Archiv für Nerd-Nerd

Channelling Thomas Mann, oder auch: keine Angst vor Nebensätzen

Da mir versprochen wurde (neben größeren Mengen Bier und Bratwurst), dass ich das englische Abstract für die Bibliothek schreiben dürfe (und da es das Thema hergibt, dass ich ausgiebig den Thesaurus wälzen kann, um ein resolutely highbrow abstract zu schreiben, was dann von niemanden hier mehr verstanden wird, oh joy!), lese ich gerade die dazugehörige Diplomarbeit Korrektur.

Das ist an sich noch keine bemerkenswerte Tatsache, denn in den letzten Jahren habe ich alle paar Monate ähnliches getan, was nicht nur manchmal meine Nerven strapaziert, sondern mir auch William Carlos Williams (amazing) näher gebracht hat, neben einigem anderen.

Jedenfalls: Die aktuelle Arbeit ist eine Ansammlung von Hauptsätzen mit durchschnittlich acht Wörtern (dieser Satz enthält bereits mehr), die akkurat durch Punkte getrennt sind. Von Nebensätzen keine Spur. Sehr minimalistisch. Es liest sich wie ein Telegramm. Ein sehr langes Telegramm. Ein sehr antrengendes Telegramm. Man möchte es eher ungern lesen. Wahrscheinlich ist das der persönliche Stil des Autor. Auch wenn besagter Autor ganz anders redet. Jedenfalls bin ich sehr versucht, die gesamte Arbeit mit Nebensätzen zu versehen. Wenn die nicht 80 Seiten lang wäre und man ja, wenn man so etwas versucht, es auch gründlich machen muss.

Oder kurz gesagt: Ich zerkaue gerade einen Stabilo point 88/36 (grün), der hoffentlich ungiftige Farbe enthält, um meine Nerven zu beruhigen.

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Was mich gerade erfreut

1. Der Caffeine Test:

The Caffeine Click Test - How Caffeinated Are You?
Created by OnePlusYou

Wieso eigentlich delusions, tz. 215 Klicks in 30 Sekunden, das ist godlike.

2. Ein Kapitel über die Viscoelastizität von Velveeta-Käse-Polymeren (und die anschließende Erkenntnisse dank google scholar, dass es viele gelangweilte Chemiker gibt, die sich mit verschiedensten Käsesorten beschäftigt haben).

3. Die Schluss-Szene von There Will Be Blood. Ja, immer noch. So fucking awesome.

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Sachen, die ich von Wodka-Flaschen gelernt habe

Heute: Der Typ, der das Periodensystem erfunden hat, Dmitri Mendelejew (ein Name, den man wirklich hervorragend lallen kann, mmmjndjeljijiw), ist auch für den Wodka-Standard verantwortlich, was eigentlich eine mindestens genauso große und wichtige Sache wie das Periodensystem ist. Spassiba, Dmitri!

Der Nerd in mir hat ihn natürlich gleich am Bild (bzw. am Bart) erkannt, ohne vorher den Text zu lesen. Und da heute ja Valentinstag ist, kann ich ja zugeben: Ich bin ein wenig in die wunderschönen Flaschen von Russkij Standart Original verliebt.

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Normalerweise würde ich keine Testergebnisse posten, aber…

einen Pocky-Test kann ich mir nicht entgehen lassen! Pocky, how I love thee!

Für Fans: Pocky Shrine (super awesome!)

 

Allerdings fühle ich mich nicht zu trendy für Pocky. Eher fühle ich mich als Men’s Pocky…

 P.S.: Ja, ich weiß, dieser Test ist uralt. Aber bis eben kannte ich den noch nicht.

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Mein neuer Lieblingsfilm

Godzilla vs. Destoroyah (Schreibweise von Tele5 übernommen): Sensationell. Ein cinematisches Meisterwerk. Und ein bisschen Camp, logisch. Der Film beginnt damit, dass Godzilla 1996 in Hong Kong auftaucht (ja, für mich hatte der Film da schon gewonnen) und Platz für ein paar neue Hochhäuser schafft. Dann erscheint ein Apple-Geek-Kind (damit das Product Placement nicht so auffällt, ist auch noch ein riesiges Apple-Logo an den Schrank getackert) und rettet die Welt, zumindest ein bisschen. Außerdem gibt es Rückblenden in schwarz-weiß (die eventuell aus dem Original-Godzilla stammen?), Visconti-eskes Hin-und-Her-Gezoome und eine absurde Story mit Mikro-Sauerstoff, die ich nicht ganz kapiert habe, weil bei Tele5 abrupt Werbung lief und ich die zunächst auch für einen Teil des Films hielt (Scheiß-Postmoderne).

[Die Nerd-Nerd-Kategorie erhält dieser Post nicht für das Apple-Kind, sondern für die verlinkten Artikel.]

