Archiv für Filme

EM-Notizen

Gestern im Globus-Getränkemarkt: Eine Frau mit einem Goleo-Schlüsselanhänger. Ist das schon retro?

Warum wird nach jedem Tor “Samba de Janeiro” gespielt? Gruselig!

Ebenfalls gruselig: dass ich ausgerechnet letzte Nacht von “ Games” geträumt habe. Michael Haneke, Rächer der österreichischen Fußballnationalmannschaft. Wie übersetzt man eigentlich “sick fucker” ins Deutsche? Aber hey, Michael, wenn du mal wieder ein sinnloses Remake deiner eigenen Filme drehen willst, ich hätte da noch ein paar neue Ideen.

In meiner persönlichen Weißbierliga führt übrigens nach 6 Spieltagen Schwarzbacher Sonnen-Weisse knapp vor ;Kapuziner Weißbier, dem wegen der Assoziation mit Mönchshof (brrr) leider einige Punkte abgezogen werden mussten. Weit abgeschlagen, sozusagen das Österreich des Wettbewerbs: Franziskaner Weißbier. Ich wurde heute belehrt, dass dies das absolute Lieblingsbier von Manuel Andrack sei; nun, das erklärt, warum ich Manuel Andrack noch nie mochte. Münchner Titelfavoriten wie Weihenstephan, Hacker-Pschorr (mit Bonus für den Satz “Wann schmeckt das erste Bier? Richtig – am späten Vormittag…” auf der Website) und Augustiner spielen allerdings erst in späteren Runden bzw. wenn ich einen Getränkeladen gefunden habe, der diese Biere führt und keine absurden Öffnungszeiten wie “nur mittwochs von 8 bis 10 Uhr” hat.

Das Bier wird selbstverständlich im Elchglas genossen. Stilecht!

Übrigens vermisse ich meine beiden Lieblings-WM-Produkte: Eisbergsalat in Fußballverpackung und schwarz-rot-goldene Tomaten. Rewe, ey! Immerhin gibt es wieder Fußballbrot.

Ach ja, und dann noch: IVAN KLASNIC!!! Woohoo!

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Für nächsten Montag

Es gibt viele Gründe, Grissemann und Stermann zu lieben (u.a. Immer nie am Meer), aber der beste ist wohl die Cordoba-Reportage. Immer wieder schön:

Aaaah!

Und nochmal:

Mmmmh!

Nochmal? Nochmal!

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Was mich gerade erfreut

1. Der Caffeine Test:

The Caffeine Click Test - How Caffeinated Are You?
Created by OnePlusYou

Wieso eigentlich delusions, tz. 215 Klicks in 30 Sekunden, das ist godlike.

2. Ein Kapitel über die Viscoelastizität von Velveeta-Käse-Polymeren (und die anschließende Erkenntnisse dank google scholar, dass es viele gelangweilte Chemiker gibt, die sich mit verschiedensten Käsesorten beschäftigt haben).

3. Die Schluss-Szene von There Will Be Blood. Ja, immer noch. So fucking awesome.

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10x 10.000 B.C. (oh ja)

1. Was noch fehlte: dass die “Ägypter” nach dem Sklavenaufstand in Raumschiffe steigen und wegfliegen. Deswegen nur 9/10 Punkten.

2. Nichts, aber auch gar nichts, macht Sinn in diesem Film. Awesome.

3. WTF? Seriously, WTF?

4. Kann auch daran gelegen haben, dass ich die Dreadlock-Typen nicht unterscheiden konnte.

5. Fleischfressende Killer-Strauße, die sich wie Velociraptoren bewegten. Awesome.

6. Dieses Meisterwerk ist jenseits von so würdelosen Fragen wie “Wieso können die mit ihren Pferden durch den Dschungel reiten”, “wieso kann eigentlich niemand schauspielern”, “wieso ist wächst Bambus im Dschungel”, “wieso geht die Wüste bis zum Flussbett” und “waren die bekifft, als die das Drehbuch schrieben”. (Letztere Frage ist wohl mit ja zu beantworten.)

7. Trailer-Vorfreude: Speed Racer, The Dark Knight, Indiana Jones. Das war schon das Eintrittsgeld wert. Speed Racer- sensationell. Kinder, nehmt keine Drogen!

8. Okay, okay, keine Szene war so gut wie meine Lieblingsszene aus Independence Day.

Aaaah, awesome.

9. Vielleicht hätte der Film Susan Sontag gefallen.

10. Oder aber: eine liebevolle Hommage an den gerade verstorbenen Alain Robbe-Grillet. “Kohärente und narrative Strukturen fehlen [...] weitgehend und werden durch virtuos konstruierte Fragmente ersetzt” beschreibt den Film eigentlich auch ganz gut.

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Oscars 2008: Live Blog

00.36, nebel: Aloha! Liest schon jemand mit? Die Pre-Show auf Pro7 hat ja schon angefangen, auch wenn Gätjen Gott sei Dank noch nicht an den roten Teppich gelassen wurde. Auf E! ist wieder Ryan Seacrest unterwegs, also werde ich sicher des öfteren mal umschalten. George Clooney ist übrigens ganz hervorragend, falls ich das noch nicht erwähnt habe.

00.39, cez: Ich bin neidisch. Ich habe nur Pro7. Fräulein Warnkross ist wieder dabei und trägt ein seltsames Kleid. Übrigens landen viele Leute auf der Suche nach ihr auf diesem Blog. Leider sehe ich die auch nur einmal im Jahr und weiß auch nichts über sie. Dieses Jahr übrigens wird übrigens der weltberühmte Filmjournalist Scott Orlin interviewt (über den weiß ich auch nichts). Und Wolfgang Petersen. Ich habe das Gefühl, ich hätte den Beitrag über die Oscar-Wahlen schon mal gesehen (so letztes Jahr).

