Archiv für Januar, 2008

Ein kleiner, bunter Strauß Unterhaltung

Von anspruchsvoll bis sinnlos:

Anspruchsvoll: Waving Goodbye to Hegemony (New York Times, 27.01.08) Geopolitische Veränderungen in der Zukunft und die Rolle der USA. Nicht unbedingt überraschend, aber ein sehr guter Überblick. Außerdem wird auf der ersten Seite jemand zitiert, bei dem ich vor 13 (?) Jahren mal zuhause essen war.

Hübsch, meditativ, irgendwie sinnlos, aber trotzdem sehr unterhaltsam: Untangle, mein neues Lieblingsspiel (nur die Musik muss man schnell ausstellen)

Mmmh, bizarr: Blaubeer-Buttermilch-Pfannkuchen, die wie Alien-Gehirn aussehen. Wenn ich jetzt besser in Chemie wäre, könnte ich sicherlich erklären, warum der rohe Teig violett, die Pfannkuchen grell-blau und die Blaubeeren eher rötlich-blau sind.

Look, mom, I fried E.T.! Brr. Es guckt mich grimmig an.

Naja, nachdem ich gerade meinen eBay-Account gekündigt habe, kann ich eh keine Marien-/Jesus-Erscheinungen auf Pfannkuchen, Toast oder ähnlichem mehr verkaufen.

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Kurznotizen

And the Oscar nominees are: Nicht Zodiac. Aaargh! Penner. (Trotzdem freue ich mich wie blöd auf die Verleihung. Jaja, Hassliebe.)

Ein schlechter Western ist übrigens das Remake von 3:10 to Yuma. Ein Anwärter auf den “nervigstes Filmkind des Jahres”-Award. Aaargh.

Prima Filmkinder sind hingegen die Gören aus I Am Legend. Das erste Kind stirbt und das zweite Kind redet kaum. So wird’s gemacht. Leider wird daraus trotzdem kein guter Film.

Control war selbst auf Deutsch recht gut, wenn auch nicht so gut wie 24 Hour Party People. Die Bandszenen sind großartig, zumindest für jemanden wie mich, der zu spät geboren ist, um die Band jemals live gesehen zu haben. Ach, meine Synchro-Toleranz ist wirklich kaum noch vorhanden.

Super Idee für die Oscar-Verleihung: Falls wegen des Writer-Strikes keine Schauspieler kommen, einfach das Auditorium mit Look-Alikes, Pornstars und den Leuten füllen, die sonst die leeren Plätze besetzen, wenn die Stars mal eine Zigarettenpause brauchen.  Den Unterschied merkt keiner.

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Mmmh, Tannis Root

Endlich weiß ich, warum ich die beiden alten Leute, die eben bei mir zum Heizungsablesen waren, so unheimlich finde. Denn auch wenn ich kaum etwas mehr hasse, als Menschen, die in meiner Wohnung rumschnüffeln und Sachen anfassen, so kann ich damit für fünf Minuten leben (allerdings auch keine Sekunde länger). Jedoch wenn die beiden alten Leute nicht nur wie die Castavets aus Rosemary’s Baby aussehen, sondern sich auch noch so benehmen, bin ich froh, dass es sich nicht um meine Nachbarn handelt, und nicht genügend Zeit blieb, um satanische Amulette und ähnliches bei mir zu verstecken. Brrr.

Abgesehen davon ist Rosemary’s Baby einer der besten Filme überhaupt, was allerdings an der ganz hervorragenden Buchvorlage liegt, die 1:1 im Film ungesetzt wurde. (Würde ich einen celebrity gossip blog schreiben, würde ich Tom Cruise und Katie Holmes erwähnen…)

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Most amazing

Cute overload! Diese Papiervögel sind so unglaublich entzückend, dass ich sie heute noch basteln muss (und dazu sogar einen Abstecher nach Nerd Central auf mich nehmen werde).

Hurra! Es gibt hier noch mehr tolle Links zu tollen Papierfiguren.

