch kein Pils zu!), aber da mir André ein Stöckchen hingeworfen hat, gibt es allgemeines über Bier.

Weizen, Pils, Alt oder Kölsch?
Pils immer gern. Weizen im Sommer, aber nur aus den berühmten Elchgläsern. Diebels Alt habe ich mit 17 gern getrunken in der Großen Freiheit 36, aber die Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Mittlerweile geht das gar nicht mehr klar (sowohl Parties in der Großen Freiheit als auch Diebels). Zuletzt habe ich das wohl auf dem Haldern Festival 2004 getrunken, weil es nichts anderes gab. Nach einem Becher habe ich dann doch wieder das seltsame Wasser vom Campingplatz getrunken. Kölsch geht nur in Köln, ist aber fast ok, weil es wie etwas dünneres Alsterwasser schmeckt.

Für ein gutes Ale würde ich jedoch alles anderen stehen lassen.

Welche Marke?
“Arbeitsbedingt” hauptsächlich Köstritzer (Pils und Schwarzbier), weil es beim Filmclub nichts anderes gibt. Mein persönliches Hype-Bier der Stunde ist Rothaus Tannenzäpfle (in 0,33 Flaschen, niedlich und lecker), da kann man so schön die Goldfolie von der Flasche gnibbeln. Sonst auch gern Jever, Staropramen und aus lokalpatriotischen Gründen Astra. Meine Astra-Importeur/-Dealer-Karriere habe ich allerdings wieder eingestellt.

Drei Biere, die jeder einmal getrunken haben sollte?
Ein gutes Ale (und damit meine ich nicht diese Kilkenny-Dreckplörre!), ein asiatisches Bier mit bizarrem Namen (z. B. “Blue Girl Beer“) und Staropramen.

Achtest du beim Bier auf das deutsche Reinheitsgebot?
Ich achte darauf, keine Bier-Mischgetränke zu trinken. Und keine Gold-Biere.

Welches Bier musst du noch trinken, weil du das noch nie getan hast?
Ich ärgere mich etwas, nie die Varianten von Tsingtao-Bier ausprobiert zu haben, als ich in China war, das gibt es nämlich auch in einer extra-frischen Spezial-Ausführung, die maximal einen Monat im Regal stehen darf.

Ein Bier, das keines ist?
San Miguel! Kopfschmerzen pur. Hasse ich noch mehr als Beck’s. Außerdem belgisches Kirschbier, knallroter Chemieunfall. Kilkenny ist übrigens kein Ale, sondern Plörre. Und Goldbiere! Und Heineken! Und Amstel! Und, und, und… wie nur eins?

Beck’s schmeckt nach?
Hass? Ich kann das Zeug nicht trinken, weil es leicht nach Cannabis riecht, was mich auf Dauer zum Kotzen bringt.

Das schönste Logo hat die Marke…
Nur die inneren Werte zählen! Astra finde ich trotzdem recht hübsch.

Ist Saufen gut?
Würde ich sonst diesen Fragebogen ausfüllen?

Macht Bier glücklich?
So glücklich wie ein kleines Steak.

Bist du ein Glas- oder Flaschenkind?
Weizen nie, nie, nie wieder aus der Flasche. Ansonsten kommt mir nur Frischgezapftes ins Glas, weil ich viel zu faul zum Aus-der-Flasche-ins-Glas-Kippen bin (und dann noch der Abwasch!). Also hauptsächlich Flaschenkind. Aufgrund von Astra-Prägung kann ich allerdings nur mit Maurerkolben in der Hand zu tanzen, andere Flaschenformen führen dazu, dass teures Bier verschüttet wird.

Kannst du eine Bierflasche ohne Öffner öffnen?
In Notzeiten bestimmt, z.B. wenn der Astra-Flaschenöffner von meinem Schlüsselbund gefallen ist.

Hast du einen Bierbauch?
Nö. Mein Bauch ist aus Stahl. Allerdings habe ich Bier-Oberschenkel, falls es sowas gibt.

Trinkst du Feierabendbiere?
Kein Bier vor vier! Dienstag und Donnerstag Bier zum Film, was ungefähr dasselbe ist. Allein trinke ich höchst selten Alkohol. Und am Wochenende bin ich meist die arme Sau, die Auto fahren muss, weswegen ich höchst dekadenterweise nur unter der Woche Bier trinke!

Bevorzugst du Kindergrößen, also kleiner als 0,5 ltr?
Kommt auf die Marke an. Astra geht in großen Flaschen gar nicht. Kleine Flaschen sind eigentlich ganz angenehm, weil das Bier meist leer ist, bevor es warm wird. Allerdings ist das meist ein relativ teures Vergnügen, große Flaschen sind doch irgendwie günstiger und man kann sich leichter merken, wieviel man getrunken hat.

Und wer soll jetzt weitersaufen?
Gute Frage, mir fällt gerade keiner ein, was daran liegt, dass fast keiner meiner Leser bloggt oder zumindest nicht öffentlich. Wie bei Kettenbriefen und lustigen E-Mails bilde ich erstmal eine Sackgasse.

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Na endlich!

Da mich Counterstrike nie sonderlich interessiert hat, fühlte ich mich bei der Killerspiel-Diskussion immer ausgeschlossen trotz der vielen Jahre, die ich in Videospiele investiert habe. Doch jetzt weiß ich endlich, dass auch ich gestört genug bin, um zu morden: Schließlich habe ich auch Monate in Final Fantasy VII investiert! Hurra! Und nicht nur das, dieses Spiel war für mich der Grund, mir eine Playstation 1 zu Weihnachten zu wünschen. Und noch krasser: Ich habe momentan Final Fantasy VI bis X im Wohnzimmer liegen. Morgen kaufe ich mir im Baumarkt eine Axt und haue dann Leute um. Endlich!

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Der erste depperte Film des Jahres

Klimt: Komplett unerotische Kunstkacke, die trotz viel Nacktheit noch nicht mal als Porno taugt. Alte Männer und junge Frauen, uärgs. Die 1 und 2 Sterne-Rezensionen auf imdb sagen eigentlich schon alles. Zu erwähnen ist nur noch, dass in einer Außenszene ähnlich unmotiviert Stroh hindekoriert ist wie in dem Pornoklassiker “Warum liegt hier eigentlich Stroh rum?”. Die Dialoge in Klimt sind auch kaum besser. Für Fans von “Reqiuem für eine romantische Frau” (Clemens Brentano-Softporno) geeignet und Leute, die sich in der Videothek schämen, echte Pornos auszuleihen.

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Fire Walk With Me

Der erste Grund, warum 2007 ein fantastisches Jahr wird, lag gestern vor meiner Tür: [nein, die Gratis"zeitungen", die sich in meiner Abwesenheit angesammelt hatten] die langersehnte zweite Twin Peaks-Box. Hurra! Ich bin dann mal weg für die nächste Zeit…

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