Archiv für Februar, 2007

Ich danke der Academy 2007

23.15: Dank der nicht gerade übersichtlichen Pro7-Website war ich der Meinung, die Oscar-Vorberichterstattung würde jetzt beginnen. Der Griff zur Fernbedienung klärt mich allerdings auf: Es läuft “Das Schweigen der Lämmer”. Auch gut, dann mache ich mich eben ans Kochen.

23.43: Es gibt nämlich aus der Reihe “heißgeliebte Hong Konger Late Night-Desserts” Schwarzen Sesambrei. Yummy! Eigentlich reicht die Zeit auch noch für Mochi. Auf jeden Fall reicht die Zeit für einen weiteren Durchlauf von “Screamadelica”. Hurra!

00.27: Hm, Brei ist aufgegessen, CD ist zuende. Bei Pro7 ist Werbung und bei meinem nächtlichen Lieblingssender ist gerade eine stark schwäbelnde Dame in der Leitung. Vielleicht sollte ich wirklich noch Mochi machen. Und grünen Tee, ich werde gerade sehr müde.

00.33: Auf WDR läuft Rockpalast. Datarock hüpfen rum. Hm. Kommt live wahrscheinlich besser.

00.40: Schlimm an Rockpalast ist ja immer, wirklich immer die Kameraführung. Fast noch beschissener sind Humanzi, die zunächst wie eine Jesus and Mary Chain-Kopie wirkten, sich jedoch als lahme Screamo-Band entpuppten. Ich glaube, die habe ich mal um 12 Uhr morgens auf irgendeinem Festival ignoriert.

00.45: Notiz an mich: Beim Zappen Kanäle 15 und 30 überspringen, es ist wieder die Zeit der “Ruf! Mich! An!”-Werbungen, und ich will nicht wieder aus Versehen in traumatisierende nackte, alte Frauen reinschalten.

00.46: Oh Hilfe, ich fange jetzt schon an durchzudrehen. Fast hätte ich auf “The Cone” verlinkt.

00.50: Auf RTL gibt es Qualität. Dodgeball. Aber natürlich: erstmal Werbung.

00.52: *rofl* easyCredit empfiehlt am Ende der Werbung: Nicht überschulden und den sicheren Kredit für Deutschland nutzen. Ich dachte, unüberlegt verschleuderte Kredite sei deren Geschäftsmodell?

00.53: Wie armselig ist das eigentlich, für Reis mit Hackfleisch eine Knorr-Tüte zu nehmen?

01.13: Jetzt geht es endlich los. Dank Google Earth mit Zoom nach Los Angeles. Zunächst mal die wichtige Frage: Wer ist eigentlich “Annemarie Warnkross”? Muss man die kennen? Moderieren kann sie schon mal nicht. “Wir stellen die Ihnen gleich noch mal *nach Luft japs* vor.”

01.14: Steven Gätjen wirkt immer, als sei er mal Caught In The Act-Mitglied gewesen.

01.16: Jetzt erstmal vorproduzierten Kram über die Nominierten. C’mon Little Miss Sunshine!

01.19: Annemarie hat Probleme beim Atmen. Wahrscheinlich der Smog (oder Smug?) über Los Angeles. Haben die echt niemand besseren bei Pro7?

01.23: Süüüüüß. Mit SD-Figuren kriegt man mich ja fast immer. Auch wenn es mich besonders überrascht, dass Stimmen, die nach dem Einsendeschluss abgegeben wurden, nicht zählen.

01.25: 1789 ist die richtige Antwort! Und endlich eine neue Staffel “Germany’s next Topmodel”, das gucke ich wirklich gern, weil es so unglaublich menschenverachtend ist. Dazu eine große Portion Eis mit Schokosauce. Yum.

01.28: Die Frage war, wann der erste Oscar vergeben wurde. Ui, schwierig. Ich will jetzt endlich den roten Teppich sehen!

01.29: Wer kriegt eigentlich dieses Jahr den Oscar fürs Lebenswerk? Naja, ich lasse mich überraschen.

01.30: Who the fuck is Elmar Biebl? Und wieso sitzt der in der Golden Globe-Jury? Pro7, das glaubt ihr doch selber nicht!

01.34: Aha. Elmar Biebl “berichtet für Medien in aller Welt” (Untertitel).

01.35: Endlich! Der Teppich! Die einzigen “Promis”, die nicht an Steven Gätjen vorbeilaufen dürfen, sind die Leute von “Das Leben der Anderen”. “Die Leute sind sehr, sehr doll geschminkt.” Ach was, echt?

01.40: Steven Gätjen steht ungefähr in der 10. Reihe. Uiuiui.

01.43: Irgendwie ist das alles sehr unübersichtlich. Und keiner will zum armen Steven. Och.

01.45: Ich bin ja immer noch von dem Jahr mit Anke Engelke traumatisiert, als die zu Halle Berry sagte “I am wearing your jewellery” und Halle Berry daraufhin wie ein Auto guckte.

01.46: Immerhin, Helen Mirren im Interview.