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Mein liebster Zeitvertreib momentan

ist der Evil Mad Scientist Laboratories Wettbewerb (sehr empfehlenswerter/s Blog generell) bei dem die besten/schrecklichsten search suggestions gesucht werden, die man bei ask.com (UK- oder US-Version) erhält. Der Flickr-Pool dazu wächst und wächst. Aaah, die bizarre Welt der Suchanfragen.

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Otaku Central

Oder: Warum ich wirklich nur 25% Nerd bin.

Nach der ganzen Aufregung um Full Metal Village*, der nämlich noch mittags im Filmlager in Potsdam rumlag, obwohl er längst bei uns hätte sein sollen und dann von einem Mitarbeiter/vermutlich unbezahlten Praktikanten mit dem Auto in den Thüringer Wald gefahren wurde und dann doch noch rechtzeitig zum Spulen da war, war ich dann nach dem Film, der auch beim zweiten Sehen noch genauso großartig wie beim ersten Mal ist, wie auch das Publikum fand, irgendwie noch nicht müde und geriet daher auf eine private Anime-Party.

Äh ja. Eigentlich natürlich nur, weil ich herausfinden wollte, ob dort von Carla Translata übersetzter Trash läuft. Und weil mir erzählt wurde, dass gerade eine Serie namens Lucky Star gezeigt würde, die wie Sailor Moon auf Speed sei, eine sehr vielversprechende Beschreibung nachts um 11. Als ich dorthin kam, lief jedoch Das Mädchen, das durch die Zeit sprang, ein sehr schöner Film, den man (in diesem Fall: leider) auch mehrfach sehen kann, denn kurz nachdem ich angekommen wurde, wurde mir vom eigentlich Verantwortlichen die Verantwortung übertragen, den Beamer ins Büro zurück zu bringen. Und so war ich dann allein unter Otakus, die immerhin deutlich besser rochen als die Menschen, die immer Magic im Comicladen spielen, weswegen ich mich dort nie länger als 3 Minuten aufhalten kann.

Dann gab es noch eine Folge Denno Coil, was sehr interessant aussah (und zwar gut interessant, nicht im Sinne von “wie schmeckt das Essen? - interessant”.), vielleicht sollte ich lieber diese Serie gucken als die neue Heroes-Staffel. Danach lief leider weder Etchi noch Hentai, sondern noch schlimmer, irgendwelche Fan-Zusammenschnitte aus diversen Serien zu 80er Jahre Hair Metal. Besonders amüsant war ein Fan-Video, das zeigen wollte, wie vielfältig Anime sein kann und leider doch nur Mädchen mit großen Augen und kurzen Röcken zeigte. Dude, you know, that’s not exactly helpful.

Um 1.45 Uhr war dann endlich Schluss, das Licht ging an und die übrig gebliebenen Otakus wurden mit der schockierenden Tatsache konfrontiert, dass eine Frau anwesend war, die sogar mit ihnen sprach (”Am besten räumt ihr das blaue und das große Sofa auf die Bühne,  vorher aber am besten die Leinwand abhängen. Der Rest kann so bleiben.”) . ZOMG! Besonders amüsant, wenn auch wenig erstaunlich war, dass keiner (obwohl seit Jahren an der Uni) bisher in einem Studentenclub war, und daher das Schild “Kein Ausgang” ernst genommen wurde (wobei ein Schild mit den Worten “kein Ausgang” auf einem Notausgang vielleicht auch irgendwie deplatziert ist, auch wenn darüber ein Notausgang-Schild leuchtet).  Dass ich dann noch mit nicht-wasserfesten Schuhen, die sich nach und nach auflösten, durch den strömenden Regen heimgelaufen bin, passte dann irgendwie auch zum surrealen Abend.

Und jetzt funktioniert mein Gehirn nicht mehr, was aber vielleicht beim Lesen des Textes auch schon klar war.

*Irgendwie habe ich vergessen, über diesen Film zu bloggen. Nun ja. Jedenfalls ist Full Metal Village ein ganz großartiger Film, der klug und unterhaltsam zu gleich ist, ein wenig verstörend, aber auch euphorisierend. Unbedingt anschauen!

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D’oh!

Warum genau der im iMac gespeicherte DSL-Benutzername _nicht_ auf dem (Windows) Laptop funktioniert, weiß ich zwar immer noch nicht (ich vermute aber einen perfiden Racheakt für meinen Systemwechsel), aber immerhin weiß ich jetzt (Danke Schwesterherz!!!!!!), wie es richtig heißen muss. Und da Plakat und Flyer jetzt unterwegs sind, kann ich wieder halbwegs ruhig schlafen. (Merke: Vorstandstätigkeit bereitet aufs Berufsleben vor, weil man lernen muss, auch mal abzuschalten.)