00.47, nebel: Scott Orlin kenne ich, der “schreibt” ab und zu für die TV Spielfilm, oder hat das zumindest früher mal getan.
Jason Bateman (gerade auf dem roten Teppich geseen) ist übrigens auch großartig. Jetzt wo der Streik zu Ende ist, kann Michael Hurwitz nicht mal anfangen, den Arrested Development-Film zu schreiben? Bitte?
Wolfgang Petersen ist schon leicht peinlich.

00.49, cez: Was ist dieses Glasding hinter Wolfgang Petersen? Diese drei Scheiben? Sehr hässlich. Und jetzt Werbung. Loben muss man ja, dass bei Pro7 keine Telefonsex-Werbung läuft.

00.58: Die Telefonsex-Werbung kommt schon noch, bei der Verleihung dann, wenn die normalen Leute im Bett sind und nur noch Freaks wie wir gucken. (Ideale Zielgruppe?)
Ich finde es bei diesen vorproduzierten Beiträgen auf Pro7 immer etwas verstörend, wenn die Filmausschnitte synchronisiert sind.

00.59, cez: Gätjen-Alarm. Arme Diablo Cody, ich wäre auch in shock, wenn ich mit dem reden müsste. War das dahinten eben Reese Witherspoon? Und klar, Diablo war so kurz angebunden, weil sie so aufgeregt war. Oh nein, und wie immer die peinlichen Tipps, wie man die Stars anlockt.

01.06: (Ich lass den Namen übrigens weg, das sollte ja jetzt bekannt sein, wer wer ist.)
Diablo Cody gönne ich einfach keinen Oscar. Schreckliche Person. Und die Dialoge in Juno waren teilweise echt dämlich. Aber gleich Gätjen auf sie zu hetzen, ist natürlich auch nicht okay. Ryan Seacrest ist ganz lustig, wie immer halt. Warum ist McDreamy da? Und Heidi Klum? (Nicht, daß ich mich beschweren würde…) Und The Rock? (Ah, der verleiht.)

01.08: Aaaargh! Gätjen, du Spoiler-Depp! Ich musste beim Tom Wilkinson-Interview leider den Fernseher mit meinem pinken Plüsch-Fußball von IKEA bewerfen. Jason Reitman gewinnt den Preis für den professionellsten Gesichtsausdruck. Das Zuschauen ist momentan sehr schmerzhaft. Und einfach so alte Männer anzuquatschen, nur weil die deutsch können…

01.14: Jason Bateman ist großartig! Selbst im Angesicht des Gätjens, von dummen Fragen nur so überschwemmt, bleibt er cool!

“Herr Burger! Steven Gätjen!” - “Mir geht’s gut!” :)

01.15: Äh, ja, Bateman. Mein Gehirn schaltet sich langsam aus, The Gätjen ist zu viel für mich. ORF1 überträgt nachher auch, leider erst ab 2.00 Uhr. Für den Auslandsoscar schalte ich rüber. Und Steven, du redest immer mit imaginären Freunden.

01.20: Steve Carell läuft gleich beim Gätjen vorbei. Vielleicht unterhalten sie sich ja mal ein bisschen über Stromberg? ;) (Er hat gerade “Steve Kärell” gesagt… bäh)

01.22: Das wäre viel zu anspruchsvoll für Gätjen. Das hätte ja Vorbereitung erfordert. Super Rettungsversuch von James McAvoy eben beim Interview von Saoirse Ronan. Aaaah! George! Lauf schnell vorbei am Gätjen!

01.28: Clooney zögert Gätjen so lange wie möglich hinaus und rettet dabei gleich noch Day-Lewis und McDreamy. Hach, George Clooney…

01.29: Und jetzt opfert er sich. Er ist so tapfer. Wem wollte Gätjen eigentlich einen Heiratsantrag machen, George oder seiner Freundin?
Spielt John Travolta demnächst Ken in einem Barbie-Realfilm oder was soll die Frisur?

01.35: Über Travoltas Frisur habe ich mich auch gerade gewundert, aber an Ken hatte ich nicht gedacht. Hat sich Gätjen irgendwie vorgenommen, die komplette Handlung von Michael Clayton zu erzählen?

01.36: Gätjen wird mein nächstes Mii, damit ich wieder etwas habe, was ich beim Wii-Boxen verkloppen kann.
Apropos George: Photoshop of Horrors via Jezebel

01.42: Ist das Tilda Swintons echte Haarfarbe? Das sieht irgenwie voll krass aus. (Die dürfte so in 15 Minuten beim Gätjen vorbeilaufen.) Ich bleib jetzt mal bei E!, da kommt zwar alle zwei Minuten Werbung, aber Gätjen regt mich einfach zu sehr auf.

01.43: Ich bin in 17 Minuten bei ORF1. Laura Linney ist gerade noch entkommen. Die Red Carpet Show ist ein wenig wie die Gepäckausgabe am Flughafen und Steven Gätjen steht halt in der dritten Reihe ganz am Ende.

01.50: Mal eine Frage an meine Co-Kommentatorin (und andere Mitlesende, falls denn vorhanden): Auch so ein Jon Stewart-Fan wie ich? Ich gucke seit Jahren regelmäßig die Daily Show und freue mich sehr auf seine Moderation.
Süß. Colin Farell ist mit seiner Mutter da!

01.51: Großer Fan! Ich bin schon sehr gespannt. Gätjen hatte übrigens eben die ideale Interview-Partnerin: Jessica Alba. Es tat sich ein schwarzes Loch der Dummheit auf.
Supergut: “Oh, das ist Florian von Henkel-Donnersmarck. Ach ne, Julian Schnabel.” Julian Schnabel hat ihm übrigens einen sehr guten Fuck-You-Blick zugeworfen. Und jetzt Florian, blablabla. Gätjen hat endlich jemanden, der auch mit ihm reden will.