01.47: Oh nein, Celine Dion! Glücklicherweise habe ich gerade weggeguckt.

01.48: Nein, bitte nicht Celine Dion! Der kleine Florian (Henkel von Donnersmarck) möchte spontan noch seine Eltern grüßen. Und das nächste Mal dann die 7b der Heinrich Hertz-Gesamtschule.

01.50: Alptraum!!! Nicht nur ist Celine Dion jetzt im Fernsehen, nein, sie singt nachher auch noch!!! Der Hals ist immer noch unheimlich. Igitt, Steven Gätjen begrabbelt sie. Die Thomas Gottschalk-Interview-Schule.

01.53: J.Lo-Alarm! Ja, die Berlinale war bestimmt eine tolle Erfahrung, so ausgelacht wurde sie seit diesem directly-to-DVD-Film mit Ben Affleck nicht mehr.

01.54: Meryl Streep sah mit kurzen Haaren so viel besser aus. Jetzt wirkt sie wieder wie die Zwillingsschwester der irren Nachbarin meiner Eltern.

01.56: Noch mehr Leute von “Das Leben der Anderen”. Wieviele Leute haben die denn da? Ich vermute eher, dass die beiden eben nur zwei Deutsche waren, die sich reingemogelt haben. Der eine wirkte wie Kampo, der unvergessene Erfinder der “Keniapfanne Mustafa”, einem Essen, bei dem jeder nach 3 Löffeln satt ist und für das er nochmal sämtliche Nobelpreise gewinnen wird, da das den Welthunger besiegt.

02.00 Endlich! Pro7 gibt auf und schaltet auf das amerikanische Programm um.

02.04: Eigentlich erstaunlich- bisher wurde nur ein einziges Mal auf das Gewinnspiel hingewiesen.

02.05: Nicole Kidman, Naomi Watts, Leonardo di Caprio. Ja, die Starquote erhöt sich deutlich.

02.08: Endlich Kleider, Kleider, Kleider. Hätte die Kostümfrau von “The Devil Wears Prada” nicht auch Meryl Streep besser anziehen können?

02.09: Horrorwerbung! Ein Kind namens Declan singt diesen schlimmen Kelly Family-Song genauso schlimm wie Angelo Kelly. Sowas darf man doch nicht nachts zeigen!

02.13: Penèlope Cruz sieht im Close-Up wirklich etwas seltsam aus. Family Smith hingegen sehr niedlich.

02.14: Whatever happened to Cameron Diaz’ hair? Schöner Schmuck, nicht so schönes Kleid. Die Frau neben Eddie Murphy trägt jedoch ein tolles Kleid.

02.16: Oh bitte, sagt mir nochmal, wer für “Best Picture” nominiert ist. Ich habe es in den letzten 15 Minuten vergessen mit meinem Goldfisch-Gehirn.

02.17: Cate Blanchett sieht fantastisch aus.

02.18: Halsketten scheinen dieses Jahr irgendwie out zu sein. Immer nur Ohrringe und keine Ketten. Schon wieder.

02.19: Werbung. Mal wieder. Kaffeewerbung jetzt ist eine gute Idee.

02.22: Look, it’s Marky!

02.23: Del Toro hat einen guten Humor. Inarritu und Cuaron auch. Hurra!

02.25: Auch Kate Winslet hat keine Halskette um. Seltsam.

02.26: Und Helen Mirren auch nicht. Ich bin wirklich enttäuscht.

02.27: Als guter Blogger sollte ich jetzt wahrscheinlich daraufhin weisen, dass anderen Menschen auch nichts besseres zu tun haben, als jetzt vorm Computer zu sitzen und zu bloggen. Also, lest die Comments, klickt auf die Trackbacks.

02.28: Mein Co-Kommentator Nebel (in den Comments) weiß mehr als ich. Mir als Latein-Nerd entgeht die Oscar-Rede auf Latein! Args. Dafür werde ich endlich darüber aufgeklärt, dass The Departed für “Bester Film” nominiert ist.

02.30: Hurra! Es geht los! Jetzt so richtig!

02.32: Oh, das Intro gefällt mir. Vielleicht bin ich auch schon von Pro7 zermürbt worden. Erinnert an Gap-Werbung. Gibt’s die überhaupt noch? Naja, egal.

02.35: Ah… Ellen Degeneres, die mich ja immer an Hillary Clinton erinnert. Sie trägt auch nur eine kleine, feine Halskette.

02.39: Joa, der Opening Monologue. Oooh, Al Gore, Smug-Alert!

02.42: Wer ist diese Frau neben Leo? Das ist doch nicht Gisele Bündchen? Ist das seine Mutter?

02.46: Hurra! Der erste Oscar für Pan’s Labyrinth! Hoffentlich bleibt es nicht bei einem. Daniel Craig steht im Hintergrund, als müsste er gleich jemanden erschießen. Ist das dieses Jahr der Trick, um die Leute am Labern zu hindern?

02.51: Zum dritten Mal der Spiderman-Trailer. Langsam werde ich aggressiv.

