Hier fehlt ein wenig die Vorgeschichte, um meine riesige Begeisterung über die Rede von Prime Minister Kevin Rudd für Außenstehende zu erklären. Irgendwo auf meinem alten Mac (letztes Betriebssystem: MacOS 8.5) liegt ein wütender Text über den damaligen Prime Minister John Howard, die verfehlte Aborigines-Politik, Pauline Hanson und ihre rassistische, nationalistische One Nation Party. Und irgendwo in den Archiven meiner australischen Schule liegt auch noch mein wütendes Australian Studies Project zum Thema “Native title” (zusammen mit einem ähnlich wütenden English Project über die Verfilmung von One flew Over the Cuckoo’s Nest, denn im Gegensatz zum Rest der Welt hasse ich diesen Film). Jedenfalls ist ein Grund, weswegen ich im allgemeinen nicht über Politik blogge, dass ich sonst endlose, wütende Essays schreiben würde, die keiner lesen möchte. Deswegen die Kurzfassung:
Terra Nullius, WTF? Stolen Generations; Native title vs. Lobbyarbeit australischer Groß-Farmer; angebliche Fortschritte in der Aborigines-Politik zur Olympiade (Tipp an China: So macht man das mit den Menschenrechtsverletzungen: Was feines, symbolisches- wie wär’s mit einer tibetanischen 400m-Läuferin?- zur Olympiade basteln und dann so weiter wie bisher machen, da fragt hinterher eh keiner mehr nach) und John Howards fortwährende Aussage, die Regierung habe sich nicht für die Taten vorheriger Regierungen zu entschuldigen und überhaupt seien den Aborigines so viele Zugeständnisse gemacht worden, dass nun auch mal wieder die Weißen dran seien. Cunt.
Jedenfalls jetzt: John Howard ist endlich, endlich weg und Kevin Rudd hat etwas wirklich lange überfälliges getan. Hurra!