01.58: Himmel, so cool Harrison Ford auch (immer noch) ist, der Ohrring geht gar nicht! Katherine Heigl ist offensichtlich auch so jemand, den exzessives Make-Up und glamuröse(sp?) Aufmachung viel unattraktiver macht, als sie eigentlich ist. Heute sieht sie für meinem Geschmack viel zu sehr wie (die schreckliche) Scarface Johannsen aus. Wann fängt eigentlich die Verleihung an?

01.59: Den Hype um Katherine Heigl verstehe ich eh nicht. Oh, Erlösung, Gätjen ist weg! Jetzt gibt es ABC! Tilda war das letzte Opfer, die allerdings Gätjen nicht so ganz ernst nahm. Die Haarfarbe ist echt, glaube ich.
Und, jetzt bei ABC: Regis, nimm weniger Selbstbräuner!

02.05: Gibt es immer noch Heigl-Hype? Ich dachte der wäre nach Knocked Up abgeebbt(sp?). Die Verleihung fängt um 02.29 an. Regis Philbin kann sich noch gut an die erste Oscar-Verleihung erinnern…
George Clooney ist großartig, und Gott sei dank nimmt er den ganzen roten Teppich-Mist (oder seinen Star-Staus) nicht ernst. Hach!

02.07: Naja, Mini-Hype: 27 Dresses und immerhin das Titelbild der aktuellen Ausgabe des KulturSpiegel. Marion Cotillard hat seltsam überschminkte Lippen. Dabei ist sie so hübsch. Buh! Bisher leider keine aufregenden Kleider.

02.15: Cameron Diaz mit besserer Frisur als letztes Jahr (kein Vogelnest). Amy Adams ist ganz entzückend. Aber ohne Halskette. Wie letztes Jahr gibt es kaum interessanten Schmuck zu sehen. Menno.

02.22: Falls es jemanden interessiert: In L.A. ist es gerade 17.22. Michael Cera ist großartig! Ist der auch da?

02.26: Keine Ahnung, aber es sind nur 4 Minuten, bis es losgeht. Endlich!

02.28: Jack in der ersten Reihe! Es geht los! Ich sage vorraus: In den ersten fünf Minuten mindestens je eine “Coin toss”- und eine “Milkshake”-Anspielung!

02.30: Oooh, Cars. Und Transformers. Und North By Northwest! Und, und, und… Tolles Intro. Oh, und Brokeback Mountain. Jon, erzähl schnell was lustiges, der Tod von Heath Ledger deprimiert mich sonst zu sehr.

02.35: Javier Bardem sieht irgendwie total lieb aus. Aber viellecht liegt das daran, daß er neben Jack Nicholson sitzt. Jon Stewart ist kein Stand-Up-Comedian, eher ein Sit-Down-Comedian.

02.39: Ja, er wirkt etwas verloren auf der riesigen Bühne. Aber die Witze sind gut. Und endlich sehe ich Julie Christie, hach.

02.40: Das hat ja nicht lange gedauert, bis Stewart von Film auf Politik umgestiegen ist. Gut so!

02.42: Sehr gute Moderation. Und jetzt eine meiner Lieblingskategorien: Costume Design. Der Oscar geht an Elizabeth. Nun ja. Definitiv die aufwendigsten Kostüme. Und solange das der einzige Oscar für Elizabeth bleibt…

02.47: Ich finde ja immer, daß sich Leute ähnlich sehen, und bekomme dann immer gesagt, daß das gar nicht so sei, aber sehen Jennifer Garner und Hillary Swank heute irgendwie so ziemlich gleich aus?
Oh Gott, es gibt pseudo-nostalgische Rückblick-Clips!
George Clooney!

02.49: Ich habe ja sowieso kein Personengedächtnis und halte Leute an der Frisur auseinander, insofern hätte ich Jennifer Garner gar nicht erkannt.

02.53: Hat Steve Carell “shit” oder “shoot” gesagt? Naja, hier kommt der Oscar für Brad Bird!

02.55: Brauche ich eigentlich eine neue Brille oder war das Bild bei Persepolis und bei Ratatouille doppelt? Jedenfalls Ratatouille! Yeah. Und schon geht es weiter mit der Make-Up-Kategorie. Und kein Oscar für Norbit! Nochmal Glück gehabt. Der Oscar geht an La Vie En Rose. Marion, kein Grund zu weinen. Und abgebrochen. Buh!

03.02: Die nominierte Musik ist ja nie besonderst toll (bis auf ganz wenige Ausnahmen), aber dieser Happy Working Song gerade ist ja besonders schlecht. Hat eigentlich Clint Mansell einen Oscar? Ich muss das mal recherchieren!

03:04: Immerhin weder Celine Dion noch Melissa Etheridge. Aber der Gedanke, dass noch zwei Songs aus “Enchanted” kommen, ist auch nicht schön.

03:10: Der Oscar für Visual Effects geht an die sehr glücklichen Leute von “Der Goldene Kompass”. Und jetzt Art Direction, präsentiert von der “very preggers” Cate Blanchett. Allerdings wird der Bauch nicht gefilmt. Sweeney Todd wins! (Mein Gewinner wäre der komplett ignorierte “Zodiac” gewesen, seufz)

03.14: Und jetzt Best Supporting Actor. Spannung! Spannung! Spannung!

03.17: Javier Bardem! Ja! Großartig!

03.19: “One of the ugliest haircuts in history!” Oh ja. Ein wohlverdienter Oscar, wobei ich es allen gegönnt hätte. Ich brauche jetzt auch was zu essen.

03.28: Die Frisur von Chigurh ist nicht ugly, die ist bad ass! Clint Mansell hat übrigens noch keinen Oscar bekommen, was angesichts des besten Soundtracks aller Zeiten (der von “The Fountain“) eine Frechheit ist.