02.52: Take That und dieser unerträgliche Stromberg-Arsch in einem roten Cabrio? Ich glaube, ich habe Halluzinationen.

02.53: Jack Black! Will Ferrell! Singend! Ich werde langsam hysterisch.

02.57: Achievement in Make-Up. Und der zweite Award für Pan’s Labyrinth. Und noch eine Frau ohne Halskette! Der Mann ist sehr gerührt. Und wird abgewürgt. Buh!

03.00: Animated Shorts. Die beiden Kinder verdengeln die Moderation und werden von einer Frau in einem weißen Kleid an den Bühnenrand gewinkt. Endlich gewinnt mal eine Frau mit Halskette! Ich habe ja keine Ahnung, was das für ein Film war, aber die Halskette- top!

03.03: Wahrscheinlich war das Absicht. Blöde professionelle Kinder.

03.05: Der Shortfilm-Guy redet viel und schnell.

03.07: Werbung. Bisher keine Spur von Spiderman. Puh! Vielleicht habe ich den Trailer aber auch nur auf der Suche nach Nahrung verpasst.

03.11: Der Sound-Effekts-Chor ist toll. Besonders die Gesichtsausdrücke der Sänger/Klangerzeuger. Ungefähr 20mal so viele wie bei Nicolas Cage.

03.14: Sound-Editing. Gibt es einen Trost-Oscar für Mel Gibsons Film? Nein, es gewinnt Iwo Jima. Nicht besonders aufregend.

03.17: Nun kündigen Menschen die Nominees an, die ich nicht kenne. Warum wird unter den Clips eigentlich immer “Well, do ya, punk?” eingeblendet. I am deeply confused.

03.19: Der erste Oscar für Dreamgirls für Sound Mixing.

03.21: Endlich männliche Nebenrolle. Oh, sie haben doch zwei Sätze von Mark Wahlberg aus Departed gefunden ohne “fuck”. Der Oscar geht trotzdem an Alan Arkin in Little Miss Sunshine. Yeah! C’mon Little Miss Sunshine!

03.26: Getanze. Hm. Wenig aufregend, aber nett gemacht. Args, ich will endlich die von Radeberger versprochenen magischen Momente. Oder eine Pizza. Hrmpf.

03.27: Werbung. Heidi Klum von “Persönlichkeit” reden zu hören, ist immer wieder lustig.

03.29: Ich will die Dildo-Szene aus Departed sehen! Menno!

03.30: Jetzt erstmal der entzückende Song aus “Cars”.

03.33: Noch mehr Gesinge. Hoffentlich kommt jetzt nicht noch Celine Dion. Wieso klingen eigentlich alle Melissa Etheridge-Songs wie dieser eine Hit von ihr, der auch immer im Radio läuft? Das Publikum ist eher nicht so begeistert.

03.36: Jetzt auch noch Al Gore und Leo. Schöner Anzug. Viel Smug. Das Little Miss Sunshine-Kind hat eine seltsame Art zu klatschen.

03.38: Werbung. Immer noch kein Hinweis auf das bekloppte Gewinnspiel.

03.42: Best Animated Movie. Was für eine Frisur soll das bloß sein auf Cameron Diaz’ Kopf sein? Die Amselnester, die wir in der 4. Klasse basteln mussten, sahen ähnlich aus. Happy Feet. Aww. Ich liebe die animierten Nominierten. Damit ist jetzt auch das Highlight des Abends vorbei.

03.45: Urks. Ben Affleck.

03.48: Eigentlich bemerkenswert, dass das alles ohne Synchro oder Untertitel im deutschen Fernsehen läuft. Besteht doch noch Hoffnung auf ein Leben nach der Synchronisation?

03.50: C’mon Borat! Wobei das Drehbuch eigentlich kaum mehr Sätze als die eben vorgelesenen enthalten kann. But the Oscar for best adapted screenplay goes to The Departed!

03.55: Werbung. Was sonst. Jetzt macht sich bemerkbar, dass ich das Superbowl-Training dieses Jahr geschwänzt habe. Declan muss übrigens dringend mit dem Auto überfahren werden.

03.59: Costume Design. Wenn ich selbst über die schlechtesten Witze lachen muss,spricht das nicht gerade für mich? Aber es gibt hier so wenig zu lachen! Eine kleine Freude: ein Corgy! Hurray! Ich will auch einen Corgy. Oh, der Preis geht an Marie Antoinette. Well, whatever.

04.05: Ich hasse, hasse, hasse Tom Cruise.

04.08: Noch eine Frau ohne Halskette. In der Zeit bisher hätte ich auch eine Welt bei “New Super Mario Bros.” durchspielen können. Und das geht noch bestimmt 2 Stunden.

04.12: Cinematography. Eine Kategorie für mich. Und noch ein Oscar für Pan’s Labyrinth. Der Typ hat auch Spy Kids und Nachts im Museum gemacht. Ui.

04.16: Jetzt lädt erstmal mein Blog nicht mehr. Kann ich gut verstehen. Überraschenderweise gibt es jetzt Werbung.

