Trockenhefe ist mir seit je etwas suspekt, aber wenn in einem Rezept die Angabe „1 1/4-ounce package active dry yeast“ vorkommt, die ich als 1,25 oz. Trockenhefe verstehe ( ungefähr 35 Gramm, was 5 Packungen Trockenhefe bzw. 125g frische Hefe entspricht, und ja, das ist eine ganze Menge bei 750g Mehl), dann nehme ich lieber Trockenhefe als Frischhefe, da ich keine Schüssel habe, die groß genug für den Vorteig wäre (naja, vielleicht der 6 Liter-Kochtopf).
Wenig überraschend beeindruckte mein Teig durch rasch wachsendes Volumen und blieb, da ich nur die Hälfte des Rezepts zubereitet hatte, freundlicherweise auch in seiner Schüssel. Allerdings bestand das Brot (exzellente Kruste, sehr gute Konsistenz, nur etwas zu süß für meinen Geschmack) nachher- auch wenig überraschend- zu 70% aus Luft. Wo war der Fehler? Haben sich die amerikanischen Hefestandards plötzlich geändert? Sind Ounces nicht mehr das, was mein Taschenrechner behauptet? Meint das Rezept doch Frischhefe (dann würde es nämlich einigermaßen hinkommen)? Oder aber lügt die New York Times?
Nein. 1 1/4 ounce meint 1 (1/4 ounce) package dry yeast, also eine Packung mit 7 Gramm. Klammern retten Leben, liebe Kinder. Ich backe derweil doch lieber Plätzchen.
Veröffentlicht von Alex am November 16, 2008 um 8:58
Darn, und ich hab keinen Ofen, nur zwei (leicht schwaechelnde) Herdplatten, aber frisch Brot klingt lecker. Ob ein kleiner billig Ofen reicht, um ein Brot zu backen? Wir haetten einen im Lab, damit backen wir unsere Platinen :p
Veröffentlicht von kleinstadt am November 16, 2008 um 9:22
Hm, hängt davon ab, welche Temperaturen der erreicht. Das Brot oben wird bei 180°C gebacken, die meisten Brote allerdings bei 200°C oder mehr. Falls du eine große Auflaufform mit Deckel hast und die in den Ofen hineingeht und der 225°C erreicht, empfehle ich uneingeschränkt dieses Rezept (3 cups Mehl sind 450g Mehl, 1 5/8 cups Wasser ungefähr 400ml Wasser, auch durch Bier zu ersetzen).