03.29: Oh, The Fountain. Danach bin ich wie betrunken aus dem Kino getorkelt und wusste für ungefähr eine halbe Stunde nicht, wo ich war.

Le Mozart Des Pickpockets gewinnt den Oscar für den besten Short Film-Live Action. Ah, endlich ein Franzose, der kein Englisch kann. Die beiden Gewinner für La Vie En Rose waren drauf und dran, altbewährte Vorurteile zu zerstören.

Peter And The Wolf gewinnt Short Film-Animated. Den kurzen Ausschnitt des russischen Films fand ich eindrucksvoller, aber egal.

03.40: Beste Nebendarstellerin: Tilda Swinton. Cool, das ist echt ein klasse Film und sie war auch echt gut darin, vor allem prima amerikanischer Akzent, Hugh Laurie lässt grüßen. Und wer so mit George Clooney redet, kann kein schlechter Mensch sein!

03.41: Ja, der Brustwarzen-Anzug aus Batman&Robin darf nicht vergessen werden! Right on, Tilda!

03.45: No Country synchronisiert? Abartig schlecht. Was ist das denn bitte für eine bescheuerte Stimme für Chigurh? Ekelhaft, sowas. Und jetzt gerade die Tech-Oscars, die keinen interessieren…

03.47: Josh Brolin ist übrigens der große Bruder aus The Goonies. Damit das allen nchmal ins Gedächtnis gerufen wird.

03.48: Adapted Script: The Coens! Hurra. Hoffentlich bleibt das nicht der einzige Oscar für die beiden an diesem Abend. Auch toll: der schottische Akzent von James McAvoy. Hach. Und jetzt eine sinnlose Montage zu den Oscar-Wahlen. Jon ist genauso beeindruckt wie ich.
Oh nein, noch ein Song aus “Enchanted”. Wobei der Song eben aus “Klang des Herzens” auch schrecklich war.

03.55: Oh mein Gott, Cormac McCarty ist mit seinem Sohn da. Wer “The Road” gelesen hat, weiß, warum mir das Tränen in die Augen treibt. Schön, daß die Coens gewonnen haben.

03.57 Mich bringt die Musik zum Weinen. Das wird ja immer schlimmer! Ich traue mich nicht, etwas von Cormac McCarty zu lesen, nachdem mich “No Country…” so verstört hat.

04.05: Sound Editing: Bourne Ultimatum. Trotz Daniel brrr Brühl. Aber da können ja die Soundleute nichts für.
Sound Mixing: Nochmal Bourne Ultimatum. Glücklicherweise nicht 3:10 To Yuma, einer der uninteressantesten Filme des letzten Jahres. Ich brauche dringend Kaffee, viel Kaffee.

04.13: Ich halte mich ja mit Coca-Cola wach. Aber ich glaube gleich mache ich mir mal ne Tasse Tee.
Beste Hauptdarstellerin: Marion Cotillard. Good for her, I guess. Den Film will ich mir auf jeden Fall auch mal ansehen.

04.15: Sie scheint jedenfalls komplett überwältigt, was selbst mein kaltes Herz zum Schmelzen bringt. Langsam stellt sich übrigens heraus, dass die Idee mit den High Heels nicht unbedingt die beste Idee meines Lebens war.
Oh, Wii-Tennis! Random!

04.20: Ich musste gerade sehr über Colin Farells kleine Rutschaktion lachen, noch mehr als über das Wii-Tennis-Match. Mehr langweilige Musik, ich koch dann mal Wasser.

04.22: Immerhin hat sich dank imdb endlich geklärt (mir war vorher nie langweilig genug nachzusehen), woher ich den Hauptdarsteller aus “Once” kenne: Das ist der Sänger der Frames, die ich vor Jahren mal gesehen habe. Langweilig, aber immerhin nicht schmerzhaft.
Jack Nicholson. Wird dafür verschwendet, eine Montage der Best Pictures anzusagen. Hrmpf.

04.29: Film Editing für Bourne Ultimatum. Ich war gerade abgelenkt, weil ich auf der Suche nach dem ultimativen Hass-Post zum Thema “L. A. Crash - Bester Film” war.

04.34: Lügen! Auf Nicole Kidmans IMDb-Seite steht nichts vom Untitled Nicole Kidman Project (2010)! Aber das Jahr wird dieser alte Mann sowieso nicht mehr erleben…

04.35: Na dann schnell eintragen. Und auch gleich bei Wikipedia! Übrigens finde ich dieses Pult viel besser als das Mikro, das aus dem Boden gefahren kommt, das sieht reichlich seltsam aus.
Ansonsten ein Bild anstatt 100 Zeilen Hass: Crash.

04.41: Ich rege mich da jedes Jahr wieder drüber auf, aber warum verdammt muss die Werbung auf Pro7 immer 800% lauter sein als das Hauptprogramm? Das nervt. Und ich hab hier keine Fernbedienung, ich muss immer aufstehen und per manus den Ton abdrehen…

04.46: Jaaa! Der Hass!!! Ich habe zwar eine Fernbedienung direkt neben mir liegen, aber trotzdem. Und jetzt kurz ORF1 für den Auslandsoscar. Öh, Österreich gewinnt! Bei ORF1 sieht man übrigens zwischendrin zwei Leute vor einer großen Leinwand sitzen, ein bisschen wie in Mystery Science Theatre, nur nicht so lustig. Und die sagen auch nichts (eingeschlafen? ich kanns ja verstehen…). Ach so doch, jetzt sind sie erwacht und sagen genau so intelligente Dinge, wie ich sagen würde, wenn ich eben aufgewacht wäre und was tiefsinniges sagen müsste.

04.47: McLovin?