04.20: Robert Downey Jr. mit dem von Nebel angesprochenen Bart. Bäh. Kein guter Look. Naomi Watts (mit Halskette!) gleicht das aus. Hahaha, Poseidon! Warum sind in der Visual Effects-Kategorie eigentlich immer nur 3 Filme nominiert? Nicht dass es mich interessieren würde.

04.23: Endlich der Auslandsoscar. Präsentiert von der fantastischen Catherine Deneuve und Ken Watanabe. Ach ne, das war nur die Vorpräsentation. Jetzt die eigentliche Präsentation mit Clive Owen und Cate Blanchett. Ui, der kleine Florian hat wirklich gewonnen und macht einen Luftsprung. Süss. Er dankt “Germany and Bavaria”? Jetzt bin ich endgültig durch. Und wird von der Bühne gejinglet.

04.32: Diese Ballett-Sache wird etwas anstrengend.

04.35: Best Supporting Actress. Jennifer Hudsons Gesichtsausdruck sagt “Ich muss gewinnen” und erstaunlicherweise gewinnt sie auch. Tränen’n’stuff.

04.37: Werbung. Ich muss Declan töten. Schnell.

04.42: Documentary Shorts. In meinem Wahn dachte ich erst, der Awards würde von Bono präsentiert, aber das war nur seine Brille. Nochmal Glück gehabt.

04.45: Mehr Documentaries. Und Überraschung: An Inconvenient Truth gewinnt. Wer hätte das gedacht. Mehr Al Gore. Nun ja.

04.50: Oh, Clint Eastwood. Jetzt der Ehrenoscar für Ennio Morricone, damit ist dann auch meine Frage von ganz vorhin beantwortet, nicht, dass sich noch jemand daran erinnern könnte. Irgendwie soll jetzt wohl bald Celine Dion singen, ich muss dann schnell wegrennen.

04.55: Jetzt! Aaaaah.

04.59: Puh. Überstanden. Es kann nur noch besser werden.

05.00: Meine Schulter tut weh. Ich habe Hunger auf unbestimmte Dinge und bin tendenziell ermattet. Ennio Morricone ist aber echt niedlich und erwärmt mein Herz.

05.03: Ein Wunder- es gibt Werbung. Das schreckliche Kind ist bisher nicht aufgetaucht. Und auch die Spiderman-Trailer sind eingestellt.

05.06: Best Original Score. Ein Oscar für Babel.

05.08: Waah, das ist Jack Nicholson? Der Typ mit Glatze und Sonnenbrille? Ich bin schockiert. Der härteste Look seit Jim Carrey vor ca. 10 Jahren bei den MTV Awards.

05.12: Original Screenplay. Paul Haggis darf nicht gewinnen. Bitte nicht. Danke Academy, er gewinnt auch nicht. Hurray! Little Miss Sunshine! Das Kleid von Kirsten Dunst ist sehr seltsam.

05.16: Bla. Lots more to come? Args. Langsam wird’s hart.

05.18: Ach so. Werbung.

05.20: J.Lo mag ich ja auch nicht. Aber solange sie nicht singt…

05.24: Arme Beyoncé. Erst kriegt Jennifer Hudson den Oscar und dann singt sie sie auch noch in Grund und Boden. Glücklicherweise scheint ihr Kleid festgetapet zu sein, sonst würde da jetzt alles rausrutschen.

05.26: Ich bin so durch, dass ich mich über einen komplett unmotivierten Auftritt von Britney Spears freuen würde.

05.27: Ellen Degeneres macht wieder “I wouldn’t want to follow that. And now…”-Witz. *gähn* Endlich Best Song. C’mon Cars! Randy Newman! Randy Newman! Neiiiiiiin, Melissa Etheridge! Args. Und schon wieder Al Gore. Mehr Smug. Help!

05.32 Eigentlich müsste es doch bald schon frische Brötchen geben. Mmmh. [Und damit das Backwaren-Tag gerechtfertigt.]

05.33: Ist das eigentlich Werbung oder irgendein Special? Ich komme nicht mehr mit. Ist wohl auch egal.

05.35: Will Smith. Will Schlafen. Oh Hilfe. Aber jetzt irgendwas von/mit Michael Mann, da bin ich schon wieder wach. Ich würde jetzt gern die Szene aus “Collateral” sehen, am Anfang, wo die beiden im Taxi sehen und die Kamera erst nach oben zoomt und dann um 90° dreht und man über Los Angeles guckt. Oder ein paar Speedboote.

05.39: Wäre ich Michael Mann, hätte meine Montage nur aus Michael Mann-Filmen bestanden. So besteht sie nur aus Nicht-Michael Mann-Filmen. Mist!

05.40: Kate Winslet präsentiert Best Editing. Ich wollte eigentlich noch was über den inflationären Einsatz von Hausdächern in Filmen schreiben, nachdem sogar gestern in irgendsonem ZDF-Krimi in Essen auf einem Hausdach geheimes Zeug geredet wurde, aber jetzt hat schon The Departed gewonnen. Ein gutes Zeichen? Oder wird der wie Babel mit den Neben-Oscars abgespeist?

