Archiv für Musik

Nicht mehr alle T-Shirts im Schrank

(oder auch “heroes become weak”, wenn das nicht so offensichtlich wäre).

Kurzfassung: Ein ernsthafte Kandidat für das schlechteste Lied des Jahres: The Streets - The Escapist [via Popjustice] Fookin’ pile of wank.

Ganz im Ernst, ich höre lieber zwei Stunden Landeswelle Thüringen, Jürgen Drews oder Bratwurstkonzerte als noch einmal dieses “Lied”. Uargh. Und jetzt entferne ich die The Streets-T-Shirts aus meinem Kleiderschrank.

Langfassung: “Original Pirate Material” ist vielleicht mein liebstes Album von 2002 (neben “Release”, “Turn on the Bright Lights” und “One by One”). 2002 bestand mein musikalisches Sommerreisegepäck aus vier MiniDiscs: Original Pirate Material, Release, Actually und Behind The Music, die ich fünf Wochen lang gehört habe. 2003 habe ich jemanden sehr damit beeindruckt, dass ich die kompletten Texte zu sämtlichen Liedern auswendig konnte. 2003 bin ich hauptsächlich zum Terremoto-Festival* gefahren, um Freitag, 19 Uhr im strömenden Regen The Streets zu sehen. Und es war großartig! 2004 muss ich das Album immer noch mit Begeisterung gehört haben (falls mein iPod noch leben würde, wüsste ich genaueres), denn wenn ich an Shek O denke, fällt mir als allererstes “Weak Become Heroes” ein, warum auch immer.

However, 2004 erschien auch “A Grand Don’t Come For Free”, was allgemein begeistert aufgenommen wurde, sich mir aber nicht erschloss (mal von “Fit But You Know It” abgesehen). Das mag aber auch daran liegen, dass das Album (und insbesondere “Dry Your Eyes”, ich könnte kotzen) gar nicht für mich geschrieben wurde (bzw. nur als Warnung, die ich leider nicht begriffen habe), sondern für passiv-aggressive Männer zwischen 20 und 40, die es leider nicht geschafft haben, erwachsen zu werden. Das erklärt auch die Begeisterung der Musikjournalisten.  Aber immerhin waren die Beats gut. Und man soll ja auch den Künstler nicht mit seinem Werk verwechseln- P.T. Anderson ist ja auch kein schlechter Regisseur, nur weil ich Jahre meines Lebens mit jemandem verschwendet habe, der sich exakt wie die Hauptperson aus “Punch-Drunk Love” verhielt und ich deswegen den Film nur schwer ertragen konnte (Run, Lena, run!). Also hooray für diese erkenntnisreiche Studie passiv-aggressiven Verhaltens. Und wenn man nicht zu lange/gar nicht darüber nachdenkt, dann ist das Album auch nicht schlimmer als “Imitation of Life” (übrigens, Landeswelle Thüringen, von den vielen, vielen R.E.M. -Songs, warum läuft immer nur dieses Lied bei euch, wenn ich euren Sender in der Videothek ertragen muss? Damit ich mehr Slasher-Filme ausleihe? Ach so, dachte mir das schon.) oder das Billy Corgan-Soloalbum (muahahaha).

Dann, 2006: The Hardest Way To Make An Easy Living. Nun ja, das Äquivalent zu “Standing On The Shoulder Of Giants”, und das war ja auch kein völlig schlechtes Album, z. B. war das Cover sehr hübsch und man könnte es sich einigermaßen schnell schön hören. Und die Beats waren immer noch ganz gut.

Nun dieses Lied. Uargh. It’s utter shite. Nein, mehr noch. Es ist so schlecht, dass ich nicht glauben mag, dass dieselbe Person “Let’s Push Things Forward” geschrieben hat. Und noch schlimmer, es ist so schlecht, dass ich jegliches Interesse, like, forever and ever an The Streets verloren. Oy!