04.48: Keine Ahnung, ich habe eben auf ORF die Zeitlupen-Wiederholung der Umarmung des Regisseurs gesehen und mich an dem Gedanken erfreut, dass vielleicht nächstes Jahr Michael Haneke als bester Regisseur für das Remake von Funny Games nominiert wird. Eigentlich wollte ich ja um 3 Uhr schreiben, dass gerade Cache auf 3sat beginnt. Naja. “Bester” Song: Das Gedudel aus “Once”. Na gut.

04.55: Das Caché läuft habe ich leider auch erst zu spät bemerkt. Der lief neulich auf Arte und ich hatte den OnlineVideorecorder gestellt, aber aus irgendeinem Grund war dann die Datei defekt oder irgendwie sowas. Naja. Laut Pro7 läuft das ganze noch fast zwei Stunden! Bald dürfte In Memoriam können! Mit Ledger, Scheider und Valenti! (Und vielleicht dieses mal mit Anna Nicole Smith?)

04.57: Anna Nicole Smith hätte allein für ihre Rolle in Die Nackte Kanone 33 1/3 eine Erwähnung verdient, aber wahrscheinlich wird das wieder nichts.
Oooh, Cinematography. Neeeeiiiin! Roger Deakins nimmt sich selbst die Stimmen weg. Glückwunsch an Robert Elswit für There Will Be Blood.

05.05 (und kein Ende absehbar): Die Toten des letzten Jahres. *schnief*

05.10: Hä? Wieso war Jack Valenti nicht beim Im Memoriam dabei? Roy Scheider auch nicht, aber der fiel glaube ich nicht mehr in das “Zeitfenster”. Aber Valenti wundert mich wirklich.
Original Score! Ich bin natürlich für Michael Clayton, wobei Michael (Lost) Giaccino auch toll wäre. Aber nein, der Oscar geht an Atonement. Gähn.

05.14: Das ist leicht erschreckend zu sehen, was die USA für Kinder in den Krieg schickt! Wie alt sind die? 17? Dürfen keinen Alkohol trinken, aber in den Irak?

05.15: Ich glaube übrigens, Valenti in der Montage gesehen zu haben, irgendwo am Anfang. Ich habe diese Ankündigung für Documentary Short zunächst für einen Kurzfilm gehalten. Und ja, die sind verdammt jung. Der Preis geht übrigens an Freeheld und zwei sehr emotionale Filmemacherinnen.
Taxi To The Dark Side gewinnt beste Dokumentation. Das passt dann zu den Teenagern aus der Short Doku-Ankündigung.

05.25: Okay, dann habe ich Valenti wohl verpasst. Jetzt Original Screenplay: Diablo Cody. Meh.

05.27: Sehr meh. Mehr fällt mir auch nicht ein.

05.30: Shout-out an nik, der das hier nicht liest, weil er für eine Klausur lernen muss, die er in 4 1/2 Stunden schreibt. Jetzt Best Actor! Come on, George Clooney!

05.32: Viel Erfolg Nik (auch wenn du das erst nach der Klausur liest)! Eine der schlechtesten Ideen meines Lebens war übrigens, die Nacht durchzumachen und dann eine Informatik-Klausur zu schreiben. Nicht empfehlenswert.

05.34: What a surprise! Daniel Day-Lewis gewinnt. Ich bin ein großer Fan seiner Jacke. Übrigens hätte weniger Viggo Mortensen (Großvater-Bart = scary) eine Nominierung verdient als David Cronenberg für die Regie. Ach.

05.39: DDL ist aber auch extrem sympathisch. Aber There Will Be Blood spricht mich einfach nicht so sehr an. Naja, auf DVD werde ich ihn mir dann mal ausleihen müssen.

05:40: Ich will There Will Be Blood unbedingt im Kino sehen, aber der läuft bisher nicht in Thüringen. Args.
Scorsese = entzückend. Jaaaa! Die Coens gewinnen den Best Director! Ich bin so euphorisch wie man nur um 5.43 Uhr sein kann, also nicht so recht, aber prinzipiell: Hurray!

05.46: Absolut verdienter Regie-Oscar für Joel und Ethan. Und gleich hinterher auch noch Best Picture! Großartig! Wie viele waren das jetzt insgesamt? Fünf?

05.48: Vier, für Regie, Film, männliche Nebenrolle und Adapted Script. Wundervoll! Und plötzlich ist es vorbei. Das ging ja doch schneller als erwartet.

05.51: Ja, ich hatte auch gedacht, es würde noch länger dauern. So, ich gehe dann jetzt nochmal ein bisschen ins Bett. Danke für die Möglichkeit, hier mitzukommentieren, auch wenn es anscheinend keiner gelesen hat. Aber im Laufe des Tages dann ja vielleicht. Bis dahin: Gute Nacht!

05.53: Vielen Dank für die Co-Moderation. And good night and good luck, wie George Clooney sagen würde.

That’s all folks!

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Oscars 2008: Unsere Vorhersagen

cez: Willkommen beim großen Oscar-Experiment. nebel und ich bloggen dieses Jahr gemeinsam über Kleider, Kategorien und Katastrophen (ähem).
Keine Oscar-Verleihung ohne Gewinner-Vorhersage:

Performance by an actor in a leading role
George Clooney in “Michael Clayton”
Daniel Day-Lewis in “There Will Be Blood”
Johnny Depp in “Sweeney Todd The Demon Barber of Fleet Street”
Tommy Lee Jones in “In the Valley of Elah”
Viggo Mortensen in “Eastern Promises”

nebel: Vorwarnung: Ich habe von allen nominierten Filmen (aller Kategorien) nur fünf gesehen: Juno, Michael Clayton, No Country For Old Men und Dead Men’s Chest und Surf’s Up. Den Hauptrollen-Oscar wird wohl Daniel Day-Lewis gewinnen, aber ich drücke natürlich George Clooney die Daumen. Hach, George Clooney…
cez: Ich habe von allen nominierten Filmen nur Atonement, No Country For Old Men, The Assassination of Jesse James…, Eastern Promises, Into The Wild, Persepolis, Ratatouille, The Bourne Ultimatum und 3:10 To Yuma gesehen. Ich denke auch, dass Daniel Day-Lewis gewinnen wird.
Überraschung! Daniel Day-Lewis gewinnt. nebel 1, cez 1

