Archiv für August, 2007

“Wärmepilz, nicht Fußpilz”

Weiß jemand, was in diesen Spam-Mails drinsteht? Ich will die ja nicht öffnen, aber die Überschrift ist in ihrer ganzen DADA-haftigkeit faszinierend.

Update: Ich kriege jetzt auch welche mit Inhalt, und zwar zweisprachig. Interessanterweise sind die englischen Spezifikationen der “Wärmepilze” ganz anders als die deutschen, und nicht weiter verwunderlich machen beide Beschreibungen keinen Sinn.

Kommentare (2) »

2x Erstaunen am Morgen

1. Zum Frühstück 4 (in Worten: vier!) Musikvideos hintereinander ohne Werbung auf MTV gesehen. Hat mein Fernseher heimlich Adblock installiert?

2. Wenn ich mit meinen Wurstfingern bloß “d” statt einer vollständigen URL eintippe, weil ich irgendwie gegen die Enter-Taste gekommen bin (ich sag ja, Wurstfinger), werde ich zur Strafe zu Deesworld weitergeleitet. Brrr. Nach den Bildern zu urteilen, will D! der neue DJ Bobo sein.

Edit: Und noch was- zum ersten Mal japanischer Spam in meinem Spam-Folder. Hoorray!

Kein Kommentar »

Creepy

So gegen 23.30 Uhr auf dem verlassenen Parkplatz/Schlaglochpiste hinter dem Hörsaal: Während ich in mein Auto steige, fällt mir auf, dass im Auto direkt neben meinem ein Mann sitzt, der zu schlafen vorgibt. Weiter ist nichts passiert, und ich war mit einer Kiste leerer Flaschen bewaffnet, der Wachschutz in Rufweite und die Zentralverriegelung mit einer Ellenbogenbewegung unten, aber unheimlich war es trotzdem. Warum parkt jemand neben dem einzigen anderen Auto auf dem Parkplatz (das Auto war nämlich noch nicht da, als ich 2 Stunden vorher Zeug ins Auto gebracht habe), um dann im Auto sitzenzubleiben?

Kein Kommentar »

Ok, Constantin Film AG,

Ich habe es begriffen. Ihr könnt euch echt die beschissensten Filmtitel (”Pornorama (oder die Bekenntnisse der mannstollen Näherin Rita Brauchts)” - woahahaha, Schenkelklopfer³) ausdenken und die ätzendsten Handlungen (”Feuer, Eis und Dosenbier”) ausdenken, aber langsam ist mal gut, oder? Klar, es geht immer noch tiefer, und für 1 Woche Malle kommt man mittlerweile mit Rainbowtours 2 Wochen an den Balaton, da ist das Saufen billiger und das Essen schlechter, was gut ist, weil einen das Kotzen vor der Alkoholvergiftung bewahrt.* Aber müssen so Filme wie “Kein Bund für’s Leben” sein? Muss Axel Stein wirklich immer noch den unlustig-lustigen Dicken spielen? (Ich dachte, der sei schon 35 Jahre alt, so wie diese eine Tussi von Beverly Hills 90210, aber dabei ist er “erst” 25, das heißt, dieser Schrecken wird mindestens noch 10 Jahre anhalten.)

Das ist keine “urkomische Attacke auf die Lachmuskeln” (Pressetext), sondern das filmische Äquivalent zu einer mehrstündigen Zugfahrt in einem brechend-vollen ICE an einem Freitagnachmittag in Begleitung sehr vieler ungewaschenen, hormon-gebeutelten Bundeswehrsoldaten in der Grundausbildung, bewaffnet mit billigem Bier und schlechten Handy-Klingeltönen.

Insofern, liebe Produzenten und co., ihr kennt doch alle diese Szene aus Pulp Fiction, wo Uma Thurman eine Sorte weißes Pulver mit einer anderen Sorte weißem Pulver verwechselt? Spart euch in so einem Fall doch einfach die Adrenalin-Spritze danach.

Herzlichst,

Ihr F. J. Wagner

*Sollte das ein Film werden, sehe ich mich leider gezwungen, München in die Luft zu sprengen.

Kommentare (2) »

Dinge, an die sich mein Gehirn zu erinnern glaubt

Heute: Erinnert sich noch jemand an eine Geschichte, in der eine Frau mit ihrem Lieblingsbuch verheiratet war? Oder eine Zeitungsmeldung (Kategorie: Spiegel Panorama), laut der eine Britin (bei solchen Geschichten sind es immer Briten) ihr Lieblingsbuch heiraten wollte?