05.45: Und jetzt die Verstorbenen. Robert Altman rührt mich zu Tränen. Letztes Jahr sind viel zu viele großartige Menschen gestorben (siehe auch: Grant McLennan. *heul*)

05.50: Werbung.

05.51: Dritter Kleiderwechsel bei Ellen Degeneres. Von rot zu weiß zu blau.

05.52: Philip Seymour Hoffman trägt irgendwas zwischen “Ich lasse mir natürliche Dreadlocks stehen” und “rather bad hair day”. Endlich Best Actress. Endlich ist das meistverwendete Wort des Abends. Helen Mirren, what a huge suprise! Niedlich, dass sie als einzige nach unten geguckt hat als die Nominees gefilmt wurden.

05.57: Ich glaube, das ist schon wieder Werbung.

06.00: In Suhl macht schon das Kaufland auf. In einer Stunde macht der Rewe auf. Ich werde alt.

06.01: Ist das eine Perücke bei Reese Witherspoon? Oder muss das so? Und noch ein “unvorsehbarer” Sieg: Forest Whitaker für “The Last King Of Scotland”. Tränen’n'all. Hurray!

06.06: Jetzt die drei grauen Herren. Steven Spielberg, Francis Ford Coppola und George Lucas. Best Director, finally. Endlich etwas Adrenalin. And the winner is: Martin Scorsese. Damit wäre das auch endlich geschafft. Everybody loves a happy ending.

06.12: Und deswegen jetzt bitte Little Miss Sunshine. Nein erstmal Diane Keaton auf Stelzen (? oder sehr hohen Absätzen?) und Jack “very scary” Nicholson. Und noch einmal The Departed. “The first movie he has ever done with a plot”? Oder habe ich mich gerade verhört? Jedenfalls sind jetzt alle glücklich und können schlafen gehen. Nur ich nicht, nach 2 Litern grünem Tee, der jetzt langsam seine Wirkung zeigt.

06.16: Eigentlich könnte jetzt nochmal Werbung kommen, aber fliegt nur Glitter durch den Raum und es ist- wirklich, endlich- vorbei. Yeah!

06.18: “Mit uns sehen sie rot”? Ja, bestimmt, falls dieses Kind “Declan” nochmal rumplärrt.

06.19: Was ist das denn jetzt? Esoterik-Geklimper zu Bildern aus aller Welt? Geheime Nachrichten, die mich dazu zwingen sollen, heute abend wieder einzuschalten?

06.22: Ach so, das läuft also sonst so auf Pro7. Ich gucke den Sender ja sehr selten. Und gute Nacht, Nebel!

06.25: Yiiiihaaa! Es läuft jetzt 1-2-3tv um diese Uhrzeit? Da bleibe ich glatt dran! “Wenn Sie schon wach sind…” Mmh.

06.27: Ich gebe ab in umliegenden Funkhäuser. Gute Nacht. Nee, klappt nicht.

06.35: “Mein Name ist Nikita37. Ich habe bereits 12 Uhren bei Ihnen gekauft.” Äh, Loriot? Hape Kerkeling?

06.45: Jetzt aber endlich. Es muss enden! Draußen wird es hell.

~Fine~

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✩✩✩Vorfreude deluxe✩✩✩

✩✩✩Ich weiß nicht genau warum, aber ich freue mich unheimlich auf die Oscar-Verleihung heute Nacht. Vielleicht, weil endlich mal Filme nominiert sind, die ich mag (und so ein Desaster wie mit ☠ L. A. Crash ☠ nicht passieren kann) oder weil es nichts schöneres gibt, spät nachts vor dem Fernseher zu versacken und darüber zu bloggen? Jedenfalls werde ich zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder Pro7 anschalten und mich fragen, wer eigentlich die seltsamen Menschen sind, die für Pro7 moderieren dürfen. Hurra! ✩✩✩

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Rufen Sie jetzt an! Live!

Huch, die Wahrsage-Irre namens “Ghata”, die gerade bei fresh4U (der Trash, der nachts statt KIKA läuft, mit Livestream auf der Homepage!) rumschwallt, sieht aus wie Eva Herman. So weit ist also schon gekommen?

Ansonsten das Highlight meines Fernsehtages: Als bei irgendsoeiner Tiersendung auf Vox das seinem Besitzer auf dem Kopf rumkletternde Affenbaby eben jenem ins Ohr kackte. Hoffentlich bald auf youtube.

Oh, während ich das schreibe, haben zwei Zombies die Moderation übernommen. “Ich bin Leo und Hellseher.”Mmh, und mein Geld verdiene ich mit der Synchronisation von Horrorfilmen.

Und jetzt jemand namens “Sylvie Fukking”, die sich sympathischerweise während ihrer Moderation das Lachen nicht verkneifen kann. Ihre Kollegin als “wunderschön” zu bezeichnen, hätte ich wahrscheinlich auch nicht ohne Lachen geschafft.

Oooh, und jetzt der Mann mit den größten Augenringen der Welt! Das ist ja mal das Spannendste, was ich seit langem im Fernsehen gesehen habe. Wo haben die bloß diese Freaks her?

