Ich habe gerade festgestellt, dass das letzte Mal, dass ich gebügelt habe, im Mai des letzten Jahres gewesen ist. Wooohoo.
Archiv für April, 2008
Neues vom Dorf
Was niemanden überraschen wird, der den letzten Eintrag gelesen hat: Ich bin massiv erkältet. Jaja.
Hingegen verwunderlich: Die so technisch unbedarft wirkende Bibliothekarin hört bei der Arbeit Musik mit einen iPod (oder zumindest über iPod-Kopfhörern). Vielleicht war es am Ende doch kein Student, der auf einem der Bibliothekscomputer zwei(!) Torrent-Clients installiert hat.
Komplett erstaunlich: Jetzt, wo ich endlich dabei bin, das grüne Herz Deutschlands zu verlassen und ins, äh, stählerne Furunkel Deutschlands zu ziehen, wird das Mensaessen essbar. Gestern schmeckte die Gemüsesauce zu den nicht-pappigen Nudeln wirklich nach dem Gemüse, da in der Sauce zu sehen war. Und: Die Tomatensauce enthält jetzt Tomatenstücke von echten Tomaten! :shock:
Gar nicht erstaunlich: Das Prüfungsamt kriegt es innerhalb einer Woche nicht fertig, mir eine Notenübersicht zu erstellen, etwas wofür ich inklusive des Raussuchens aller Scheine 30 Minuten benötigt habe. Args.
Immer noch verstörend: UFO-Guy, der sogar mal für Erich von Däniken gearbeitet hat, wie sich mittlerweile herausstellte. Ich bin demnächst zu einem Abendessen eingeladen, wo UFO-Guy auch anwesend sein wird und ich bin noch nicht so sicher, ob ich dahin gehen möchte, obwohl gutes Essen normalerweise für mich Grund genug ist (manche nennen es auch “verfressen”). In related news: Wie heißt nochmal diese pseudo-humanistische UFO-Sekte, die manchmal in Fußgängerzonen rumsteht (nein, nicht Scientology)?
Kindergeburtstag
Spiele, Spaß, Bratwurst (Privatfleischerei Gehlberg, sehr empfehlenswert), Schnaps und die Erkenntnis, dass ich die Königin des “Äpfel mit dem Mund aus einem Wasserbecken fischen” bin, was vermutlich an meiner wenig damenhaften Furchtlosigkeit vor dreckiger und nasser Kleidung liegt. Dabei habe ich mir irgendwas verrenkt, wobei ich nicht ganz weiß, ob ich meinen eh schiefen dritten Halswirbel wieder eingerenkt habe oder alles noch schlimmer gemacht habe. Nun ja. Außerdem wurde mir zum dritten Mal in meinem Leben Doppelkopf beigebracht, und dieses Mal habe ich es sogar begriffen, was daran liegen könnte, dass ich nicht wie zuvor ununterbrochen angemeckert wurde beim Spielen. Yeah! Außerdem kann ich im Blindtest Köstritzer Pils von Rosen Pils unterscheiden, selbst wenn mir Rosen Pils als Köstritzer untergeschoben wird. Ha! Immerhin etwas gelernt in Thüringen.
Ansonsten wünsche ich mir gerade, einen fiesen Uni-Klatsch- und Tratsch-Blog zu schreiben, dann könnte ich die anderen Erlebnisse des gestrigen Abends etwas ausführlicher beschreiben, aber mein Gewissen hält mich leider davon ab. Daher 1880 Zeichen (sagt Word) anonymen Hass:
Dabei hätten es Leute, die Unterhaltungen über Fußball unterbrechen, um mitzuteilen, dass sie Fußball doof finden, wirklich nicht besser verdient. Insbesondere wenn sie die Unterhaltung nur unterbrechen, um die Frau (also mich) anzugraben und sich dann noch nicht mal von meiner Antwort, dass Desinteresse an Fußball ein Charakterfehler sei, abschrecken lassen. Hinweis: Ich bin nicht an dir interessiert, twat, und zwar im Sinne von “selbst wenn du der letzte Mann auf Erden wärst und ich die letzte Frau und ich das Überleben der Menschheit sichern müsste, würde ich eher nach einer Samenbank suchen als mich mit dir einzulassen”. Und überhaupt: Dude, nur weil ich eine Frau bin (und genau das auch die einzige Eigenschaft ist, die mich für dich interessant macht, vielen Dank), habe ich noch lange kein Interesse an dir, insbesondere nicht, wenn du nicht aufhörst, mich anzubaggern, nachdem ich dir gesagt habe, dass ich einen Freund habe (was du sicherlich häufiger hörst, aber in diesem Fall stimmt es. Ansonsten gilt natürlich auch der Satz des Beziehungsexperten Homer S.: “ich bin nicht lesbisch, aber ich lerne es noch”. Wobei Nonne in einem Bier-brauenden, Schnaps-brennenden Kloster meine preferierte Möglichkeit ist. Egal.). Selbst wenn ich Interesse an charakterlosen, Fußball-hassenden, Eistee-saufenden Informatikern mit selbstrasierten Unfrisuren hätte, die 5 Jahre jünger als ich sind und sich 15 Jahre jünger benehmen, selbst dann wäre die Auswahl so groß, dass ich wahrscheinlich per Los entscheiden müsste und mich höchstwahrscheinlich nicht für dich entscheiden würde. Und nur weil ich angetrunken bin, heißt NEIN nicht plötzlich JA. Und jetzt hör auf, auf meine Brüste zu starren und verpiss dich. Ach ja, und die Tatsache, dass du angeblich schon deinen vierten Eistee trinkst, macht dich nicht unbedingt attraktiver, insbesondere nicht, wenn der dazu führt, dass dir Sabber aus dem Mund läuft. Das gilt auch für den unvergessenen Herrn B., dessen sensationelle Anmache damals den Satz “ohne drei Bier kann ich nicht einschlafen” enthielt. Äh, kein Interesse. Fuck off. Allerdings danke ich dem Eistee, dass er nicht in deinem Magen verbleiben wollte und ich dich so losgeworden bin. Haha. Wanker.
(Ich bin wirklich verstört, wie penetrant manche Leute sein können.)
Ansonsten sollte das Studentenwerk wirklich über die Umwandlung des neon-orangen Wohnheims in ein Laufhaus nachdenken, es wäre die Lizenz zum Gelddrucken.
Was mich gerade erfreut
1. Der Caffeine Test:

Created by OnePlusYou
Wieso eigentlich delusions, tz. 215 Klicks in 30 Sekunden, das ist godlike.
2. Ein Kapitel über die Viscoelastizität von Velveeta-Käse-Polymeren (und die anschließende Erkenntnisse dank google scholar, dass es viele gelangweilte Chemiker gibt, die sich mit verschiedensten Käsesorten beschäftigt haben).
3. Die Schluss-Szene von There Will Be Blood. Ja, immer noch. So fucking awesome.
Was mir jetzt erst klar wird
Mit der Aussage “Ich kann eine Veranstaltung nicht ernst nehmen, wenn Erich von Däniken dort auftritt” habe ich heute mittag ernsthaft jemanden beleidigt. Und auf den Satz “Es gibt durchaus gute Bücher zu seinen Theorien” hätte ich nicht mit “ja, satirische” antworten sollen. Oh. Verstörend.