[Beim nochmaligen Lesen klingt das noch viel zu harmlos, aber der Schock sitzt so tief, dass ich keine klaren Gedanken fassen kann. Es ist alles noch viel schlimmer. "If you'd been a dog they would have drowned you at birth." So schlimm.]

* Andere Künstler dort: Limp Bizkit, Linkin Park, Die Ärzte und der erste Auftritt von Billy “no” Talent. Ja, der Campingplatz war unerträglich, außerdem komplett überfüllt. Immerhin fand das Festival danach nicht mehr statt, was definitiv gut ist.

Kein Kommentar »

TFF, WTF?

Bonnie “Prince” Billy war großartig. Allerdings kriegt mich auch jeder, der seine Songs mit Gestik singt (siehe meine unerklärliche Faszination mit Billy Corgan, obwohl der wirklich seit ungefähr 2002 keinen einzigen guten Song mehr veröffentlicht hat) und seine Stimme innerhalb einer Zeile brechen kann (siehe auch Jeff Tweedy, ah, Jeff Tweedy!). Diese Menschen lassen allerdings an einer Hand abzählen lassen.

However: There are times when I look at people and I see nothing worth liking.

Kiffende Dreadlock-Hippies in müffeligen Plastik-Regenjacken (obwohl es trocken war) mit vollgestopften Rucksäcken, die sie einem unabsichtlich (?) ins Gesicht drücken und Regenschirmen, die dann auch noch das ganze Konzert über reden müssen- da gibt es nicht mehr viel, was dazu kommen muss, um diese Personen noch mehr zu hassen (vielleicht noch zwei Trolleykoffer mit billigen Rollen und ein Che Guevara-Shirt, wobei das wahrscheinlich unter der Regenjacke verborgen war).

Und wer auch immer das hinter mir war, der sich darüber beschwerte, dass die Musik nach Country klingen würde, das Festival nennt sich “Weltmusik.Folk.Roots” (normalerweise Grund genug, schreiend wegzulaufen, ich weiß, aber Bonnie “Prince” Billy!). Und wenn da Country nicht hineinpasst, lasse ich mir heute noch eine Konföderationsflagge über mein Herz tätowieren (classy!) und ziehe in einen Trailerpark nach Arkansas, weil ich mich dort zumindest bewaffnen kann und jeden einzelnen anti-amerikanischen Pansen erschießen kann. U!S!A! Und wo wir dabei sind, wer ebenfalls diese Woche gestorben wäre, wenn Blicke denn hätten töten können (warum eigentlich nicht?), war der Pseudo-Informatiker (der noch nicht mal simple Logik-Operatoren verstand, aber das ist eine andere Geschichte), der behauptete, er würde eh nicht in die USA einreisen dürfen (vermutlich wegen seiner l33t hAckoR sKillZ); nicht, dass er es jemals versuchen würde, denn die seien so ungastlich. Damit hat er natürlich völlig recht, denn wie jeder afrikanische Immigrant in einem spanischen Flüchtlingscamp und jede Familie in Abschiebehaft bestätigen kann, nehmen “wir” die poor and huddled masses mit offenen Armen auf. Fuck you. Von gleicher logischer Präzision war sein Argument, dass Linux durch die vermehrte Benutzung verunreinigt würde, weil dann Leute auf die Idee kommen würden, Spy-Ware und ähnliches zu programmieren. Meinen Hinweis, dass die Leute, die die Spy-Ware programmieren, die Personen seien, die das System verunreinigen würden (mal ganz abgesehen davon, dass Spy-Ware “nur” bedeutet, dass das System nicht so perfekt ist, wie man gern glauben möchte- Windows ist da zumindest ehrlich) und nicht die User, die auf so etwas reinfallen, verstand er leider nicht. Oh well. When I am king, you will be first against the wall.

Aber zurück zum TFF. Nicht ganz so hassenswert, eher völlig unverständlich sind mir Eltern, die ihre Kinder zu einem in keiner Weise kindgerechten Konzert mitnehmen, das um Mitternacht beginnt. Aber lieber schreiende Kinder als schwafelnde Hippie-Pansen (im Zweifelsfalle auch lieber Pisse-werfende Affen in Manchester als selbstgerechte Arschlöcher).