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Randnotizen vom Freitag

1. Ich freue mich vor allem deswegen auf das Rauchverbot, weil dann endlich die Leute, die neben mir sitzen, nicht mehr kiffen dürfen. Denn wie Hunde immer zielstrebig zum Hunde-Allergiker rennen, sitzen oder stehen Kiffer immer direkt neben mir. Wobei ich bezweifle, dass sich jemand an das Rauchverbot hält, wenn nicht gerade massive Strafen verhängt und extreme Kontrollen durchgeführt werden. Gerade bei Indie-Pop-Diskos ist Rauchen scheinbar lebenswichtig.

2. 1 Radiohead-Coverversion im Swing-Style: lustig. 2 Radiohead-Coverversionen im Swing-Style hintereinander: sehr doof. 1 The Beatles meet Sesame Street-Coverversion: amüsant. 2 The Beatles meet Sesame Street-Coverversionen: Ich guck mal, ob auf dem Hardcore-/Metal-Floor was besseres läuft (Antwort: nein). 1 The Smiths-Coverversion von dieser ätzenden CD: anstrengend. 2 The Smiths-Coverversion von dieser CD: quälend. 3 The Smiths-Coverversionen von dieser CD: mein Auto ruft.

3.  Ich muss dringend mal wieder raven gehen. Weggeh-Abende, bei denen man die meiste Zeit nur rumsitzt, weil keiner tanzt, weil man zu der Musik (ein flotter Mix aus uninteressanten B-Seiten, Novelty-Cover-Versionen und totgespielten Hits von Bloc Party) eh nicht tanzen kann, sind irgendwie traurig.

4. Dann doch lieber Abende wie Dienstag, wo man sein Gehirn nach endlosen Diskussionen über “virtuelle Dienste” und ähnlichen Blödsinn eh an der Garderobe abgegeben hat und sich über die größte Hits der 90er totlachen kann. “Fuck I won’t do what you tell me.”Wobei ich immer noch etwas sauer bin, dass meine Wünsche (die ich für das Kollektiv ausgerichtet habe) ignoriert wurden, wir hätten alle so gern noch Scatman John, Whigfield und Caught in the Act gehört.

5. Ansonsten mache ich mir etwas Sorgen um meine Leihkatze, die nach der Entführung meines Hausschuhs am Donnerstag nicht wieder aufgetaucht ist. Ich hoffe, sie ist nicht etwa von den Fuß-Ausdünstungen in meinem Hausschuh krank geworden?

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Randnotizen zum Achtelfinale

Wer war jetzt eigentlich schlechter, Barcelona oder der Kommentator des DSF? Oder meine Tipps?

Stefan Effenberg ertrage ich übrigens auch nicht.

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Fieser Zeitvertreib

Da mir sonst keine Ablenkung mehr einfällt, die mich vom Schreiben abhält, habe ich der Familientradition folgend auch mal einen kleinen Test gebastelt. Nicht ganz einfach, glaube ich. Viel Erfolg dabei!

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Update: Da der Test viel zu schwer ist, hier ein leichterer…

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Berlinale 2007

Zurück in der Wirklichkeit (oder zumindest so was ähnlichem; “Leiche im Gleisbett”, liebe Bahn, das meint ihr doch nicht ernst*)… ich fühle mich immer noch, als hätte ich mindestens neun Zeitzonen durchquert und mein Gehirn gleicht einem stotternden Motor, der nicht anspringen will. Zumindest konnte ich gestern beim Arzt die Frage “Wo haben Sie denn die blauen Flecken her?” eindrucksvoll damit beantworten, dass ich verpennt gegen einen Stuhl lief, der sich fieserweise in meinen Weg gestellt hatte.

Aber eigentlich soll es hier gar nicht um billigen Slapstick gehen, sondern um die Berlinale.

Ein paar generelle Bemerkungen:
- Es war extrem stressig, weil die Kinos doch recht weit auseinander liegen und man ja ab und zu mal was essen und trinken muss.
- Kulinarisches Highlight: Maple Frosted Donut von Dunkin’ Donuts. Schön auch die beiden leicht anorektischen Mädchen, die sich angeekelt in der Bahn wegsetzten, als wir unsere 6er Box Donuts auspackten.
- Cubix 9 am Alexanderplatz hat die tollsten Sessel überhaupt. Allerdings ist “kann man gut drin schlafen” nicht unbedingt das beste Kriterium für einen Kino-Sitz.
- Etwas seltsam waren die Karten-Abreiß-Vorschriften: Mal wurde die Karte eingerissen, mal bekam man die Karte mit nur einem Abriss, mal mit zwei, einmal wurde mir unterstellt, eine bereits abgerissene Karte vorzuzeigen. Verwirrend.

Nun aber zu den Filmen:

Tekkonkinkreet (Zoopalast 4): Anime nach einer Manga-Vorlage. Leider mit einigen Längen, aber sehr schönen Bildern in einem ungewöhnlichen Stil. Durchaus empfehlenswert. Hätten wir doch bloß das Poster geklaut! Der Regisseur war ein Amerikaner, der seit 15 Jahren in Japan lebte und extrem langsam sprach, weswegen wir doch recht schnell aus der Fragestunde flohen.