Performance by an actor in a supporting role
Casey Affleck in “The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford”
Javier Bardem in “No Country for Old Men”
Philip Seymour Hoffman in “Charlie Wilson’s War”
Hal Holbrook in “Into the Wild”
Tom Wilkinson in “Michael Clayton”

nebel: Da bin ich extrem hin- und hergerissen zwischen Bardem und Wilkinson, die beide verdammt gut in ihren Rollen waren. Ich tippe aber mal auf Javier Bardem, der hat auf jeden Fall den Hype auf seiner Seite.
cez: Ich liebe “The Assassination…” und würde dem Film fast jeden Oscar wünschen, allerdings glaube ich nicht, dass Casey Affleck gegen Javier Bardem eine Chance hat. Brr. Anton Chirgurh (oder wie der sich schreibt), Stoff meiner Alpträume.
Und der Oscar geht an: den Verrückten mit der Druckluftflasche! Javier Bardem. nebel 2, cez 2

Performance by an actress in a leading role
Cate Blanchett in “Elizabeth: The Golden Age”
Julie Christie in “Away from Her”
Marion Cotillard in “La Vie en Rose”
Laura Linney in “The Savages”
Ellen Page in “Juno”

nebel: Hauptsache nicht Cate Blanchett. Ellen Page wäre ja was, aber so nett Juno auch war, es lag nicht wirklich an ihr. Ich sag mal Marion Cotillard.
cez: Ich setze auf Cate Blanchett, obwohl meine Favoritin Julie Christie ist, die ich sehr verehre. Übrigens habe ich sehr lange gebraucht, bis ich kapiert habe, dass die Hauptdarstellerin aus “La Vie en Rose” dieselbe ist, die die Hauptrolle in “Lieb mich, wenn du dich traust” spielt.
Glückwunsch Marion Cotillard! nebel 3, cez 2

Performance by an actress in a supporting role
Cate Blanchett in “I’m Not There”
Ruby Dee in “American Gangster”
Saoirse Ronan in “Atonement”
Amy Ryan in “Gone Baby Gone”
Tilda Swinton in “Michael Clayton”

nebel: Hauptsache nicht Cate Blanchett. Lieber Tilda Swinton.
cez: Tilda ist super, aber ich glaube, dass auch hier Cate Blanchett gewinnen wird, weil das einfach bessere Schlagzeilen gibt.
Tilda! Tilda! Tilda! nebel 4, cez 2

Best animated feature film of the year
“Persepolis”
“Ratatouille”
“Surf’s Up”

nebel: Ratatouille.
cez: Außenseiter-Gewinn für Persepolis.
Ratatouille, mjam, mjam. nebel 5, cez 2

Achievement in directing
“The Diving Bell and the Butterfly” (Julian Schnabel)
“Juno” (Jason Reitman)
“Michael Clayton” (Tony Gilroy)
“No Country for Old Men” (Joel Coen and Ethan Coen)
“There Will Be Blood” (Paul Thomas Anderson)

nebel: Ich würde es auch Gilroy gönnen, aber das werden wohl die Coen-Brüder bekommen.
cez: Ich denke auch, dass die Coens gewinnen werden.
Und so ist es auch. nebel 6, cez 3

Best foreign language film of the year
“Beaufort” (Israel)
“The Counterfeiters” (Austria)
“Katyń” (Poland)
“Mongol” (Kazakhstan)
“12″ (Russia)

nebel: Die Fälscher. Nazi-Filme kommen ja immer gut an.
cez: Ich glaube, Katyn ist auch was mit Nazis. Ich nehme den mal. Sehr ärgerlich, dass weder “Persepolis” noch “Vier Monate, Drei Wochen, Zwei Tage” hier auftauchen.
Ze Nazis from Austria win. nebel 7, cez 3

Best motion picture of the year
“Atonement”
“Juno”
“Michael Clayton”
“No Country for Old Men”
“There Will Be Blood”

nebel: There Will Be Blood sieht wie der unvermeidbare Gewinner aus. Ich sag trotzdem Michael Clayton.
cez: Hauptsache nicht Atonement. Ich sage No Country For Old Men.
Hurra, mehr Oscars für die Coens! nebel 7, cez 4

Adapted screenplay
“Atonement” (Screenplay by Christopher Hampton)
“Away from Her” (Written by Sarah Polley)
“The Diving Bell and the Butterfly” (Screenplay by Ronald Harwood)
“No Country for Old Men” (Written for the screen by Joel Coen & Ethan Coen)
“There Will Be Blood” (Written for the screen by Paul Thomas Anderson)

nebel: Ich lese gerade “The Road” von Cormac McCarthy, deswegen will ich, daß No Country gewinnt.
cez: Nochmal: hauptsache nicht Atonement. Ich sage auch No Country For Old Men.
Und nochmal die Coens. nebel 8, cez 5

Original screenplay
“Juno” (Written by Diablo Cody)
“Lars and the Real Girl” (Written by Nancy Oliver)
“Michael Clayton” (Written by Tony Gilroy)
“Ratatouille” (Screenplay by Brad Bird, Story by Jan Pinkava, Jim Capobianco, Brad Bird)
“The Savages” (Written by Tamara Jenkins)

nebel: Ich war schon ein Fan von Brad Bird als er noch bei den Simpsons war, und der Mann hat jeden Oscar verdient, den er kriegen kann.
cez: Da Ratatouille der einzige Film dieses Semester war, der sowohl Kino-Nerds als auch Leute, die normalerweise nicht ins Kino kommen, angezogen hat, muss der gewinnen.
Übrigens etwas off topic, aber egal: “Lars and the Real Girl” wird von den Cinestar-Kinos als Frauenfilm vermarktet. WTF? Ein Film über einen Typen und seine lebensechte Gummi-Puppe?