Besonders bizarr war außerdem, dass es mir um 23 Uhr leider nicht mehr möglich war, eine Karte zu kaufen, weil die Kasse, die ich nach längerem Umherirren fand- Ausschilderungen sind offensichtlich für Anfänger- zwar geöffnet war, aber nicht besetzt. Der Security war mein fehlendes Bändchen allerdings auch scheißegal, so dass ich dann eben nichts für das Konzert bezahlt habe und stattdessen eine CD gekauft habe, so dass mein Geld zumindest direkt den Künstlern zugekommen ist.

Hinzu kommt noch diese komplette und alles durchdringende DDR-Spießigkeit (deutlich abzugrenzen von z. B. schwäbischer Spießigkeit, die selbstredend auch komplett entsetzlich ist), deren “Weltgeist” sich auf die eigenen vier Wände beschränkt. (Dies ist allerdings ein Punkt, der noch weiter zu erläutern wäre, in 11000 Wörtern und mehr. Zur Vorbereitung sei auf “Maschinenwinter. Wissen, Technik, Sozialismus. Eine Streitschrift.” von Dietmar Dath verwiesen.)

Ich bedauere doch ein wenig, nicht mein komplettes Geld in die Subskriptionsausgabe der gesammelten Werke Thomas Bernhards investiert zu haben.

Kein Kommentar »

Short Road To Happiness

Wirklich eine nette Geste: Dass gestern im Café völlig unvermittelt der Song zu meinem T-Shirt gespielt wurde.
(Wobei man anmerken muss, dass dieses Shirt so, äh, figurbetont geschnitten ist, dass man für das Tragen nicht nur einen Song, sondern auch ein Bier spendiert bekommen sollte. Ähem.)

(Und noch mehr happiness: Eben war der Paketbote da und hat mir meine neue USB-Soundkarte gebracht! Endlich wieder Musik am Laptop, woooohoooo!)

Kein Kommentar »

EM-Notizen

Gestern im Globus-Getränkemarkt: Eine Frau mit einem Goleo-Schlüsselanhänger. Ist das schon retro?

Warum wird nach jedem Tor “Samba de Janeiro” gespielt? Gruselig!

Ebenfalls gruselig: dass ich ausgerechnet letzte Nacht von “ Games” geträumt habe. Michael Haneke, Rächer der österreichischen Fußballnationalmannschaft. Wie übersetzt man eigentlich “sick fucker” ins Deutsche? Aber hey, Michael, wenn du mal wieder ein sinnloses Remake deiner eigenen Filme drehen willst, ich hätte da noch ein paar neue Ideen.

In meiner persönlichen Weißbierliga führt übrigens nach 6 Spieltagen Schwarzbacher Sonnen-Weisse knapp vor ;Kapuziner Weißbier, dem wegen der Assoziation mit Mönchshof (brrr) leider einige Punkte abgezogen werden mussten. Weit abgeschlagen, sozusagen das Österreich des Wettbewerbs: Franziskaner Weißbier. Ich wurde heute belehrt, dass dies das absolute Lieblingsbier von Manuel Andrack sei; nun, das erklärt, warum ich Manuel Andrack noch nie mochte. Münchner Titelfavoriten wie Weihenstephan, Hacker-Pschorr (mit Bonus für den Satz “Wann schmeckt das erste Bier? Richtig – am späten Vormittag…” auf der Website) und Augustiner spielen allerdings erst in späteren Runden bzw. wenn ich einen Getränkeladen gefunden habe, der diese Biere führt und keine absurden Öffnungszeiten wie “nur mittwochs von 8 bis 10 Uhr” hat.

Das Bier wird selbstverständlich im Elchglas genossen. Stilecht!

Übrigens vermisse ich meine beiden Lieblings-WM-Produkte: Eisbergsalat in Fußballverpackung und schwarz-rot-goldene Tomaten. Rewe, ey! Immerhin gibt es wieder Fußballbrot.