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Ach ja

Und dann sollte man manchmal, wenn man auf eine ganz wichtige Mail wartet, einfach mal daran denken, von welcher Adresse man die Mail geschickt hat und dass der Empfänger höchstwahrscheinlich auch an diese Adresse antwortet, dann spart man sich nämlich jede Menge panische Suche im Spamfolder anderer Mailadressen.

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Noch mehr Bekloppte

Dank Comment #15 zu diesem Artikel auf BadScience.net, einem sehr empfehlenswerten Blog, habe ich festgestellt, dass es die wunderbaren Comics, die man auf Festivals von Jesus Freaks in die Hand gedrückt kriegt, auch online gibt. Hurra! Hier also meine Favoriten für alle, die sich nicht stundenlang durch die komplette Auswahl wühlen wollen (wobei wirklich jeder Comic sehr amüsant ist): Das war Dein Leben!, Rudis Ameisen und, leider nur bei einer Abnahme von 10000 Stück erhältlich, Sind Katholiken Christen? (besonders empfehlenswert auch hier die englische Version, in der man am Ende ankreuzen kann, ob man Jesus als seinen Erlöser anerkennt). OMG!

Edit: Auch ein Knüller ist Der Anfang, in der ein Man mit Hitlerbärtchen erklärt, dass Evolution Schwachsinn ist. Außerdem lernt man, dass Schlangen Arme haben, was nochmals in Der letzte Dinosaurier aufgegriffen wird.

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Mehrwertfernsehen

Da ich eigentlich nur fernsehe, wenn ich krank bin, bin ich mir nie sicher, ob das Fernsehprogramm immer so bizarr ist, oder ob ich mir das alles nur einbilde. Allerdings, könnte sich mein Gehirn so etwas wie Kanal Telemedial ausdenken? Ich hoffe nicht.

Dieser Sender ersetzt bei mir nachts KIKA, so wie früher Astro TV, was es anscheinend auch immer noch gibt. Kanal Telemedial macht “Mehrwertfernsehen” und ist so etwas wie die verfeinerte Version von Astro TV mit noch bizarreren Beratungen, noch seltsameren Konzepten (merkwürdiges Geflöte, Gesinge und Getanze) und der sensationellen Erfindung des Energieausgleichs (andere Menschen würden wohl Geldspende dazu sagen). Sehr gut gefällt mir auch die Möglichkeit, selbst Berater zu werden, wofür man zunächst bei einer Hotline für 1,99 Euro/Minute anrufen muss. Clever! Auch der Livestream ist selbstverständlich nicht kostenlos, aber mit 5 Euro/Monat ein echtes Schnäppchen. Hey, selbst das merkwürdige Bundesliga-Abo von T-Online kostet schließlich Geld (wobei man für die 0,99 Euro/Monat noch nicht mal bei der Bewerbungshotline anrufen kann, aber egal, der Mehrwert ist da auch nicht so hoch).

Jedenfalls sah ich im Mehrwertfernsehen in den letzten Tagen folgende fantastische Dinge: eine Frau, deren Tanzstil als “einmalig auf der ganzen Welt” vorgestellt wurde, aber stark an die Dame erinnerte, die zu meinem großen Entsetzen beim Spearmint-Konzert in Stuttgart plötzlich anfing, durch den Raum zu eiern (und nein, nicht im Takt der Musik, Takt ist was für Spießer, vermutlich); einen Mann mit einer Blockflöte, der allerdings den typischen zu-doll-in-die-Flöte-blasen-und-dabei-sabbern-Sound drauf hatte (Grundschüler wissen, was ich meine); zwei Frauen, die so was ähnliches wie Obertongesang versuchten und/oder Geister herbeiriefen, und eine Gesprächsrunde mit vielen sehr fröhlich aussehenden Menschen, die sich absolut nichts zu sagen hatten (also genau das Gegenteil von sonstigen Talkshows) . Insgesamt also total erfüllend. Und immerhin hielt es mich davon ab, bei gewissen Ratesendern anzurufen und beim Spiel “Worte, die mit Nacht beginnen” Antworten wie “Nachtbusendstation” oder “Nachtigallenzunge” zu geben.

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