Diablo Cody für Juno. Final Score: nebel 8, cez 5. nebel wins the Oscar for Best Predictions.
cez:Meine Oscar-Tipps waren immerhin besser als meine Bundesliga-Tipps vor der Saison (Meister Nürnberg, *hust*, meine Träume sagen schon mal nicht die Zukunft voraus.).

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Vorankündigung

Wie sämtliche Blogger der Welt, die am nächsten Tag keine festen Termine haben (oder zumindest nicht morgens), werde auch ich die Oscar-Verleihung livebloggen. Und wie letztes Jahr werde ich mich professionellerweise nicht informieren, wann und wo das überhaupt übertragen wird, sondern einfach gegen Mitternacht den Fernseher einschalten. In High Heels und im Abendkleid (und Halskette!).

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Berlinale 2008

Meine zweite Berlinale (hier ist der Bericht vom letzten Jahr), diesmal mit anderen Kinos (International, endlich!) und weniger Stress dank besserer Planung. Wenn man erstmal verstanden hat, dass es illusorisch ist, mehr als 3 Filme pro Tag zu sehen, wenn man nicht im selben Kino bleiben will, und schweren Herzens interessant klingende Filme von der Liste gestrichen hat, schafft man es sogar, zwischendurch den dringend benötigten Kaffee zu trinken und etwas zu essen. Dass das dann trotzdem Fast Food ist, nun ja, das lässt sich leider nicht ändern. Immerhin, ich hatte am Sonntag sogar Natto in einem ansonsten eher unspektakulären japanischen Restaurant in Mitte (und ja, ich wurde gefragt, ob ich wisse, was ich da bestellen würde…), und das ist ja bekanntermaßen so gesund, dass es all den Schrott der letzten Tage ausgleicht.

Nun aber zu den Filmen:

Megane (Cinestar): Nicht hungrig zu empfehlen, denn es wird eigentlich ständig gegessen. Oder aufs Meer gestarrt. Oder beides gleichzeitig. Ein sehr entspannender, geradezu meditativer japanischer Film über die Wichtigkeit des Nichtstun. Und des gemeinsamen Essens. Überhaupt, Essen. Ich werde schon beim Gedanken an den Film hungrig.

Transsiberian (Colosseum): Ich hasse, hasse, hasse diesen Film. Dieser Film ist so dümmlich*, dass er mir Schmerzen beim Zusehen verursachte. Wenn ich nicht in der Mitte des sehr großen Kinos gesessen hätte, wäre ich zum ersten Mal in meinem Leben mitten im Film aus dem Kino gegangen. Besonders hassenswert neben dem Eso-Gebrabbel, dem Avril Lavigne-Clon und der Ansammlung an Klischees: Der grauenvoll offensichtliche Drogen-Plot**(sehr einfallsreich den Schmuggler Carlos zu nennen, als gäbe es keine anderen spanischen Namen) und die völlig fehlbesetzte Emily Mortimer als ultra-naive ehemalige Alkoholikerin, die 10 Jahre lang durch die Gegend gezogen und nirgendwo länger als 7 Tage verblieben sein will, dabei allerdings so dermaßen wenig Menschenkenntnis mitgenommen hat, dass man leider vermuten muss, dieses Rumziehen hätte sich auf von der Upper East Side nach Greenwich Village nach Long Island und wieder zurück zur Upper East Side beschränkt, in einem Auto mit Chauffeur, einem phillipinischen Hausmädchen und Daddys Kreditkarte. Selbst die lobotomierten RomCom-Blondchen haben mehr street smarts als diese Person.

3 Dias- Before The Fall (International): Ich wollte diesem Film nur sehen, weil ich unbedingt einmal ins Kino International wollte, das wirklich den Besuch lohnt. Der Film war eine etwas gewollte Mischung aus Weltuntergangsdrama und “Killer kommt aus Gefängnis frei und hat noch eine Rechnung offen”. Wenn man mal die Frage ignoriert, warum man die letzten drei Tage der Welt damit verbringen sollte, sich in der Einöde vor einem Killer zu verstecken, anstatt noch einmal alles zu genießen, was die Welt so zu bieten hat, dann ist der Film unterhaltsam und spannend.

Gegenschuss- Aufbruch der Filmemacher (Cubix): Das erste Highlight. Ich hatte bisher kein Interesse, mich mit Filmemachern wie Rainer Maria Fassbinder und Alexander Kluge auseinander zu setzen, weil ich die Befürchtung hatte, dass deren Filme unglaublich schlecht gealtert seien (so ähnlich wie bei manchen Platten aus den 70ern, wo man heute nur noch die schlechte Produktion und die schlimmen Keyboards hört). Diese sehr witzige und unterhaltsame Dokumentation hingegen hat mich immerhin dazu gebracht, fast alle verfügbaren DVDs auf meine Amazon-Ausleih-Liste zu setzen und darüber zu fluchen, dass keine Filme von Uwe Brandner und Thomas Schamoni erhältlich sind. Selbst “Die Angst des Tormanns vor dem Elfmeter” von Wim Wenders hätte ich ausgeliehen, wenn dies möglich gewesen wäre. Wim Wenders! Mein Kino-Trauma Nr. 1! Und dann noch das schönste Zitat: Das Kino ist das Größte, auch wenn wir begreifen müssen, dass es vielleicht nicht so war (Serge Daney).