Ach ja, und dann noch: IVAN KLASNIC!!! Woohoo!

Kein Kommentar »

Die Bratwurst war lecker, aber sonst…

Zum vierten Mal “Wind of Change”. Ich hasse das Altstadtfest. Viel mehr allerdings noch die Tatsache, dass ich momentan keine alkoholischen Getränke vertrage. Hilfe!

Kein Kommentar »

Berlinale 2008

Meine zweite Berlinale (hier ist der Bericht vom letzten Jahr), diesmal mit anderen Kinos (International, endlich!) und weniger Stress dank besserer Planung. Wenn man erstmal verstanden hat, dass es illusorisch ist, mehr als 3 Filme pro Tag zu sehen, wenn man nicht im selben Kino bleiben will, und schweren Herzens interessant klingende Filme von der Liste gestrichen hat, schafft man es sogar, zwischendurch den dringend benötigten Kaffee zu trinken und etwas zu essen. Dass das dann trotzdem Fast Food ist, nun ja, das lässt sich leider nicht ändern. Immerhin, ich hatte am Sonntag sogar Natto in einem ansonsten eher unspektakulären japanischen Restaurant in Mitte (und ja, ich wurde gefragt, ob ich wisse, was ich da bestellen würde…), und das ist ja bekanntermaßen so gesund, dass es all den Schrott der letzten Tage ausgleicht.

Nun aber zu den Filmen:

Megane (Cinestar): Nicht hungrig zu empfehlen, denn es wird eigentlich ständig gegessen. Oder aufs Meer gestarrt. Oder beides gleichzeitig. Ein sehr entspannender, geradezu meditativer japanischer Film über die Wichtigkeit des Nichtstun. Und des gemeinsamen Essens. Überhaupt, Essen. Ich werde schon beim Gedanken an den Film hungrig.

Transsiberian (Colosseum): Ich hasse, hasse, hasse diesen Film. Dieser Film ist so dümmlich*, dass er mir Schmerzen beim Zusehen verursachte. Wenn ich nicht in der Mitte des sehr großen Kinos gesessen hätte, wäre ich zum ersten Mal in meinem Leben mitten im Film aus dem Kino gegangen. Besonders hassenswert neben dem Eso-Gebrabbel, dem Avril Lavigne-Clon und der Ansammlung an Klischees: Der grauenvoll offensichtliche Drogen-Plot**(sehr einfallsreich den Schmuggler Carlos zu nennen, als gäbe es keine anderen spanischen Namen) und die völlig fehlbesetzte Emily Mortimer als ultra-naive ehemalige Alkoholikerin, die 10 Jahre lang durch die Gegend gezogen und nirgendwo länger als 7 Tage verblieben sein will, dabei allerdings so dermaßen wenig Menschenkenntnis mitgenommen hat, dass man leider vermuten muss, dieses Rumziehen hätte sich auf von der Upper East Side nach Greenwich Village nach Long Island und wieder zurück zur Upper East Side beschränkt, in einem Auto mit Chauffeur, einem phillipinischen Hausmädchen und Daddys Kreditkarte. Selbst die lobotomierten RomCom-Blondchen haben mehr street smarts als diese Person.

3 Dias- Before The Fall (International): Ich wollte diesem Film nur sehen, weil ich unbedingt einmal ins Kino International wollte, das wirklich den Besuch lohnt. Der Film war eine etwas gewollte Mischung aus Weltuntergangsdrama und “Killer kommt aus Gefängnis frei und hat noch eine Rechnung offen”. Wenn man mal die Frage ignoriert, warum man die letzten drei Tage der Welt damit verbringen sollte, sich in der Einöde vor einem Killer zu verstecken, anstatt noch einmal alles zu genießen, was die Welt so zu bieten hat, dann ist der Film unterhaltsam und spannend.