Nein? Wirklich keiner? Aber zumindest jemand, der sich auch erinnert, den Oberbürgermeister mit Hut und einem Elefanten am Apothekerbrunnen gesehen zu haben?

Auch nicht?

Och menno.

Kommentare (8) »

Die traurigste Nachricht des Jahres. Ich würde gern einen Nachruf schreiben können, schreiben, wie unglaublich viel mir Tony Wilson bedeutet hat (Manchester! Joy Division! New Order! Factory Records! Madchester! Rave! A Certain Ratio! Happy Mondays! Und vor allem: Manchester! MANCHESTER!), aber ich bin so erschüttert, dass ich kaum tippen kann.

Kein Kommentar »

Was wirklich erstaunlich ist

Vor ein paar Wochen wurde der Keller eines Uni-Gebäudes geflutet, damit auch diverse Büros. Dann geschah erstmal nichts. Manche besorgten sich auf einige Kosten Entlüfter, Heiztrockner und Nasssauger, andere durften sich über den feinen Schimmel an den Wänden freuen. So weit, so normal. Und da dann die vorlesungsfreie Zeit anbrach, hätte bis zum nächsten Semester auch nichts mehr passieren können/müssen/dürfen/sollen.

Doch plötzlich möchte das Studentenwerk die Renovierung so schnell wie möglich erledigen. Schockschwerenot! Pünktlich (!)  zur verabredeten Uhrzeit (!) stand ein Handwerker im Büro, der ohne groß Worte zu verlieren, anfing, den Teppich auszumessen und etwas murmelte von “noch diese Woche geliefert”. Wie, was, wer? Innerhalb von einer Woche eine Bestellung nicht nur ausführen, sondern auch noch liefern lassen? An einer Universität? Hallo? Wo ist die versteckte Kamera?

Nun kann es natürlich passieren, dass all dies doch nicht so schnell wie versprochen vonstatten geht und auch die Suche nach dem nicht-auffindbaren Sicherungskasten die ganze Sache verzögert, aber generell ist das ein Ausmaß an Effizienz, was mich wirklich sprachlos macht.

Kommentare (2) »

aaaaaaaaah

Ich frage mich gerade, ob es nicht doch sinnvoll gewesen wäre, die ABC-Pflaster für sensible Haut zu kaufen, oder vielleicht gleich eine Großpackung, denn jetzt fällt mir langsam auf, dass nicht nur mein Nacken, sondern eigentlich auch mein Rücken verspannt ist. Auf der Packung finden sich keine Hinweise, dass man nicht den ganzen Körper damit bekleben darf.

Edit: Allerdings entfaltet sich gerade die wahre durchblutungsfördernde Wirkung des Pflasters, das mit den billigen 1 Euro-Kopien von Xenos (”Abenteuerliches Einkaufen”) nicht zu vergleichen ist, so dass ich mich doch erstmal auf ein Pflaster beschränke. Aaaah. Kaffee zum Wachwerden brauche ich nun nicht mehr. Konzentrie-aaah-re—n kann ich mich aber ger-aaaaaah-de auch nicht mehr. eeeeeeeeeee. Dabei aaaah wüääh gfzejoidpqöklnjbshd vzgxcyvgahqjkl,övwspodu0 hgqzvu1hbq2njwsdfmv aaaaaaaaaaah…

Edit: So, nachdem ich das Pflaster wieder entfernt habe, ist auch der seltsame Geruch wieder weg, so dass ich mit einem fabulösen Delling gleich zum Geruch meiner neuen Taschentücher überleiten kann. Diese heißen Regina, sind mit Tweety-Motiven bedruckt (”[Diese Edition] spricht besonders kleine Kinder an”) und verströmen einen “zarten” Duft, den ich leider mit meiner verstopften Nase zunächst nicht wahrgenommen hatte. Auch übersahen meine verquollenen Augen den Aufdruck “Mit Duft”. Nun ja, jetzt riecht das Badezimmer nach billigem Seifenaroma. Mmh.  Eventuell könnte ich die meinem Nachbarn, der jetzt nicht nur mitpfeift, sondern Terror2.0-mäßig auch kurz mitsang, bis ihn seine Frau anpöbelte, mit diesen Taschentüchern zurückquälen.

Kein Kommentar »