The Tracey Fragments (Cubix 9): Ein 15jähriges Mädchen rennt zu toller Musik** panisch durch eine kanadische Stadt auf der Suche nach dem verschollenen 9-jährigen Bruder. Eine irre Mischung aus “Don’t Look Now” und “Catcher In The Rye”. Sehr ungewöhnliche Bilder (viele Kameraeinstellungen auf einmal, der Regisseur verglich die Bildkomposition auch zurecht mit einem Mondrian-Gemälde) und eine unheimlich gute Hauptdarstellerin, vielleicht mein Lieblingsfilm des Wochenendes, und zumindest der, der mich am nachhaltigsten beeindruckt hat.

I’m A Cyborg, But That’s Ok (Urania): Meine Erwartungen an diesen Film waren unendlich hoch, unfairerweise, denn was sollte nach dem perfekt durchkomponierten Meisterwerk “Lady Vengeance” noch kommen? Ein großartiger Vorspann, eine seltsame Geschichte und Leute, die nach 20 Minuten das Kino verliessen, warum auch immer.*** Auch fast eine Woche später weiß ich nicht genau, was ich von dem Film halten soll. Er ist unheimlich schön, er ist sehr bunt, er ist sehr traurig, er ist sehr lustig, er ist bizarr und es wird gejodelt. Allerdings ist er in seiner Erzählstruktur und Kamera im Vergleich zu The Tracey Fragments sehr konventionell, auch wenn der Vergleich sehr unfair ist, bemüht sich doch The Tracey Fragments vor allem um Realismus, während Chan-Wook Park mit I’m A Cyborg… alles andere außer Realität im Sinn hatte. Oder?
Jedenfalls muss ich diesen Film noch ungefähr 1 bis 10 mal gucken, möglichst auch nicht in der 3. Reihe ganz außen mit einem Kopf vor mir, der die Mitte der Untertitel überdeckt.

Gen Zong- Eye in the Sky (CineStar 8, Potsdamer Platz): Recht konventionelles Hong Kong-Krimi-Kino (seltsamerweise nicht mit dem kantonesischen Originaltitel angekündigt, sondern mit dem hochchinesischen). Aber mit der Stadt (der großartigsten Stadt der Welt) in der Hauptrolle, weswegen mich der Film sehr glücklich gemacht hat. Allerdings massiv peinlich war die Fragerunde nach dem Film, in der zunächst die Mikros nicht funktionierten, die Moderatorin schlecht vorbereitet war und aus dem Publikum Fragen wie “Wie realistisch ist ihre Darstellung der Polizei-Arbeit, die chinesische Polizei ist doch als sehr korrupt bekannt?” kamen.

Eagle vs. Shark (Zoopalast 4): Ein typischer Sundance-Film, allerdings aus Neuseeland, was allerdings außer den typischen Hobbit-Wiesen und einer kurzen Erwähnung von Netball nicht weiter auffiel. Verschrobener Nerd (Tautologie, ich weiß) trifft sehr geduldige Frau, eine chaotische Liebesgeschichte entwickelt sich. So weit, so oft genug gesehen, aber immer wieder nett, schließlich habe ich auch unzählige ähnlich klingende CDs von britischen Gitarrenbands im Regal stehen. Allerdings hatte ich während des Films mehrfach das Bedürfnis, der Hauptdarstellerin zu zu rufen, dass sie sich nicht so von dem Typen quälen lassen solle.

Comrades in Dreams- Leinwandfieber (Cubix 8): Dokumentation über Kinomacher in aller Welt, d.h. in Nordkorea, den USA, Burkina Faso und Indien. Sehr faszinierend, insbesondere der Teil in Nordkorea, sehr amüsant (warum “Titanic” in Indien nicht funktioniert hat) und vor allem sehr sentimental, man merkte deutlich, dass der Regisseur selber lange Jahre als Vorführer gearbeitet hatte.

Luo Ye Gui Gen- Getting Home (Cubix 8): Eine sehr schwarze Komödie um einen Mann, der seinen verstorbenen Freund von Südchina bis zu den Drei Schluchten des Yangtse transportiert. Wunderschöne Landschaftsaufnahmen und eine abwechslungsreiche, sher unterhaltsam erzählte Geschichte. Sollte im Gegensatz zu diesem Mist mit Jennifer Lopez im Wettbewerb laufen, aber dass das Festival von Menschen ohne Geschmack geleitet wird, ist ja nichts neues.

Jigoku no kyôen - Procurer Of Hell (Delphi-Kino): Kein neuer Film, sondern von 1961, der im Rahmen einer großen Kihachi Okamoto-Retrospektive lief. Ein sehr stark an französische Filme der 60er Jahre erinnernder Film noir, der vor allem wegen seiner Bilder von Tokyo interessant ist. Und wegen der starken Frauenfiguren, die ich nicht in so einem Film erwartet hätte.