Trotzdem hätte ich gern ein Mac OS X 10.3 oder 10.2, damit ich beim nächsten Mal zumindest eine halbwegs aktuelle Java-Version (für ICQ2Go) zu Verfügung habe.

Apropos ICQ, was für eine Frechheit ist bitte das auf der ICQ-Website angebotene ICQ for Mac? Das ist immer noch das ICQ, was ich schon vor 6 Jahren nicht mehr benutzt habe, weil es zu alt war. Pansen!

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Wackiness deluxe

Notiz am Anfang: Ich beginne etwas über Videospiele zu schreiben, fühle mich als Mega-Nerd, muss dann aber doch googlen, weil ich mich nicht mehr erinnern kann, wann Final Fantasy X rausgekommen ist oder welche Zelda-Teile ich gespielt habe und stelle sehr schnell fest, dass ich im Vergleich zu anderen Leuten nur einen sehr geringen Teil meines Lebens an Luftschiffe, Dungeons und den bescheuerten Deku-Baum verschwendet habe. Deswegen hier auch keine Links (außer dem Link- hier lacht der Zelda-Spieler), weil die allesamt zu gruselig waren.

Das letzte RPG-Videospiel, das ich bis vorgestern gespielt hatte, war wahrscheinlich Final Fantasy X, was ich wegen der 3D-Grafik eher doof fand. Die 10 Jahre (1991 bis 2001), die ich mit Spielen in isometrischer Perspektive verbracht habe, waren zu prägend. Und außerdem hatten Square/Enix schon Jahre zuvor mit Chrono Trigger das nahezu perfekte Spiel abgeliefert. Wahrscheinlich kann ich wegen meiner 3D-Abneigung auch weder was mit Egoshootern noch mit World of Warcraft anfangen (auch wenn ich WoW als Gelddruckmaschine durchaus bewundere). Auch bei den Legends of Zelda-Spielen hatte ich nach Legends of Zelda- Ocarina of Time (N64) den Anschluß verloren, wahrscheinlich auch wegen der 3D-Grafik.

So habe ich die letzten Jahre damit verbracht, mich nach einer Chrono Trigger-Umsetzung für den Nintendo DS zu sehnen und einer Zeit zu träumen, als man seine Zeit noch mit so abgedrehten Spielen wie Great Greed (verlinkt als Gedächtnisstütze, aber Achtung, auch eher manisch) verschwenden konnte. 3D? Wir brauchen noch nicht mal Farbe! (Das gilt übrigens auch für Tetris. Ich mag kein farbiges Tetris.)

Doch seit 2 Tagen bin ich wieder mit dem RPG-Universum versöhnt. Es gibt wieder ein Spiel, dass für Videospiel-Senioren wie mich gemacht ist. Es geht natürlich um das Spiel mit dem eingängigen Titel Tingle’s Freshly-Picked Rosy Rupeeland (TFPRR). TFPRR verhält sich zu Legends of Zelda wie Warioland zu Marioland oder Parodius zu Nemesis/Gradius, d.h. es ist deutlich besser und wesentlich witziger. Leider taucht mein Feind, der Deku-Baum, auch in TFPRR auf, stirbt aber wesentlich unkitschiger und nervt danach nicht mehr (hoffe ich zumindest, ich bin noch nicht viel weiter). Die Welten sind in isometrischer Perspektive dargestellt, die Kämpfe bestreitet man, in dem man gegen Gegner rennt und eine Staubwolke entsteht. Die Kampfsteuerung besteht aus hysterischem Getippe auf den Touchscreen. Außerdem kann man wie in Breath of Fire II kochen. Waffen gibt es nicht bzw. wenn man doch mal welche findet, verkauft man sie für viel Geld an den Waffenhändler, denn Geld ist das Ziel in diesem Spiel. Am allergroßartigsten ist aber der “Held” des Spiel, ein von Spielern gehasster Charakter aus irgendwelchen Legends of Zelda-Teilen, die ich nicht gespielt habe. Er ist hässlich, geldgierig, etwas doof und fürchtet sich beim ersten Dungeon noch, diesen zu betreten. Sensationell!

Dazu noch Zitate aus Zelda und anderen Spielen (Punch-Out!) und ach… ich hatte ja schon sensationell geschrieben und noch nicht mal annähernd die völlig großartige Beklopptheit dieses Spiels beschrieben. Ah! Ich liebe es.

Wieso auf der Packung allerdings vor Gewalt gewarnt wird (und vor sexuellen Referenzen, was ich noch eher nachvollziehen kann), verstehe ich nicht. Man sieht weniger “Gewalt” als in Super Mario Bros., vielleicht ist damit aber auch die Gefahr gemeint, dass man sich bei allzu hysterischem Getippe mit dem Touchpen ins Auge stechen könnte.

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