Was mir besonders gut gefallen hat, dass sich der Film bemüht, kleinere Plot-Holes durch umotivierten Dialog zu stopfen (Warum kann Ewan McGregors Charakter Hubschrauber fliegen? – Hat er bei der Luftwaffe gelernt, wie er wenige Minuten reichlich unmotiviert als Teil seiner Lebensgeschichte berichtet hat. Weswegen kennt sich die Antimaterie-Frau mit Medikamenten aus? – Sie macht eigentlich was mit Bio und Physik, wie sie Minuten vorher Tom Hanks-Charakter erzählt hat. Achso.) und so eine gewisse Binnenlogik erzeugt. Wen interessieren dann noch so Details, wie z. B. was mit den Hubschrauber-Wrackteilen passiert… wahrscheinlich wurden die von der Antimaterie absorbiert oder jemand hat den Schwerkraftvektor um 180° gedreht. Nicht, dass das größte Logikproblem des Films gewesen wäre. Das Problem dieses Films ist eher, dass die Drehbuch-Autoren (übrigens auch verantwortlich für Indiana Jones IV und I, Robot) auf etwas wie das Anti-Logik-Partikel gestoßen sind und damit 138 Minuten gefüllt haben. Dagegen ist 10,ooo BC von beeindruckender logischer Stringenz. Nicht, dass das was schlechtes wäre, der Film ist definitiv unterhaltsamer Quatsch, wenn man Freude an Schnitzeljagden, hübschen Explosionen und bizarren Verschwörungstheorien hat.
Allerdings hatte ich wie schon bei 300* das Problem, dass ich mein Lachen über die wirklich lustigen Szenen (die Erzeugung der Antimaterie, hysterical! Generell die Sache mit der Antimaterie-Bombe, uhuhu!) unterdrücken musste, weil die Personen um mich herum, den Film sehr, sehr ernst nahmen.
Sehr gut zusammen gefasst ist das Konzept hier.
*Wobei das 300-Zielpublikum sich heute („Männertag“, als sei nicht jeder Tag Männertag und Saufen keine gesellschaftlich akzeptierte Aktivität) natürlich längst irgendwo besoffen/kotzend rumlag und nicht im Kino war.