Gegenschuss- Aufbruch der Filmemacher (Cubix): Das erste Highlight. Ich hatte bisher kein Interesse, mich mit Filmemachern wie Rainer Maria Fassbinder und Alexander Kluge auseinander zu setzen, weil ich die Befürchtung hatte, dass deren Filme unglaublich schlecht gealtert seien (so ähnlich wie bei manchen Platten aus den 70ern, wo man heute nur noch die schlechte Produktion und die schlimmen Keyboards hört). Diese sehr witzige und unterhaltsame Dokumentation hingegen hat mich immerhin dazu gebracht, fast alle verfügbaren DVDs auf meine Amazon-Ausleih-Liste zu setzen und darüber zu fluchen, dass keine Filme von Uwe Brandner und Thomas Schamoni erhältlich sind. Selbst “Die Angst des Tormanns vor dem Elfmeter” von Wim Wenders hätte ich ausgeliehen, wenn dies möglich gewesen wäre. Wim Wenders! Mein Kino-Trauma Nr. 1! Und dann noch das schönste Zitat: Das Kino ist das Größte, auch wenn wir begreifen müssen, dass es vielleicht nicht so war (Serge Daney).

Boy A (Colosseum): Focking amazing. Mein diesjähriger Gewinnerfilm. Ich kann immer noch nicht glauben, dass dieser wunderbare Film wirklich ein Fernsehfilm von Channel 4 ist. Ein subtiler Film(für einige Kritiker zu subtil) mit exzellenten Schauspielern. Ein wenig an den Schluss von A Clockwork Orange erinnerend geht um einen jungen Mann, der nach einem langen Gefängnisaufenthalt für eine grausame Tat, die er als Kind begangen hat, wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden soll. Der Film spielt in Manchester (hurra!) und entsprechend schön (bzw. schwer verständlich, je nachdem) sind die Dialekte der Darsteller. Oh ja, die intensive Beschäftigung mit britischer Musik hat durchaus ihre Vorteile, wenn es um das Verstehen von Dialekten geht… Ich wünsche dem Film einen allgemeinen Kinostart (was aufgrund des digitalen Formats eher unwahrscheinlich ist), oder zumindest einen guten Sendeplatz in der ARD (mit Wiederholungen auf arte und DVD-Veröffentlichung).

Man Yeuk (Sparrow) (Urania): Hong Kong! Johnnie To! Regenschirme! Eine gelungene Action-Komödie, wenn das Wort “Action-Komödie” nicht genauso beleidigend ist wie “RomCom” wäre. Johnnie To gelingt mit Man Yeuk das Kunststück einer federleichten Gangsterfilm-Parodie, die weder peinlich noch langweilig ist.

Sweet Food City (Cubix): Experimentalfilm + weiche Sitze + Schlafmangel: eine gefährliche Mischung. Ich gebe zu, ich habe Teile des Films verschlafen und die Untertitel waren auch nur bedingt hilfreich. Trotzdem ein interessanter, halbdokumentarischer Film über den Verfall eines Neubau-Viertels in Dalian in Nordchina und endlich mal ein ganz anderer Blick auf China. Ohne das Regisseurgespräch hätte ich den Film wohl nicht ganz verstanden. Das war allerdings wirklich gut, wenn auch ein wenig peinlich***, wie immer, wenn chinesische Regisseure in Deutschland auftreten.

Otto; or, up with Dead People (Cinestar): Seit “Durch die Nacht mit Jörg Buttgereit und Bruce LaBruce” liebe ich Bruce LaBruce. Und Otto… zeigt, dass er nicht nur ein liebenswerter Mensch ist, sondern auch noch ein guter Filmemacher. Ich hatte Horror-Trash erwartet, bekam aber ein warmherziges Low Budget-Movie über das Filmemachen (und Kunstblut und Gedärme). Und Bruce LaBruce danach noch im Regisseursgespräch! ❤

*Ich überlege noch, wie viel schlimmer die Hassfilme L. A. Crash und Princess waren. Allerdings treiben diese Überlegungen meine Gehirnzellen in den kollektiven Selbstmord.