Boy A (Colosseum): Focking amazing. Mein diesjähriger Gewinnerfilm. Ich kann immer noch nicht glauben, dass dieser wunderbare Film wirklich ein Fernsehfilm von Channel 4 ist. Ein subtiler Film(für einige Kritiker zu subtil) mit exzellenten Schauspielern. Ein wenig an den Schluss von A Clockwork Orange erinnerend geht um einen jungen Mann, der nach einem langen Gefängnisaufenthalt für eine grausame Tat, die er als Kind begangen hat, wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden soll. Der Film spielt in Manchester (hurra!) und entsprechend schön (bzw. schwer verständlich, je nachdem) sind die Dialekte der Darsteller. Oh ja, die intensive Beschäftigung mit britischer Musik hat durchaus ihre Vorteile, wenn es um das Verstehen von Dialekten geht… Ich wünsche dem Film einen allgemeinen Kinostart (was aufgrund des digitalen Formats eher unwahrscheinlich ist), oder zumindest einen guten Sendeplatz in der ARD (mit Wiederholungen auf arte und DVD-Veröffentlichung).

Man Yeuk (Sparrow) (Urania): Hong Kong! Johnnie To! Regenschirme! Eine gelungene Action-Komödie, wenn das Wort “Action-Komödie” nicht genauso beleidigend ist wie “RomCom” wäre. Johnnie To gelingt mit Man Yeuk das Kunststück einer federleichten Gangsterfilm-Parodie, die weder peinlich noch langweilig ist.

Sweet Food City (Cubix): Experimentalfilm + weiche Sitze + Schlafmangel: eine gefährliche Mischung. Ich gebe zu, ich habe Teile des Films verschlafen und die Untertitel waren auch nur bedingt hilfreich. Trotzdem ein interessanter, halbdokumentarischer Film über den Verfall eines Neubau-Viertels in Dalian in Nordchina und endlich mal ein ganz anderer Blick auf China. Ohne das Regisseurgespräch hätte ich den Film wohl nicht ganz verstanden. Das war allerdings wirklich gut, wenn auch ein wenig peinlich***, wie immer, wenn chinesische Regisseure in Deutschland auftreten.

Otto; or, up with Dead People (Cinestar): Seit “Durch die Nacht mit Jörg Buttgereit und Bruce LaBruce” liebe ich Bruce LaBruce. Und Otto… zeigt, dass er nicht nur ein liebenswerter Mensch ist, sondern auch noch ein guter Filmemacher. Ich hatte Horror-Trash erwartet, bekam aber ein warmherziges Low Budget-Movie über das Filmemachen (und Kunstblut und Gedärme). Und Bruce LaBruce danach noch im Regisseursgespräch! ❤

*Ich überlege noch, wie viel schlimmer die Hassfilme L. A. Crash und Princess waren. Allerdings treiben diese Überlegungen meine Gehirnzellen in den kollektiven Selbstmord.

**Und ich fand schon Traffic scheiße. Meine Güte, gegen diesen Dreck ist Traffic in der Tat das subtile Oscar-preisgekrönte Meisterwerk, für das Traffic vom Rest der Welt gehalten wurde.

*** Ohne die eklatanten Menschenrechtsverletzungen in China kleinreden zu wollen, ist ein Regisseursgespräch nicht der richtige Zeitpunkt, um diese Dinge anzusprechen, insbesondere wenn man sich überlegt, was es für Konsequenzen für den Regisseur haben könnte, wenn er sich kritisch äußert. Und vor allem gibt es keinen Grund, solche Fragen auch noch so arrogant vorzutragen.

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Mein neuer Lieblingsfilm

Godzilla vs. Destoroyah (Schreibweise von Tele5 übernommen): Sensationell. Ein cinematisches Meisterwerk. Und ein bisschen Camp, logisch. Der Film beginnt damit, dass Godzilla 1996 in Hong Kong auftaucht (ja, für mich hatte der Film da schon gewonnen) und Platz für ein paar neue Hochhäuser schafft. Dann erscheint ein Apple-Geek-Kind (damit das Product Placement nicht so auffällt, ist auch noch ein riesiges Apple-Logo an den Schrank getackert) und rettet die Welt, zumindest ein bisschen. Außerdem gibt es Rückblenden in schwarz-weiß (die eventuell aus dem Original-Godzilla stammen?), Visconti-eskes Hin-und-Her-Gezoome und eine absurde Story mit Mikro-Sauerstoff, die ich nicht ganz kapiert habe, weil bei Tele5 abrupt Werbung lief und ich die zunächst auch für einen Teil des Films hielt (Scheiß-Postmoderne).

[Die Nerd-Nerd-Kategorie erhält dieser Post nicht für das Apple-Kind, sondern für die verlinkten Artikel.]

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Kurznotizen

And the Oscar nominees are: Nicht Zodiac. Aaargh! Penner. (Trotzdem freue ich mich wie blöd auf die Verleihung. Jaja, Hassliebe.)

Ein schlechter Western ist übrigens das Remake von 3:10 to Yuma. Ein Anwärter auf den “nervigstes Filmkind des Jahres”-Award. Aaargh.

Prima Filmkinder sind hingegen die Gören aus I Am Legend. Das erste Kind stirbt und das zweite Kind redet kaum. So wird’s gemacht. Leider wird daraus trotzdem kein guter Film.

Control war selbst auf Deutsch recht gut, wenn auch nicht so gut wie 24 Hour Party People. Die Bandszenen sind großartig, zumindest für jemanden wie mich, der zu spät geboren ist, um die Band jemals live gesehen zu haben. Ach, meine Synchro-Toleranz ist wirklich kaum noch vorhanden.

Super Idee für die Oscar-Verleihung: Falls wegen des Writer-Strikes keine Schauspieler kommen, einfach das Auditorium mit Look-Alikes, Pornstars und den Leuten füllen, die sonst die leeren Plätze besetzen, wenn die Stars mal eine Zigarettenpause brauchen.  Den Unterschied merkt keiner.

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