* Vorgestern abend, ICE von Hamburg nach Erfurt über Berlin und Leipzig: Zug hält im Niemandsland zwischen Hamburg und Berlin. “Wegen einer Leiche im Gleisbett verzögert sich unsere Weiterfahrt.” … “Wir bekommen demnächst einen Lotsen an Bord, der wird dann den Zug über Stendal nach Berlin leiten.” … “Wir haben momentan eine Verspätung von mehr als einer Stunde und beginnen jetzt mit dem Austeilen der Verspätungsgutscheine.” … “Wegen einer Person im Gleisbett mit Notarzt-Einsatz musste der Zug leider außerplanmäßig halten. Es stellte sich dann heraus, dass die Person bereits tot war, und der Zug musste daraufhin umgeleitet werden. ” Args. Stendal liegt übrigens in Sachsen-Anhalt, falls es jemanden interessiert.

** “Horses” von Patti Smith (gecovert von Broken Social Scene). Ich liebe “Horses”. Und dann war der Song auch noch genau so umgesetzt, wie ich es mir immer vorgestellt habe. Da hatte der Film schon gewonnen.

*** Ich spare mir die Hasstiraden für einen anderen Post. Kill ‘em all.

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Mobloggen war gestern…

Heute wird deutlich komfortabler ge-DS-bloggt [Notiz an mich: Dringend neues Wort kreieren.]. Aber meinen großen Berlinale-Bericht gibt es trotzdem erst demnächst oder noch später. Jetzt muss ich erstmal die tollen Sonderzeichen ausprobieren: ♭※∴∞「」*×〒%±•…/\♪¿¡Œ

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Who needs honey as long as there’s some money…

Be afraid, be very afraid: Am 07.07.07 erscheint das neue “Smashing Pumpkins” Album namens “Zeitgeist” a.k.a. Billy Corgans neues Soloalbum mit etwas Hilfe von Jimmy Chamberlin.

Vorher natürlich noch die Auftritte bei Rock am Ring und Rock im Park, die mich gleichermaßen mit Furcht und mit Vorfreude erfüllen. Ich war wirklich traurig, als sich die Smashing Pumpkins auflösten, ich höre immer noch einmal im Jahr alle Smashing Pumpkins-Alben durch (Outing galore!) und ich habe ein Jahr gebraucht, um über die Trennung hinweg zu kommen. Aber trotzdem ist eine Reunion das letzte, was ich will. Vor allem, da ich Billy Corgans Soloalbum mit Müh und Not einmal durchhören konnte, weil es einfach zu schrecklich war (Die Texte! Die Instrumentierung! Das “To Love Somebody”-Cover!). Und das schreibe ich als jemand, der die Zero EP mehrfach komplett angehört hat (ja, inklusive des bescheuerten Pastichio Medleys).

Aber schön für die Alternative-Kiddies, die man in Erfurter Einkaufszentren antrifft (Merkmale: Nirvana-T-Shirt, Smashing Pumpkins + Nirvana-Aufnäher auf dem Rucksack, ca. 12 Jahre alt), die können dann zumindest mal eine Band von ihrem Rucksack live sehen.

Am Allerschlimmsten ist es eigentlich, dass ich mich jetzt verdammt alt fühle. Oma erzählt vom Krieg, jaja.

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O2-dyssee, Teil 2

Ein ganz klein bisschen erzürnt hatte ich Montag mein wertvolles (und sehr höfliches!) Kündigungsschreiben per Einschreiben mit Rückschein (nicht, dass da jemand behauptet, die Kündigung wäre nicht angekommen) an O2 gesandt. Nach Tagen der Sorge, da laut Post-Tracking System* mein Einschreiben immer noch in Nürnberg auf seine Abholung wartet, lag heute dann der Rückschein im Briefkasten und es kam die erste Meldung per SMS vom “O2-Team”:

“Sehr geehrte Frau kleinstadt, bleiben Sie bei o2! Sie erhalten ein neues Handy zum Vorteilspreis oder eine Treuegutschrift! Mehr dazu in Kürze per Post.”

Der Hinweis, ich solle bitte nicht nochmal anrufen und mich beschweren, passte wohl nicht mehr in die SMS. Aber egal. Hurra! Erfolgreich gekündigt! Und nein, ich will weder ein neues Handy zum Vorteilspreis noch eine Treuegutschrift! Und meine beknackten O2-Punkte, mit denen ich eh nichts anzufangen wusste, könnt ihr auch gern behalten! Allerdings bin ich schon gespannt, was für debilen Plunder die mir so anbieten.

Und apropos Handy, welcher Depp hat anonym Mittwoch um 4.30 a.m. bei mir auf dem Handy angerufen? Nicht, dass ich es gehört hätte, mein Handy war stumm geschaltet, aber interessieren tät’s mich schon.

 *Ich liebe es, Pakete und Einschreiben zu tracken. Wäre das nicht so teuer, würde ich alles per Einschreiben schicken. RR870647425DE, ein Wohlklang in meinen Ohren. 

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