**Und ich fand schon Traffic scheiße. Meine Güte, gegen diesen Dreck ist Traffic in der Tat das subtile Oscar-preisgekrönte Meisterwerk, für das Traffic vom Rest der Welt gehalten wurde.

*** Ohne die eklatanten Menschenrechtsverletzungen in China kleinreden zu wollen, ist ein Regisseursgespräch nicht der richtige Zeitpunkt, um diese Dinge anzusprechen, insbesondere wenn man sich überlegt, was es für Konsequenzen für den Regisseur haben könnte, wenn er sich kritisch äußert. Und vor allem gibt es keinen Grund, solche Fragen auch noch so arrogant vorzutragen.

Kein Kommentar »

Notizen zu gestern abend

Während ich betrunken wirklich zu allem tanzen kann, gelingt mir das nüchtern nur zu 90%. Wird dann plötzlich so was ekelhaftes wie “The Way I Do” oder wie dieses Kacklied von Melissa Etheridge (Ich HASSE Melissa Etheridge)  auch heißen mag gespielt, fällt dann doch auf, dass ich nicht so betrunken bin wie ich zuvor getanzt habe. Baaa! Musikalischer Alptraum deluxe.

Und dann wäre auch noch der alte DJ-Scherz passend gewesen: “Darf ich mir was wünschen” - “Ja” - “Ok, dann wünsche ich mir bessere Übergänge”. Oh maaan. So “gut” kann ich auch auflegen, sogar mit nur einem Plattenspieler.

Aber ansonsten war es ein schöner Abend, auch wenn ich heute nicht so recht wach werde und mein Knie irgendwie kaputt getanzt ist.

Aber ich hasse, hasse, hasse Melissa Etheridge.  Nur um das noch mal klarzustellen.

Kommentare (4) »

Mein neuer Lieblingslink

Wunderbare alte russische Kinoplakate bei davno.ru (was man bei der grauenvollen Startseite gar nicht für möglich hält). Aaaah, Avant-Garde.

Wäre ich doch nur früher auf die Idee gekommen, dort einfach ein Design zu klauen (und nicht erst 2 Tage vor der Plakat-Deadline). Dann hätte man sogar ein nehmen können, was noch nicht zu einem Franz Ferdinand-Cover verarbeitet worden wäre… Aber falls jemand mal eben schnell sowas kann… hahaha.

Kein Kommentar »

Nützlicher Spam

Seit ein paar Tagen wird dieses Posting von russischen Spammern (oder besser gesagt, einem russischen Spammer namens Yuri Chepurko, laut der whois-Anfrage, wie schön, dass die IP mitgeloggt wird) belästigt. Da es sich nicht um den typischen V1agrrraaa!MedZ!P0Rn!-Spam handelt, muss ich ihn leider manuell entfernen. Bisher waren es dubiose Jobangebote von nicht-existenten Firmen, deren “Sinn” daran bestand, dass man für diese Firmen Geld aufbewahren sollte und davon 10% behalten durfte (bei den Nigeria-Spammer bekam man mehr, die Zeiten werden wohl für alle härter)- bis heute. Heute wurde meine neue Lieblingsfirma “ACG Logistics” als Absender genannt, allerdings falsch verlinkt (also unschuldig). Die Website ist wegen der großartigen Musik ganz dringend zu empfehlen. Mein neues Webradio! Yeeeeeehaaaaa!

Kein Kommentar »

Verstörende Zufälle, heute: Nichtsahnend das Fenster geöffnet, 5 Sekunden später begann das Bratwurstkonzert. Brr. Hoffentlich zum letzten Mal dieses Jahr. Immerhin bisher ohne Gesang.

Edit 1: Mein Blog hat jetzt ein wohlverdientes Bratwurst-Tag.

Edit 2: Ich habe beim Taggen der alten Einträge festgestellt, dass letztes Jahr das letzte Konzert des Jahres erst im Oktober war. Aaaargh!

Kommentare (2) »